Neue Kaffee-Sterne am Bohnenhimmel | BISS

Neue Kaffee-Sterne am Bohnenhimmel

Café Aniis Frankfurt

Cappuccino

Wo Kaffee die Bohne wert ist

 

Top Ten Frankfurt

Der große Tassen-Test

 

Von Ludwig Fienhold

& dem BISS-Team

 

Manchmal ist Kaffee nicht die Bohne wert. Da fragt man sich: Wie blöd sind eigentlich unsere Cafés und vor allem, für wie doof halten sie ihre Gäste? Verbrannter und viel zu heiß abgekochter Cappuccino mit ebenfalls überhitzter Milch sowie porösem Schaum, auf dem auch noch Schokopulver schwimmt – das ist die bittere Wahrheit in der Mehrzahl der Cafés. Inzwischen sind selbst die italienischen Cafés so verdammt assimiliert, dass sie oft ungefragt Schokopulver einsetzen. Man muss leider viel zu oft genau seine Wünsche äußern, sonst wird man unangenehm überrascht. Das ist in ganz Deutschland so, aber speziell auch in Frankfurt, wo es mehr Cafés als Banken gibt, vor allem aber leider zu wenig gute.

Die Rendite ist gerade beim Kaffee besonders hoch, weshalb jeder damit Gewinn machen will. Leider auch die, die nicht mal Wasser kochen können.  Dabei ist es einfach, den richtigen Umgang mit Kaffee und Maschine zu lernen. Kaffee-Koryphäe Peter Gerigk belegt seit Jahren seine Kompetenz mit zwei Espresso-Stores und einem Fachhandel. Zudem bietet er Barista-Kurse an, die stets schnell ausgebucht sind. Für Kaffeeliebhaber lohnt sich diese Investition, vor allem aber für Gastronomen, die sich oder ihre Mitarbeiter auf diese Weise schulen lassen können. Wo es guten Kaffee oder Cappuccino gibt, wird auch mehr davon umgesetzt.

Espresso Store

Espresso Store

Der Espresso-Store in der Kleinmarkthalle ist für viele Kaffeefreunde besonders gut. Leider kann man dort seine Tasse nur im Stehen genießen, dafür schmeckt sie aber seit 2008 konstant gut. Das liegt auch an der Kaffeemaschine. Die  +4you von Astoria war die erste viergruppige Maschine dieses Bautyps in Deutschland und gilt als der Bugatti unter den Kaffeezubereitern. Mit der Technik, die laut Peter Gerigk Temperaturschwankungen nahezu ausschließt, wird je nach Kaffeesorte die optimale Zubereitungstemperatur garantiert.

Cappuccino gehört zu den beliebtesten Getränken in Deutschland, aber auch zu denen, die oft schlecht aufgetischt werden. Beim großen Tassen-Test haben wir unsere Top Ten gewählt und warnen vor den besonders schlechten Adressen. Der Artikel wird ständig aktualisiert

 

Top Ten

 

Hier gibt es den besten Cappuccino

Unsere Favoriten in Frankfurt

 

Nr. 1

Oheim, Oppenheimer Landstr. 48

Oheim - 1Schönes Wohnzimmer-Café mit Spitzenkaffees und einem herausragenden Cappuccino, der perfekt und mit Frischmilch zubereitet wird. Wechselnde Sorten im Ausschank, die Hausmarke ist spitze. Neben solidem Barista-Handwerk darf man allerbeste hausgemachte Leckereien erwarten. Rundum klasse, individuell und sympathisch. Cappuccino 3 €, nackt.

Nr. 2

The Holy Cross Brewing Society, Fahrgasse 7

Beschreibung hinzufügen …Cappuccino Holy CrossAus dem Stand gleich nach oben katapultiert. Wie geht denn das? Einfach alles richtig machen! Ausgezeichnete individuelle Kaffeeauswahl, perfekt zubereiteter Cappuccino von wechselnden Farmen und Röstereien – korrekte Temperatur, frische Landmilch vom Weidenhof in Wächtersbach, Schaum von guter Konsistenz mit langem Stand. Viele sehr gute hausgemachte Sachen, wie Stullen und Suppen, wobei die Kuchen besonders lecker ausfallen – Käseschmand und Kürbistarte sind umwerfend gut., aber auch die Croissants. Der supernette Latzhosenservice gibt allem ein Sahnehäubchen obenauf. Das Café kann auch optisch punkten: Heitere Küchenatmosphäre trifft urbanen Schick. Der Chef versteht sein Handwerk, Mathias Stalter konnte schon mit seiner kleinen „Kaffemacherei“ im Frankfurter Nordend Qualität beweisen und hat zwar jetzt an anderer Stelle ein neues Lokal eröffnet, ist aber nicht mehr ganz neu im Geschäft. Die Adresse in der gastronomisch neu erwachten Fahrgasse ist sicher keine schlechte Wahl, wenngleich ganz in der Nähe immerhin sehr viele Cafés betrieben werden. Cappuccino: 2,90 €, nackt.

