Frankfurts Flaniermeile bekommt Schlagseite
Gleich zwei neue italienische Lokale, die auf Pizza und Pasta setzen, kommen auf die bekannteste Flaniermeile Frankfurts, die Freßgass. Das Pomodoro wird dort eröffnen, wo zuvor das glücklose Monchis mit wechselnden Konzepten sein Dasein im Dunkeln verbrachte. Das neue Pomodoro verspricht Pizza, Pasta & Amore. Gastronom Catello „Lello“ Longobardi führt bislang noch ein Lokal mit seinem Namen im Hotel The Flag an der Oscar-von-Miller-Straße, das kulinarisch unauffällig ist. Dort wird Tagliolini Parmigiano aufgetischt, Bandnudeln aus dem Parmesanlaib, was vor zwanzig Jahren schon nicht lustig war. Hoffentlich besinnt sich Catello Longabordi auf der Freßgass auf andere Gerichte. Der Name Pomodoro erinnert schließlich an die Glanzzeit der Freßgass, als dort mit dem Restaurant Tomate ein absoluter Hotspot die ganze Stadt auffrischte und durch eine besonders amüsante Atmosphäre, sehr sympathischen Service und sogar noch gutes Essen Lebensfreude verbreitete.
Wo einst das Steakhaus Maredo zu Hause war, soll nun das Lokal 60 Seconds to Napoli seinen Platz finden. Der Name bezieht sich auf die 60 Sekunden, in der die Pizza fertig ist. Der Kettenbetrieb mit 35 Lokalen in ganz Deutschland gibt sich neapolitanisch, was man auch durch einen leicht angebrannten, dicken, aufgeblasen-luftigen Pizzarand (Cornicione) demonstrieren will.
Pomodoro und 60 Seconds to Napoli liegen dicht beieinander, dazwischen hat noch das große italienische Restaurant Gentorellis Platz. Dies wurde zuvor von Edoardo Gregorelli betrieben, der dort sein Gregorellis erfolgreich etablierte und inzwischen das Restaurant Die Leiter mit guter Küche leitet, in der es zwar auch italienische Gerichte gibt, wo aber mit Alexander Gschaider ein Österreicher am Herd steht. Neben der Leiter findet sich das Gallo Nero und dazwischen das Bambina da Scialpi, das von Patricia Scialpi geführt wird, der in der nahen Hochstraße noch ein weiteres Lokal mit Pizza und Pasta namens Scialpi gehört. Das Vini di Sabatini aus dem Westend hat auf der Freßgass noch eine kleine Filiale namens Centro Sabatini.
Überraschung: An die Stelle, an der vor Jahren Pino sein gleichnamiges Lokal führte und davor das Garibaldi zu Hause war, zieht nun nach langem Leerstand Frau Fritz mit „German Cuisine“ ein. Italienisch ist auf der Freßgass auch noch das Monza Café und der Eissalon Dolce. Der sich an die Freßgass anschließende Opernplatz wird von italienischen Restaurants ebenfalls überproportional heimgesucht.
Ludwig Fienhold
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