Guide Michelin Frankreich: Garin löst Caspar ab

Gilbert Garin übernimmt die Chefredaktion

der Deutschen Juliane Caspar

 

Von Jörg Zipprick

 

Vielleicht mehr als nur ein Personalwechsel: Gilbert Garin (55) ist neuer Chefredakteur des französischen Guide Michelin und löst damit die Deutsche Juliane Caspar ab. Auch sonst geht der Michelin neue Wege

Der gelernte Koch Gilbert Garin steht seit 2004 im Dienste des Guides. Dort testete er nicht nur, sondern soll sich auch während der strategisch wichtigen Erweiterungen der Guide-Michelin-Familie im Ausland bewährt haben. Garin gehört derzeit zu den dienstältesten Inspektoren. Insider attestieren ihm Zuverlässigkeit, kulinarische Sachkenntnis und großes Fachwissen im Hinblick auf die umfangreiche Datenbank des Guides. Damit bestätigt sich einmal mehr, dass der Posten des Chefredakteurs des Michelin France heute nicht mehr auf Lebenszeit vergeben wird. Unter André Trichot (1968-1985) und Bernard Naegellen (1985-2000) war das anders, doch seit der kurzen Amtsperiode von Derek Brown gibt es keine Dauer-Direktoren mehr. Ob Juliane Caspar aufsteigt oder umsteigt, bleibt abzuwarten, eine Pressemitteilung besagt, dass sie anderweitig Verantwortung im Hause übernehmen wird („appelée à d’autres responsabilités au sein du Groupe“).

Ohne große Verlautbarungen hat sich der Michelin in den letzten Jahren gewandelt. Auswüchse wurden – diskret – beschnitten: Der flamboyante Fausto Arrighi (Michelin Italia), der es mit dem Anonymat nie so genau nahm, gehört heute ebenso wenig zum roten Guide wie ehemalige Inspektoren, denen die Branche eine Nähe zu gewissen großen Köchen nachsagte.

Mit dem Aufkauf von „Bookatable“ und „restaurantes.com“ wurden 2016 zwei Schwergewichte im Bereich Online-Reservierung übernommen. Branchenexperten vermuten eine Investition im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich, die sich freilich mittelfristig als lukrativ entpuppen sollte: Zweistellige Umsatzzuwächse pro Jahr gelten als möglich. Smartphone-Apps des Guide werden inzwischen vorrangig behandelt, in Shanghai erschien die Applikation vor der gedruckten Ausgabe. Partnerschaften mit Fremdenverkehrsämtern oder Sponsoren werden jetzt akzeptiert. Und der Guide setzt ganz auf neue und soziale Medien: Vor der Präsentation des nächsten Guide France gab es eine Twitter-Konferenz mit Inspektoren.

Gut möglich, dass Michelin damit ein Mittel gegen den Leserschwund der Guides und den Finanzierungsengpass der Restaurantkritik gefunden hat.

 

Zipprick-Buch

 

 

 

 

 

 

Buch von Jörg Zipprick

 

 




Rheingau Gourmet Festival: Junge Winzer & Gereifte Käse

Einige preiswerte Highlights

des Rheingau

Gourmet & Wein Festivals

 

The same procedure as every year? Nein, beim 21. Rheingau Gourmet & Wein-Festival hat sich manches geändert. Man schaut nicht nur nach den Küchensternen und weltbekannten Weingütern, sondern gibt auch Newcomern eine Chance. Ricky Saward vom Frankurter Lokal Chairs und Matthias Walter vom Burgrestaurant Staufeneck in Salach sind zwei von fünf Hoffnungsträgern, die beim Galadinner der „Young Chefs“ am 4. März im Kronenschlösschen in Hattenheim ihr Talent zeigen wollen. Begleitet werden sie von erfrischend guten Winzern, etwa Friedrich Becker jun. aus der Pfalz und Jochen Dreißigacker aus Rheinhessen. Moderator und Sommelier Kai Schattner sorgt dafür, dass es auch rhetorisch nicht trocken zugeht.