Nr. 3

Hoppenworth & Ploch, Friedberger Landstr. 86

Hoppenworth & Ploch Das junge „Hopplo“-Duo zieht konsequent und auf hohem Niveau sein Kaffee-Konzept durch. Matthias Hoppenworth und Julian Ploch holen aus jeder Tasse ein Optimum an Qualität heraus, in der eigenen Rösterei an der Friedberger Landstraße schmeckt der Cappuccino/Kaffee/Espresso am besten: Der feinwürzige, leicht schokoladige, milde Brasilianer Fazenda Capoeira, der sanft fruchtige Shilcho aus Äthiopien und der kraftvolle La Divina Providencia aus El Salvador. Solche exzellenten, sortentypischen, ausdrucksvollen, seidigen und überraschend andersartigen Kaffees sind eine Ausnahmeerscheinung. Die Milch für den Cappuccino kommt übrigens vom Weidenhof aus Wächtersbach mit hofeigener Molkerei. Unbedingt auch den kalten (!) Karimikui aus Kenia probieren, der ungewöhnlich fruchtig schmeckt. Cappuccino: 3 – 3,60 €, nackt.

Nr. 4

Espresso-Store, Kleinmarkthalle

Peter Gerigk

Peter Gerigk

Der Cappuccino im Espresso-Store in der Kleinmarkthalle meist fällt so aus wie er sein soll: Aromatisch, korrekt temperiert und von einer samtig dichten Milchhaube mit Stand gekrönt. Unser Favorit war einst Fantini aus Rom, ein kräftiger, ausdrucksvoller und leicht öliger Götterstoff, der leider aus nicht nachvollziehbaren Gründen gestrichen wurde. Bis auf einen wechselnden Gastkaffee kommen alle Sorten aus der eigenen Kaffeerösterei. Peter Gerigk betreibt mit der Frankfurter Kaffeerösterei ein eigenes Label mit verschiedenen Sorten. Der Service am Kaffeestand ist recht rustikal und bisweilen schnippisch. Cappuccino: 2,90 €, Gebäckstück.

 

 

 

Nr. 5

Aniis, Hanauer Landstr. 82

Café Aniis FrankfurtRaum für Kaffee-Kultur, nennt sich das noch relativ neue Lokal. Ein schönes Café in (noch) wenig schöner Umgebung. Einer muss ja mal den Anfang machen. Dunkle Holzoptik, wie selbst mit sicherer Hand zurechtgezimmertes Mobiliar. Ein afrikanisch kaffeebraunes Porträt in Übergröße gibt den Ton an. Es gibt unter anderem frische Brühkaffees und zwei Cappuccino, die Hausmarke und einen aus Kolumbien – beide sehr gut, der kolumbianische ein klein wenig spannender. Rachid el Ofairi versteht sein Handwerk. Aniis steht im Arabischen für „guter Freund“ – so kann man sich in diesem netten und ambitionierten Café auch fühlen. Cappuccino 2,90, nackt.

 

Nr. 6

L´Art Sucré, Freßgass 25

Macarons von Köller

Der Weltklasse-Pâtissier Florian Köller hat jetzt nach Wiesbaden und Bad Homburg auch eine Edelnasch-Boutique mit Café in Frankfurt eröffnet. Die Macarons, Pralinen und Küchlein gehören zum Besten, was es in diesem Genre auf der Erde gibt, auch der Haus-Cappuccino fällt sehr gut aus. Cappuccino: 3,20 €, nackt

 

 

Nr. 7

Zeit für Brot, Oeder Weg 15

Es duftet oft nach frischem Brot und anderen Backwaren, die offen einsehbare Backstube vermittelt solides Handwerk. Das Laden-Lokal ist jedenfalls eine gute Adresse. Der Cappuccino ist von feiner Cremigkeit und von mittelkräftigem Ausdruck. Der ideale Cappuccino für jeden Tag. 3,30 € nackt.

