Cappuccino: Neuer Tassen-Test | BISS

Cappuccino: Neuer Tassen-Test

Cappuccino Aniis

Wo Kaffee die Bohne wert ist

Top Ten Frankfurt

 

Von Ludwig Fienhold

& BISS-Team

 

Beim großen Tassen-Test haben wir unsere Top Ten gewählt und warnen vor den besonders schlechten Adressen. Der Artikel wird ständig aktualisiert. Die ersten drei Plätze unserer Top Ten arbeiten alle auf einem ähnlich hohen Niveau und unterscheiden sich nur in Nuancen, die aber auch in die Wertung einfließen. Unsere Neuzugänge sind rot markiert.

 

Top Ten

 

Hier gibt es den besten Cappuccino

Unsere Favoriten in Frankfurt

 

Nr. 1

Hoppenworth & Ploch, Friedberger Landstr. 86

Hoppenworth & Ploch Kaffee-Avantgarde der ersten Stunde. Das „Hopplo“-Duo zieht konsequent und auf hohem Niveau sein Kaffee-Konzept durch. Matthias Hoppenworth und Julian Ploch holen aus jeder Tasse ein Optimum an Qualität heraus, in der eigenen Rösterei an der Friedberger Landstraße schmeckt der Cappuccino/Kaffee/Espresso am besten: Der feinwürzige, leicht schokoladige, milde Brasilianer Fazenda Capoeira, der sanft fruchtige Shilcho aus Äthiopien und der kraftvolle La Divina Providencia aus El Salvador. Solche exzellenten, sortentypischen, ausdrucksvollen, seidigen und überraschend andersartigen Kaffees sind eine Ausnahmeerscheinung. Die Milch für den Cappuccino kommt übrigens vom Weidenhof aus Wächtersbach mit hofeigener Molkerei. Unbedingt auch den kalten (!) Karimikui aus Kenia probieren, der ungewöhnlich fruchtig schmeckt. Cappuccino: 3 – 3,60 €, nackt. Hoppenworth & Ploch wollen am 11. August ihr drittes Café eröffnen, in der Neuen Altstadt am Hühnermarkt 22. Neben Kaffee & Kuchen soll es auch Wein geben. Das neue Café wird 20 Sitzplätze und einige Stehplätze im Gastraum innen haben sowie 16 Plätze auf der Terrasse, wobei auch die Fensterbänke genutzt werden. Die Sortimentshandschrift wird nach den Worten von Matthias Hoppenworth „ganz klar Specialty Coffee in der gewohnten Qualität und mit der Philosophie von Hoppenworth & Ploch sein, ohne das Publikum in der Neuen Altstadt zu überfordern.“ Wer einfach nur auf einen guten Cappuccino vorbeikommen will, soll genau so auf seine Kosten kommen wie Nerds, die sich in die Altstadt verirrt haben. Außerdem bieten Hoppenworth & Ploch Röstkaffees, Geschirr von Hartmud und ausgesuchtes Equipment für zu Hause an. Darüber hinaus soll es ein Angebot an Snacks und Speisen geben, bei dem die hausgemachten Kuchen nicht fehlen, die mit Zutaten von regionalen Erzeugern und Lieferanten hergestellt werden. Abgerundet wird das Angebot abends mit alkoholischen Getränken, getreu dem Motto „coffee keeps me going until it’s time for wine.“

 

Nr. 2

The Holy Cross Brewing Society, Fahrgasse 7

Beschreibung hinzufügen …Cappuccino Holy CrossAusgezeichnete individuelle Kaffeeauswahl, perfekt zubereiteter Cappuccino von wechselnden Farmen und Röstereien – korrekte Temperatur, frische Landmilch vom Weidenhof in Wächtersbach, Crema von guter Konsistenz. Alle Kaffees, die wir hier zahlreich von der ersten Minute an probiert haben, zeigen Klasse, wobei uns die aus Äthiopien mit ihrer eleganten Struktur und noblen und dezenten  Fruchtigkeit besonders gut gefallen. Viele sehr empfehlenswerte hausgemachte Delikatessen, Stullen und Suppen sowie Kuchen – Käseschmand und Kürbistarte sind umwerfend gut, aber auch die Croissants gehören zu den besten der Stadt. Der supernette Latzhosenservice gibt allem ein Sahnehäubchen obenauf. Cappuccino: ab 3 €, nackt.

