Corona: Gastronomie & Handel mit neuen Angeboten | BISS

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Corona: Gastronomie & Handel mit neuen Angeboten

Kleinmarkthalle - 1

Take Away & Lieferservice

 

Gute Qualität,

vernünftige Preise

 

Fast alle Gastronomiebetriebe sind vom Shutdown betroffen, manche haben noch eine Nische zum Weitermachen gefunden. Auch der Handel will nicht alles den Discountern überlassen und bietet einen Lieferservice an. Einige bemerkenswerte Adressen stellen wir an dieser Stelle vor. Dies ist nur eine handverlesene  Auswahl, bei denen uns die Qualität überzeugt. Auf unserer Facebookseite werden weiterhin interessante Ideen und Angebote veröffentlicht und aktualisiert. Die Daten verändern sich stündlich, also immer besser vorher bei den entsprechenden Betrieben anrufen.

Metzgerei Dey

In der Neuen Altstadt in Frankfurt ist es totenstill. Den Anwohnern dürfte die gewonnene Ruhe gefallen, keine tönenden Stadtführer und Touristenmassen, keine schrägen Straßenmusikanten. Das öffentliche Leben hängt an einem Zipfel, dem der Wurst der Altstadtmetzgerei und Wurstbraterei Dey. Nur dort herrscht so etwas wie Leben, wobei jeder an den Stehtischen mit Abstand zum nächsten in die Wurst beißt. Das Familienunternehmen Dey hat dort  ein Zuhause gefunden, wo einst auch die alten Schirne mit ihren Ständen zu finden waren. Steffen & Stefanie Fries, die bislang zu den bekannten Größen in der Kleinmarkthalle gehörten, sind nun in Frankfurts jüngster Attraktion heimisch geworden. Die Fleischwurst und die Frankfurter Würstchen sind gut, die Grünen Soße ist keine Mayonnaisenpampe, sondern ein kräuterintensives Ereignis. Zwischen 10 und 14 Uhr kann man sich ab einem Warenwert von 30 € im Frankfurter und Offenbacher Stadtgebiet auch alles ins Haus liefern lassen – zum Nulltarif.  Man bestellt direkt beim Personal am Stand (Markt 15) oder per Telefon 069 29 48 20.

Auch die Frankfurter Kleinmarkthalle, wo oft kein Durchkommen ist, erscheint dieser Tage unwirklich leer. Einige Stände haben bereits ganz geschlossen, andere halten noch durch. Einer von ihnen ist der Stand 106 von Mehmet Yikit mit Obst und Gemüse von Qualität (Bild oben rechts). Da die Kunden immer weniger hierherkommen, bietet er ihnen Hauslieferungen an. Tel. 069 92 88 16 34.

Eines der besten und nettesten Imbissläden der Stadt ist das Denkmahl  mit marokkanischem Streetfood. Für 4,50 € gibt es kaum etwas Besseres als das marokkanische Maisbaguette mit bestens gewürztem saftigen Hackfleisch, Salat und Oliven. Man findet nur eine kleine Auswahl an Happen, aber keine Nieten. Das Souterrain-Minilokal hält sich in der Großen Fischerstraße 19 versteckt, in der Nähe vom Restaurant Seven Swans. Die 16 Sitzplätze können derzeit natürlich nicht genutzt werden, aber als Take Away ist das Denkmahl erste Wahl. Tel. 01523 6528024.

Hummus kann ein ziemlicher Kleister sein, doch die Hummus Küch´ in der Textorstraße 31 serviert allerfeinstes, cremiges, samtweiches und nussiges Kichererbsen-Sesam-Mousse.  Ein besseres Hummus wird man nicht finden. Ein kleines Töpfchen reicht zwar für zwei Personen, doch lieber gleich die große Portion wählen. Man kann sich diese und andere vegetarische Gerichte liefern lassen oder selbst abholen. Aber immer vorher anrufen, denn es gibt derzeit keine geregelten Öffnungszeiten. Tel. 069 24247916.

Die erstklassig sortierte Käsestube in der Schillerstraße 30-40 ist mit 200 handwerklich hergestellten Käsesorten aus Europa und Hessen gut aufgestellt. Man kann dort noch einkaufen, neben Käse gibt es auch Milch und Weine. Wer nicht aus dem Haus kann, darf sich auch beliefern lassen. Der diplomierte Käseexperte Danny Kevorkyan und sein Team offerieren verschiedene Survival Packages, je nach Umfang für 32,50 bis 39,50 €. Ein Beispiel: Je 2 Sorten Weich- und Schnittkäse jeweils 100g aus Schafs-, Kuh-, Ziegen- und Büffelmilch. 1 Schale Valencia Mandeln, 1 Schale Oliven mit halbgetrockneten Tomaten,1 Baguette, 1 Glas Birnen-Noilly-Prat Confit, 1 Flasche Sauvignon Blanc von Peth-Wetz. Preis 32,50 €. Geliefert wird derzeit noch frei Haus immer donnerstags zwischen 9 und 11 Uhr sowie zwischen 15 und 17 Uhr in Frankfurt, Bad Homburg und Oberursel. Aber: Unbedingt spätestens bis Mittwoch 17 Uhr bestellen. Tel. 069 269 168 14.

Juan Weinhold vom gang & gäbe

Am Walther-von-Cronberg-Platz am Mainufer in Sachsenhausen gibt auch noch positive Lebenszeichen. Das gang & gäbe hält die Stellung, aber nicht mehr als Restaurant, sondern als Weinhandel mit Gerichten zum Mitnehmen. Pasta, Salate und Suppen sowie Knoblauch-Gambas, Krustenbraten oder Schnitzel sind zu haben. Zudem gute Weine und Schaumweine zu moderaten Preisen, der Sekt von Griesel macht gute Laune. Markierungen zeigen, wo Kunden zu stehen haben, damit sie auf Distanz bleiben. Man holt sich alles an einer  Theke ab, die gebührend Abstand bietet.

Unter den Spitzenrestaurants hält lediglich das noch relativ neue Ecume an der Friedberger Landstraße 62 seinen Betrieb aufrecht. Selbstredend nicht als Restaurant, aber als Basis für Lieferungen ins Haus oder für Abholer. Auch Weine und ausgezeichnete Champagner sind zu bekommen, mit einem Rabatt von 20 %. Telefonisch oder per Mail zu bestellen. Von Dienstag bis Sonntag zwischen 12 und 21 Uhr. Zu bekommen sind unter anderem Skrei mit Belugalinsen, Fenchel und Bergamot oder Maishuhn mit geräuchertem Aal und Wirsing  sowie Schweinebauch mit Salzpflaume, Karotte und Blutwurst. Die Lieferkarte mitsamt den Preisen findet man auf der Webseite des Restaurants. Tel 069 90 43 73 07. www.restaurant-lecume.de

Ludwig Fienhold & BISS Team

 

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