Nr. 8

Bitter & Zart, Brauchbachstr. 14

Bitter und Zart

Das schnucklige Café und seine fröhlichen Mitarbeiterinnen servieren hervorragende Torten und die besten Macarons in ganz Deutschland (von Florian Köller). Im Grunde ist auch der Gorilla-Kaffee erstklassig, doch fällt er sehr schwankend aus, weil offenbar das Personal sehr unterschiedlich geschult ist. Cappuccino: 3,20, Gebäckstück.

 

Nr. 9

Margarete, Braubachstraße 18

Margarete

Inzwischen gehört der Cappuccino in der Margarete zur Spitze. Der Kaffee von der Frankfurter Rösterei Wissmüller gefällt durch sein harmonisches Aroma und den dichten lange währenden Milchschaum.  Meist bekommt man dazu ein besonders delikates Backwerk aus der Patisserie. Positiv, dass es immer Zeitungen gibt, auch sonntags. Cappuccino: 3 €, Gebäckstück.

 

 

 

Nr. 10

Bohnerie, Eschersheimer Landstr. 14

Cafe BohnerieDen Zuruf des Chefs „Fühlt euch wie zu Hause“ nehmen vor allem Mütter mit Kleinkindern etwas zu wörtlich. Der Gast kann sich in diesem netten Röstsalon mit Tischen aber wohl fühlen, das Personal ist durchweg sympathisch und engagiert. Es werden drei verschiedene Röstmischungen angeboten, für einen Cappuccino eignet sich am besten die Cuvée 6040 aus Brasil & Java Bohnen. Auf der ersten Etage ziehen sich jene zurück, die ungestört am Computer arbeiten wollen. Cappuccino 2,70 € nackt.

 

Weitere Tipps für Cappuccino-Genießer

 

Imorii, Braubachstr. 24

ImoriDas japanische Café ist besonders hübsch & herzig eingerichtet. Viele Desserts sind köstlich, vor allem der New York Cheesecake. Ein ganz kleines Stück vom Glück kostet allerdings auch unwirtliche 4,40 €. Der Cappuccino schmeckt sehr gut und aromatisch und wird korrekt temperiert und mit Milchschaum von Stand serviert.  3,30 €, nackt. Er basiert auf den Bohnen der Kaffeerösterei Langen aus Medenbach im Hochsauerland.

 

K´tie´s, Textorstr. 81

Zauberhafte Zitronentarte

Zauberhafte Zitronentarte

Das stark französisch inspirierte Café K´tie´s in Sachsenhausen gehört zu den schönsten Cafés der Stadt und ist von unaufdringlichem Charme. Puppenstuben-Romantik mit vielen geschmackvollen Details, fast alles vom Tisch bis zur Lampe kann gekauft werden. Außerdem wird ein sehr guter Cappuccino serviert, dessen Grundlage der säurearme Permonti-Espresso aus der kleinen Privatrösterei W&S aus Linsengericht ist. Dazu gibt es hausgemachte Kuchen, wobei die Zitronentarte einfach göttlich schmeckt. Mit Gefühl zubereitet von Tina, die viele noch aus Mario Lohningers Cocoon kennen. Lektüre, das haben inzwischen viele Cafés erkannt, gehört hier zur gästefreundlichen Grundausstattung. Das Café hat inzwischen den Besitzer gewechselt. Cappuccino 3 €, nackt.

 

Manufactum, Opernturm, Bockenheimer Anlage 49-50

Elitärer Tante-Emma-Laden für den anspruchsvollen Tagedieb. Wer einmal in diese Welt eingetreten ist, wird mit dem Herumschnüffeln nicht aufhören können und die Zeit vergessen. Neben ausgesuchten Delikatessen, Küchenaccessoires und hochpreisigem Lifestyle-Mobiliar, lässt es sich im angeschlossenen Bisto-Café Brot & Butter hübsch tafeln. Dort wird auch ein ausgezeichneter Cappuccino in großen Tassen serviert, dessen Kaffee/Espresso aus der italienischen Rösterei Trinci stammt, wo man die Bohnen noch immer nach alter Tradition über Holz röstet. Cappuccino 3 €, nackt.

 

Demarchi Bar, Walther-von-Cronberg-Platz 9

Die italienische Trilogie aus den Restaurants Biancalani und Casa di Tomilaia sowie der dazwischen liegenden Bar Demarchi gehört zu den bemerkenswertesten gastronomischen Unternehmen der Stadt. Das drückt sich auch beim Cappuccino aus, der deutlich aus der braunen Masse herausragt und in allen drei Lokalen zu haben ist. Geliefert wird der Stoff von der erstklassigen Kaffeerösterei Mokaflor aus Florenz, der sonst nicht in Frankfurt zu finden sein dürfte. Der Cappuccino ist von feiner Aromatik und schmeckt geradezu angenehm süffig, was zu einer zweiten Tasse animiert.