 

 

 

Nr. 3

Oheim, Oppenheimer Landstr. 48

Oheim - 1Schönes Wohnzimmer-Café mit Spitzenkaffees und einem herausragenden Cappuccino, der perfekt und mit Frischmilch zubereitet wird. Wechselnde handverlesene Sorten im Ausschank (z.B. Spitzenware von von der Rösterei Ernst aus Köln), die Hausmarke ist ebenfalls sehr gut. Neben solidem Barista-Handwerk darf man allerbeste hausgemachte Leckereien erwarten. Rundum klasse, individuell und sympathisch. Cappuccino 3 €, nackt.

 

 

Nr. 4 neu

Kuku Vaia, Oeder Weg 23

Kuku Café

Die Griechen können nicht nur Wein, die Griechen schaffen auch einen guten Kaffee. Davon kann man sich im Kuku Vaia im Oeder Weg überzeugen, wo ein perfekter Cappuccino serviert wird. Bean Inspector Nesto Domanis sorgt für einen sympathischen, saloppen und freundlichen Umgang. Das kleine Lokal wurde ausgesprochen hübsch in Kaffeebraun und mit viel Holz gestaltet. Am Abend verwandelt sich das Café in eine Bar. Toller Neustart.

 

 

 

 

Nr. 5   neu

Under Pressure, Große Rittergasse 20 

Cooler Name. Kaffee braucht Druck, der Chef ist aber immer entspannt. Im Apfelwein-Revier Sachsenhausen ist eine gute Kaffee-Adresse so selten wie ein Pinguin in der Sahara. Sven Wörth hat sich sein Wohnzimmerlokal weitgehend selbst geschickt zusammengebaut. Er kennt sich in der Bar-Szene ebenso gut aus wie in der Barista-Welt. Derzeit sind unter anderem ein kenianischer Karindundu mit apart herbem Schokotouch und ein leicht karamelliger Paradenia aus Südindien im Angebot. Gehört mit seinen eher kräftigen Kaffees zur progressiven Szene und stellt auch an die Gäste gewisse Ansprüche und Kenntnisse. Cappuccino, nackt, 2,90 €.

 

Nr. 6

Aniis, Hanauer Landstr. 82

Café Aniis FrankfurtRaum für Kaffee-Kultur, nennt sich das noch relativ neue Lokal. Ein schönes Café in (noch) wenig schöner Umgebung. Einer muss ja mal den Anfang machen. Dunkle Holzoptik, mit sicherer Hand zurechtgezimmertes Mobiliar. Ein afrikanisch kaffeebraunes Porträt in Übergröße gibt den Ton an. Es gibt unter anderem frische Brühkaffees und zwei Cappuccino, die Hausmarke und einen aus Kolumbien – beide sehr gut, der kolumbianische ein klein wenig spannender. Rachid el Ofairi versteht sein Handwerk. Aniis steht im Arabischen für „guter Freund“ – so kann man sich in diesem netten und ambitionierten Café auch fühlen. Cappuccino 2,90, nackt.

Nr. 7   neu

Bohnerie, Eschersheimer Landstr. 14

Cafe BohnerieDen Zuruf des Chefs „Fühlt euch wie zu Hause“ nehmen vor allem Mütter mit Kleinkindern etwas zu wörtlich. Der Gast kann sich in diesem netten Röstsalon mit Tischen aber wohl fühlen, das Personal ist durchweg sympathisch und engagiert. Es werden drei verschiedene Röstmischungen angeboten, für einen Cappuccino eignet sich am besten die Cuvée 6040 aus Brasil & Java Bohnen. Auf der ersten Etage ziehen sich jene zurück, die ungestört am Computer arbeiten wollen. Cappuccino 2,70 € nackt.