Coole Winzer der Generation Riesling verspricht ein Festival mit Tasting und Fingerfood am 7. März im Kronenschlösschen von 11.30 – 16.30 Uhr. Für soziale 48 € erlebt man 30 Weingüter und ihre Vertreter im Begrüßungszelt, im Restaurant und im Bistro. Neben Riesling sind auch Pinot Noirs zu verkosten, insgesamt 100 verschiedene Weine. Mit dabei sind beispielsweise Braunewell, Knewitz, Sinß oder Emil Bauer & Söhne (Bild oben: Martin Bauer). Eine Veranstaltung, bei der nicht gekleckert wird und gute Stimmung garantiert ist.

Affineur Reiner Wechs

Affineur Reiner Wechs

Viele schielen immer nach französischem Käse, dabei reift ein ganz besonderer auch im Rheingau. Der Beruf des Affineurs hat in Frankreich eine lange Tradition, hierzulande umweht den „Käse-Verfeinerer“ noch der Duft des Exotischen. Jeder Affineur hat seinen persönlichen Stil und versucht, seinen Käse so einzigartig wie möglich zu machen. Er spürt die besten Käse auf und pflegt die Rohkäse in seinen eigenen Reifekellern, bis sie im idealen Klima das typische Aroma und den perfekten Reifegrad erreichen. Die Rheingau-Affineure Anke Heymach und Reiner Wechs (Vater und Tochter) produzieren heimische Käse-Spezialitäten in bester Qualität: Rheingauer Runde (Munstertyp-samtweich, würzig-zart); Rheingauer Spätburgunder-Tresterkäse (Rarität, im Gewölbekeller gereift und eingelegt im Spätburgundertrester); Zisterzienser-Käse (kräftiger Bergkäse, würzig und markant) Äppelwoi-Käse; Bierkäse (aus dem Vorarlberg, mit Rheinhessen Bräubier verfeinert); Honig-Nuss-Käse; Blauschimmel-Lakritze. Die Milch stammt von heimischen Ziegen und Schafen, die Käse reifen in verschiedenen Gewölbekellern, unter anderem im Weingut Jakob Jung.

Beim Käse-Lunch am 2. März um 12 Uhr im Kronenschlösschen gibt es diese erstklassigen handwerklich verarbeiteten Käse sowie zum Abschluss noch einen Fourme d´Ambert im Blätterteig gebacken mit glasierten Portwein-Äpfeln. Dazu rare Ports von Ramos Pinto. Zuvor werden ausgesuchte Weine von Jakob Jung (Rheingau) und Sybille Kuntz (Mosel) serviert.

Das 21. Rheingau Gourmet & Wein-Festival, das vom 23. Februar bis 12. März stattfindet, ist für viele Überraschungen und spannende Events gut.

Infos & Buchungen

Hotel Kronenschlösschen, Eltville-Hattenheim, Tel. 06723-640 

info@kronenschloesschen.de

www.kronenschloesschen.de

 

Gourmet Festival Programm 2017 mit einem Klick

 




Gourmet-Festival: Bayrischer Japaner & Rosenmuskateller

Das bunte kulinarische Festival perlt vor Vergnügen

 