Im Ojo de Agua in der Frankfurter Hochstraße 27 stehen zwar Fleischgerichte an erster Stelle, doch das Qualitätsbewusstsein der Betreiber, Maximilian Graf von Saurma, Moritz Graf zu Stolberg und Dieter Meier, zieht sich durch das ganze durchgehend geöffnete und damit auch für eine Kaffeepause geeignete Lokal. Der Cappuccino heißt Ocoa, kommt aus der Dominikanischen Republik und ist Dieter Meiers Hausmarke in all seinen Lokalen. Cappuccino: 2,90 €, nackt.

Ojo de Agua

Ojo de Agua

 

Die Foccaceria Koobasi auf der Freßgass 28 bietet nicht nur leckere Flammkuchen und gute belegte Fladenbrote, sondern auch Cappuccino an. Einen besonders guten auch noch, mit feinem Aroma und standfestem Schaum. Die Basis dafür kommt von der kleinen privaten Edelrösterei Schmidt aus Dreieich bei Frankfurt. Der Service im klitzekleinen Koobasi ist besonders nett und kennt sich gut aus. Cappuccino 2,80 €, nackt.wischen aber auch für Cappuccino. Der kommt von Piccolo & Dolce, fällt schön kräftig aus und wird von zarten Händen der rundum netten Servicedamen serviert. 3,30 €, nackt.

Die Osteria am Westhafen in der Speicherstraße 1 ist für ihre Pizza bekannt, doch wird dort auch ein sehr guter Kaffee/Cappuccino von der Berliner Manufaktur Andraschko serviert. Garniert mit einem Blick auf die Boote, die vor den Häusern ankern und mit Seemansgarn umspinnen. Cappuccino: 2,50 €, nackt.

Rathaus auf dem Römerberg

Rathaus auf dem Römerberg

Die beliebten Frankfurter Traditionsbetriebe Wissmüller und Wacker setzen sich verstärkt auf dem Markt durch. Die immer mehr Absatz findenden Produkte von Wacker fallen aber von Ort zu Ort unterschiedlich aus, weshalb dem Unternehmen dringend geraten sei, auch die Qualität der von ihnen belieferten Betriebe strenger zu kontrollieren. Wir sind nicht unbedingt die ganz großen Freunde von Wacker-Kaffee, doch wenn man ihn trinkt, dann wenigstens im Stammhaus am Kornmarkt 9 mitten in der City, wo der Duft frischgerösteter Kaffeebohnen animiert und die Stimmung so großartig ist, dass die Leute Schlange stehen und selbst bei strenger Kälte an den Stehtischen vor der Tür kleben. Auf der Berger Straße und im Mittelweg befinden sich die schönsten Wacker-Cafés, doch fallen dort die Ergebnisse so unterschiedlich aus, wie es auch die Bedienungen sein können.  Bei Cash & Coffee, der Wechselstube im schönen Fachwerkhaus Engel auf dem Römerberg, wird der Wacker-Kaffee immerhin mit guten Kuchen und einem Panoramablick auf den Römerberg veredelt. Das gleich gegenüber liegende Café Einstein ist eine nette Adresse mit solidem Cappuccino, viel Leselektüre und toller Aussicht auf Frankfurts schönsten Platz.

Der Stern-Kaffee von der Rösterei Wissmüller ist Frankfurt-Geschichte. Der inzwischen hochbetagt verstorbene Patron Hermann Wissmüler hat sie begründet, wobei die Nachkommen schon länger das Geschäft führen. Der Hauptbetrieb in der Leipziger Straße 39 in Bockenheim hat den überstrapazierten Begriff Kultbetrieb wahrlich verdient, das Café ist ein Unikat mit Charakter. Mit der sehr sympathisch geführten Filiale am Paulsplatz sind wir leider nicht so ganz glücklich, die Leistungen schwanken erheblich, der Cappuccino gerät mal ganz gut und dann wieder gar nicht korrekt. Immerhin ist inzwischen ein dezenter Wandel zu spüren ist, der hoffen lässt.