 

Nr. 8   neu

Bunca, Kirchnerstr. 4

Samson Habtom aus dem Kaffeeland Eritrea hat sich in der Innenstadt in der Nähe des Frankfurter Hofs gleich neben kaffeeähnlichen Kettenbetrieben mit seinem individuellen Lokal gut aufgestellt. Ausgezeichneter, geschmeidiger Cappuccino, oft mit feinem Schokoladenaroma. Wechselnde Sorten. Cappuccino 3 €, nackt.

 

 

Nr. 9

Espresso-Store, Kleinmarkthalle

Peter Gerigk

Peter Gerigk

Der Cappuccino im Espresso-Store in der Kleinmarkthalle fällt meist so aus wie er sein soll: Aromatisch, korrekt temperiert und von einer samtig dichten und schmalen Milchschicht mit Stand gekrönt. Unser Favorit war einst Fantini aus Rom, ein kräftiger, ausdrucksvoller und leicht öliger Götterstoff, der leider aus nicht nachvollziehbaren Gründen gestrichen wurde. Bis auf einen wechselnden Gastkaffee kommen alle Sorten aus der eigenen Kaffeerösterei. Peter Gerigk betreibt mit der Frankfurter Kaffeerösterei ein eigenes Label mit verschiedenen Sorten. Der Service am Kaffeestand ist teilweise recht rustikal. Cappuccino: 2,90 €, Gebäckstück.

 

 

 

Nr. 10   neu

Espresso Espresso, Braubachstr. 28

Die neue Café-Bar in der gastronomisch weiter wachsenden Braubachstraße vermittelt Understatement. Noch keine Lampe an der Decke, aber einen Spitzenkaffee im Angebot. Der kommt von den jungen Altmeistern der Barista-Szene, Hoppenworth und Ploch. Der Cappuccino ist hervorragend und glänzt durch eine Harmonie, bei der jeder Krümel Zucker stören würde. Kaffee trinkt man ganz lässig im Stehen, so wie in den Espressobars in Italien. Nirgendwo Laptop-Lurche, die sich hinter ihren Monitoren verkriechen und wie paralysiert am Stuhl kleben. Neben Kaffee gibt es noch Winzersekt, Vermouth, Grünen Veltliner sowie nette süße und salzige Kleinigkeiten. Sehr sympathischer Neuzugang. Mitten im vielseitigen Cafézentrum von Frankfurt findet das kleine Lokal mit seinem speziellen Auftritt eine Nische. Cappuccino, 2,90 €, nackt.

 

Weitere Tipps für Cappuccino-Genießer

 

The Espresso Bar, Schäfergasse 42  neu

Die Kaffee-Szene wird größer, deren Protagonisten aber vereinzeln sich immer mehr und kommen auch in der kleinsten Hütte klar. Bestes Beispiel: The Espresso Bar in der Schäfergasse. Wenn der Einmannbetrieb fünf Gäste hat, ist der Laden voll. Vom Geschmack und der Kaffeekultur her, weniger Third Wave, mehr klassisch American & Italian Style. Der junge Kaffee Keeper trägt einen schmalen Oberlippenbart wie er so kaum noch vorkommt. Das macht ihn nicht besser, passt aber zu seinen Tassen mit Schnurbart-Emblem. Der Cappuccino ist sehr gut und wird optimal zubereitet, gleiches gilt für den Espresso. Die Ware kommt von den Red Code Coffee Roasters aus Bensheim. Gut so. Von den üblichen Verdächtigen gibt es schon genügend in der Stadt. Cappuccino 3 €, nackt.

 

Bitter & Zart, Brauchbachstr. 14

Das schnucklige Café und seine fröhlichen Mitarbeiterinnen servieren hervorragende Torten und immer freitags die Macarons von Florian Köller. Längst hat sich auch die Qualität beim Cappuccino stabilisiert, der Cappuccino auf Basis von Gorilla-Kaffee/Espresso schmeckt ausgezeichnet. Cappuccino: 3,20, Gebäckstück.

 

 

 

 

 

 

Margarete, Braubachstraße 18

Margarete

Der Cappuccino/Kaffee von der Frankfurter Rösterei Wissmüller gefällt durch sein harmonisches Aroma und den dichten lange währenden Milchschaum.  Meist bekommt man dazu ein besonders delikates Backwerk aus der Patisserie. Cappuccino: 3 €, Gebäckstück.