Der bayrische Japaner Tohru Nakamura spricht präzises Hochdeutsch. Und so kocht er auch: deutlich genau, betont. Dem Michelin sind seine kulinarischen Aussagen zwei Sterne wert, der Gault & Millau verleiht ihm stattliche 18 Punkte und feiert ihn geradezu hymnisch. Der Sohn eines Japaners und einer Deutschen arbeitet in Geisels Werneckhof in München und war davor im Restaurant Vendôme bei Joachim Wissler und in der Oud Sluis von Sergio Herman. Jetzt gab Tohru Nakamura ein bemerkenswertes Gastspiel beim Rheingau Gourmet & Wein-Festival im Hattenheimer Kronenschlösschen. Schön, wie er eine Auster mit Salzwiesenkräutern und Dill in eine geschmackliche und optische Perle verwandelte. Als filigrane Finesse beeindruckte der kurzgegarte Langostino mit Liebstöckel-Emulsion, Sellerie-Creme und Limetten-Perlen. Erstaunlich, dass Tohru Nakamura auch aus den scheinbar einfachen Zutaten Südtiroler Speck & Käse, Vinschgauer Brot, Feige sowie japanischer Artischocke (Crosne) ein lustvolles warmes Gericht entwirft. Dieser Teller war der Weinbegleitung aus Südtirol geschuldet, wobei unter den zahlreichen Flaschen vor allem die Lagrein Riserva Taber 2010 von der Kellerei Bozen gefiel. Der wunderbar edelfruchtige Rosenmuskateller von Franz Haas begleitete als Rarität die hochfeinen Desserts von Tohru Nakamaru.

Tohru Nakamura

Tohru Nakamura

Es gibt eine Veranstaltung beim Gourmet-Festival, bei der nicht viel gekocht wird, und die trotzdem stets zu einem Ereignis wird: Caviar & Champagner. Selbst an einem trüben Mittag funkelt plötzlich die Sonne aus den Gläsern. Billecart-Salmon schafft das spielend, wobei es gleich drei Qualitäten gab: Reserve, Rosé, Brut 2004. Alles Klasse. Und wie es sich gehört in einem Weißweinglas serviert. So entfaltet sich guter Champagner, und selbst Nipper nehmen endlich einmal einen ordentlichen Schluck. Caviar von Prunier und der sagenhafte Balik Lachs „Tsar Nikolaj“ lechzen nach Champagner. Bei der Caviar-Verkostung wurden gleich vier verschiedene Sorten Caviar serviert, die sich allein durch ihren Salzgehalt recht unterschiedlich zeigten. So lernt man ganz nebenbei beim Essen. Der Küchenchef des Kronenschlösschens Simon Stirnal tischte einen prallen Steinbutt auf, der von cremigen Perlgraupen begleitet wurde. Vielleicht werden Perlgraupen das neue Risotto, zumal sie nicht so viel der Aufmerksamkeit bedürfen. Bei der älteren Generation sind sie nicht so beliebt, weil sie in der schlechten Zeit als Billiglebensmittel damit überfüttert wurde. Doch können Graupen richtig gut sein, wie man jetzt im Kronenschlösschen sehen konnte. Simon Stirnal schleppte sich mit kaputtem Fuß humpelnd in die Küche. Der letzte bei dem man dies erleben konnte, gehört einer ganz anderen Generation an: Harald Wohlfahrt kochte auch mit Gipsbein.

Steinbutt

Steinbutt

Nicht zu unterschätzen ist das Gourmet-Festival auch in seiner Funktion als gesellschaftliches Ereignis. Man trifft sich, plaudert, netzwerkt. Winzer, Weingutsbesitzer und auch Gastronomen sitzen mit am Tisch. Einige Gäste kommen seit 20 Jahren, manche nehmen während des Festivals gleich an einem Dutzend Veranstaltungen teil. Den Rekord hält allerdings der Festival-Gründer und Inhaber des Kronenschlösschens, Hans B. Ullrich, der bei jedem Event des Gourmet-Trubels dabei ist. Bei drei Veranstaltungen pro Tag und einem Verlauf von 18 Tagen eine erstaunliche Leistung.