 

Das muss nicht sein

 

Café Coo Coo, Dortelweiler Str, 7

Dass Monika Stojanovska Hessens einzige diplomierte Kaffee-Sommelière sein soll, könnte vielleicht unter dem Stichwort „exotische Besonderheit“ abgelegt werden. Schade nur, dass sie glaubt, verhaltensgestörtes, unfreundliches Auftreten wäre eine Zierde. Der Cappuccino war bislang gut, inzwischen schwächelt das Lokal aber erheblich. Sympathisch war die Chefin noch nie, jetzt aber missrät ihr auch der Cappuccino – verbrannter Milchschaum ohne Stand und kaputtgekochter Kaffee sind ein Ärgernis, und das für 3,20 € die Tasse. Das  Coo Coo war allein wegen seiner einzigartigen Lage inmitten einer Gärtnerei besuchenswert. Doch dieses Café am Bornheimer Friedhof ist für uns gestorben.

Daumen runter

Bloody Hell!

 

Café Rosso, Frankfurt, Alte Oper, Opernplatz 1 

Das Café nutzt seinen Platzvorteil rigoros und setzt einen völlig unterbesetzten Service völlig unnötig Gästebeschimpfungen aus. Wer Cappuccino bestellt, wird zunächst einmal mit einer angekündigten Wartezeit von 15 Minuten erschreckt. Sodann kommt eine verschwappte Tasse dünner Brühe mit flauem Milchschaum, der zu allem Überdruss auch noch mit Kakaopulver bestreut wird. Für diese grausige Leistung wird auch noch Geld verlangt. Cappuccino, 3,40 €, mal nackt, mal mit Gebäck.

Daumen runter

Bloody Hell!

 

 

 

 

 

Oosten, Frankfurt, Mayfahrthstr. 4 am Mainufer 

Das im Grunde sympathische Lokal enttäuscht von Anfang an durch seinen miserabel zubereiteten Cappuccino (Wacker-Kaffee), bei dem einfach alles falsch ist, von der Temperatur bis zum Schaum. Cappuccino 3,30 €, nackt.

Daumen runter

Bloody Hell!

 

 

 

 

 

Willi James, Frankfurt, Schillerstr. 10

Tagsüber Café, abends eher Bar, fragt man sich, für was dieses Lokal eigentlich steht. Der Cappuccino ist jedenfalls so erbärmlich, dass man sich weitere Kostproben sparen möchte. Cappuccino 3,20 €, nackt.

Daumen runter

Bloody Hell!

 

 

 

 

 

Schiffercafé, Frankfurt, Schifferstr. 36

Daumen runter

Bloody Hell!

So schlecht muss man das erst einmal hinbekommen: Bitter und dünn zugleich, der noch rudimentär vorhandenen Milchschaum zerfällt schon beim Servieren in seine Moleküle. Erstaunlich, was man so alles aus einem harmlosen Heißgetränk machen kann. Der Kaffee wird von der Frankfurter Traditionsbohne Wacker geliefert und ist so nicht im Ansatz wiederzuerkennen. Cappuccino: 2,30 €, nackt.

 

Operncafé, Frankfurt, Opernplatz

Daumen runter

Bloody Hell!

An einem der schönsten Plätze der Stadt, für viele gar der Terrassen-Primus schlechthin, liegt gastronomisch vieles im Argen. Der Cappuccino im Operncafé fällt zwar sehr groß aus, schmeckt aber entsetzlich. Schon die üble Farbe lässt nichts Gutes erahnen, auf der Zunge bleibt ein fahler Eindruck, das auf der braunen Masse dümpelnde Schäumchen fällt gleich in sich zusammen. Die Preise sind dagegen deutlich phantasievoller. Cappuccino: 3,80 €, nackt.

 

Café Hauptwache, Frankfurt, Hauptwache

Daumen runter

Bloody Hell!

Der zentralste Punkt der Stadt zieht die Menschen magisch an. Die Hauptwache hat zudem Geschichte zu bieten, das Lokal ist von äußerlichem Charme. Der Cappuccino ist inzwischen etwas besser geworden (Rösterei Joerges), aber noch lange nicht gut genug. Schon gar nicht für 3,90 € die kleine Tasse (4,80 € große Tasse). Vielleicht sollte man diesen Preis als eine Art Eintritt mit Verweildauer sehen, immerhin halten sich einige Gäste stundenlang daran fest, weshalb man unter Umständen verstehen kann, dass die Preise hier etwas anders ausfallen. Der Service ist immer flott und freundlich, die Gäste können das ganze Jahr über auf der schönen Terrasse sitzen, weil Heizstrahler und Wärmedecken im Einsatz sind.

Unsere Top Ten Texte werden stetig aktualisiert, Kritiken und Rangfolgen  können sich ändern.

 

 

 

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