 

 

 

IImori, Braubachstr. 24

ImoriDas japanische Café ist besonders hübsch & herzig eingerichtet. Viele Desserts sind köstlich, vor allem der New York Cheesecake. Ein ganz kleines Stück vom Glück kostet allerdings auch unwirtliche 4,40 €. Der Cappuccino schmeckt sehr gut und aromatisch und wird korrekt temperiert und mit standhaftem Milchschaum serviert.  3,30 €, nackt. Er basiert auf den Bohnen der Kaffeerösterei Langen aus Medenbach im Hochsauerland.

 

Zeit für Brot, Oeder Weg 15

Es duftet oft nach frischem Brot und anderen Backwaren, die offen einsehbare Backstube vermittelt solides Handwerk. Das Laden-Lokal ist jedenfalls eine gute Adresse. Der Cappuccino ist von feiner Cremigkeit und von mittelkräftigem Ausdruck. Der ideale Cappuccino für jeden Tag. 3,30 €, nackt.

L´Art Sucré, Freßgass 25

Macarons von Köller

Der Weltklasse-Pâtissier Florian Köller hat nach Wiesbaden und Bad Homburg auch eine Edelnasch-Boutique mit Café in Frankfurt eröffnet. Die Macarons, Pralinen und Küchlein gehören zum Besten, was es in diesem Genre auf der Erde gibt, auch der Haus-Cappuccino fällt gut aus. Cappuccino: 3,20 €, nackt

 

Manufactum, Opernturm, Bockenheimer Anlage 49-50

Elitärer Tante-Emma-Laden für den anspruchsvollen Tagedieb. Wer einmal in diese Welt eingetreten ist, wird mit dem Herumschnüffeln nicht aufhören können und die Zeit vergessen. Neben ausgesuchten Delikatessen, Küchenaccessoires und hochpreisigem Lifestyle-Mobiliar, lässt es sich im angeschlossenen Bisto-Café Brot & Butter hübsch tafeln. Dort wird auch ein ausgezeichneter Cappuccino in großen Tassen serviert, dessen Kaffee/Espresso aus der italienischen Rösterei Trinci stammt, wo man die Bohnen noch immer nach alter Tradition über Holz röstet. Cappuccino 3 €, nackt.

 

Rathaus auf dem Römerberg

Rathaus auf dem Römerberg

Die beliebten Frankfurter Traditionsbetriebe Wissmüller und Wacker sind oft in der Stadt vertreten, fallen aber recht unterschiedlich aus, weshalb man den Unternehmen nur raten kann, auch die Qualität der von ihnen belieferten Betriebe strenger zu kontrollieren. Wir sind nicht die großen Freunde von Wacker-Kaffee, doch wenn man ihn schon trinkt, dann wenigstens im Stammhaus am Kornmarkt 9 mitten in der City, wo der Duft frischgerösteter Kaffeebohnen animiert und die Stimmung so großartig ist, dass die Leute Schlange stehen und selbst bei strenger Kälte an den Stehtischen vor der Tür kleben. Auf der Berger Straße und im Mittelweg befinden sich die schönsten Wacker-Cafés, doch fallen dort die Ergebnisse so unterschiedlich aus, wie es auch die Bedienungen sein können. Bei Cash & Coffee, der Wechselstube im schönen Fachwerkhaus Engel auf dem Römerberg, wird der Wacker-Kaffee immerhin mit guten Kuchen und einem Panoramablick auf den Römerberg veredelt. Das gleich gegenüber liegende Café Einstein ist eine nette Adresse mit solidem Mainstream-Cappuccino, viel Leselektüre und ebenfalls toller Aussicht auf Frankfurts schönsten Platz.

Der Stern-Kaffee von der Rösterei Wissmüller ist Frankfurt-Geschichte. Der hochbetagt verstorbene Patron Hermann Wissmüler hat sie begründet, wobei die Nachkommen schon länger das Geschäft führen. Der Hauptbetrieb in der Leipziger Straße 39 in Bockenheim hat den überstrapazierten Begriff Kultbetrieb wahrlich verdient, das Café war ein Unikat mit Charakter, im Hof wird leider kein Kaffee mehr ausgeschenkt, der Ladenbetrieb bleibt erhalten. Die sehr sympathisch geführten Filiale am Paulsplatz heißt jetzt Tacheles und bietet neben Kaffee und Kuchen auch vegetarische Happen.

 

Das muss nicht sein

 

Café Coo Coo, Dortelweiler Str, 7

Dass Monika Stojanovska Hessens einzige diplomierte Kaffee-Sommelière sein soll, könnte vielleicht unter dem Stichwort „exotische Besonderheit“ abgelegt werden. Schade nur, dass sie glaubt, unfreundliches Auftreten wäre eine Zierde. Der Cappuccino war bislang gut, inzwischen schwächelt das Lokal aber erheblich. Sympathisch war die Chefin noch nie, jetzt aber missrät ihr auch der Cappuccino – verbrannter Milchschaum ohne Stand und kaputtgekochter Kaffee sind ein Ärgernis, und das für 3,20 € die Tasse. Das  Coo Coo war allein wegen seiner einzigartigen Lage inmitten einer Gärtnerei besuchenswert. Doch dieses Café am Bornheimer Friedhof ist für uns gestorben.

Daumen runter

Bloody Hell!

 

Café Rosso, Frankfurt, Alte Oper, Opernplatz 1 

Das Café nutzt seinen Platzvorteil rigoros und setzt einen völlig unterbesetzten Service völlig unnötig Gästebeschimpfungen aus. Wer Cappuccino bestellt, wird zunächst einmal mit einer angekündigten Wartezeit von 15 Minuten erschreckt. Sodann kommt eine verschwappte Tasse dünner Brühe mit flauem Milchschaum, der zu allem Überdruss auch noch mit Kakaopulver bestreut wird. Für diese grausige Leistung wird auch noch Geld verlangt. Cappuccino, 3,40 €, mal nackt, mal mit Gebäck.

Daumen runter

Bloody Hell!

 

 

 

 

 

Oosten, Frankfurt, Mayfahrthstr. 4 am Mainufer 

Das im Grunde sympathische Lokal enttäuscht von Anfang an durch seinen miserabel zubereiteten Cappuccino (Wacker-Kaffee), bei dem einfach alles falsch ist, von der Temperatur bis zum Schaum. Cappuccino 3,30 €, nackt.

Daumen runter

Bloody Hell!

 

 

 

 

 

Willie James, Frankfurt, Schillerstr. 10

Tagsüber Café, abends eher Bar, fragt man sich, für was dieses Lokal eigentlich steht. Der Cappuccino ist jedenfalls so erbärmlich, dass man sich weitere Kostproben sparen möchte. Cappuccino 3,20 €, nackt.

Daumen runter

Bloody Hell!

 

 

 

 

 

Schiffercafé, Frankfurt, Schifferstr. 36

Daumen runter

Bloody Hell!

So schlecht muss man das erst einmal hinbekommen: Bitter und dünn zugleich, der noch rudimentär vorhandenen Milchschaum zerfällt schon beim Servieren in seine Moleküle. Erstaunlich, was man so alles aus einem harmlosen Heißgetränk machen kann. Der Kaffee wird von der Frankfurter Traditionsbohne Wacker geliefert und ist so nicht im Ansatz wiederzuerkennen. Cappuccino: 2,30 €, nackt.

 

Operncafé, Frankfurt, Opernplatz

Daumen runter

Bloody Hell!

An einem der schönsten Plätze der Stadt, für viele gar der Terrassen-Primus schlechthin, liegt gastronomisch vieles im Argen. Der Cappuccino im Operncafé fällt zwar sehr groß aus, schmeckt aber entsetzlich. Schon die üble Farbe lässt nichts Gutes erahnen, auf der Zunge bleibt ein fahler Eindruck, das auf der braunen Masse dümpelnde Schäumchen fällt gleich in sich zusammen. Die Preise sind dagegen deutlich phantasievoller. Cappuccino: 3,80 €, nackt.

Unsere Top Ten Texte werden stetig aktualisiert, Kritiken und Rangfolgen  können sich ändern

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