 

Photocredit: Barbara Fienhold

 

Zaren-Lachs

Zaren-Lachs

Das Gourmet-Festival geht noch bis zum 12. März, hier das Programm dazu:

Gourmet Festival Programm 2017 mit einem Klick

 

 

 

 

 

 

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Hotel Kronenschlösschen

Eltville-Hattenheim, Tel. 06723-640 

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Austern-Perle

Austern-Perle

 

 




Die letzten Tickets: Rheingau Gourmet-Festival gestartet

Neue Winzer, junge Köche, große Namen

 

Das Rheingau Gourmet & Wein Festival ist mit einer großen Welcome Party im Kloster Eberbach gestartet. Das Festival präsentiert sich in diesem Jahr deutlich jünger und trendiger als zuvor. Ein veganes Galadinner, originelle Dessert-Menüs, eine Nachmittags-Jause mit den 16 besten Würzölen und -Essigen zu Fingerfood, ein Lunch mit dem erstklassigen „Rheingau-Affineur“, junge Köche und Newcomer-Winzer sollen mehr Zeitgeist repräsentieren. Auf weltbekannte Spitzenköche wurde natürlich nicht verzichtet, mit dabei sind unter anderem die deutschen Drei-Sterne-Chefs Christian Bau, Sven Elverfeld und Klaus Erfort oder die internationalen Stars Nick Bril (Antwerpen), Rodolfo Gúzman (Santiago de Chile)und Henrik Yde Andersen (Kopenhagen).

Nick Bril

Nick Bril

Den Schlusspunkt des 21. Rheingau Gourmet & Wein Festivals setzt am 12. März die Abschiedsparty „Burgenland“, bei der noch einmal fünf internationale Sterne-Köche und vier nationale Spitzenköche ihre Kreationen präsentieren. Letzte Karten für die Abschiedsparty und einige wenige der Veranstaltungen des Gourmet-Ereignisses sind noch erhältlich. Restkarten gibt es beispielsweise für den Libanon-Lunch mit Thomas Figovc aus Beirut am 10. März. Weinliebhaber können noch Karten erwerben für den Raritäten-Lunch „Champagner & Bordeaux“ am 10. März oder das Tasting am 9. März, Grand Terroirs of Europe. Außerdem gibt es noch kleine Kontingente für Dinner-Events, beispielsweise für Tohru Nakamura am 5. März sowie Thomas Kellermann am 8. März.

Kronenschlösschen Sommerterrasse

Kronenschlösschen

 

Tickets erhältlich telefonisch unter Tel. 06723 640, per E-Mail unter info@kronenschlösschen.de oder unter www.rheingau-gourmet-festival.de. Diverse Festival-Arrangements mit ausgewählten Veranstaltungen werden auch mit Übernachtungen im Hotel Kronenschlösschen angeboten.




Sterne-Küche für Astronauten

Thierry Marx entwirft

Essen aus dem Space Labor

für Astronauten & Gäste

 

Der französische Sternekoch Thierry Marx vom Mandarin Oriental in Paris ist bekannt für seine abgespaceten kulinarischen Kreationen. Jetzt auch wortwörtlich: Marx entwarf verschiedene Speisen für den französischen Astronauten Thomas Pesquet, die dieser während seines sechsmonatigen Aufenthalts auf der Internationalen Raumstation ISS verputzen kann. Die Gerichte wurden vom French Food Innovation Center unter Regie von Thierry Marx und dem Chemiker Raphael Haumont entwickelt. Mit dem Hinweis: „Unter strengsten Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien.“

Thierry Marx hebt ab

Thierry Marx hebt ab

An den vier März-Dienstagen verwandelt sich das Restaurant Sur Mesure im Mandarin Oriental Paris in ein Raumschiff, in dem galaktische Sechs-Gänge Menüs mit Überraschungen und Gerichten wie Rinderzunge, Hähnchenbrust mit Morcheln oder Apfellebkuchen serviert werden. Das Menü ist für stattliche 230 € pro Person (exklusive Getränke) ausschließlich für den 7., 14. 21. und 28. März buchbar. Das Mandarin Oriental Paris begeht diese Kooperation außerdem mit dem „Planet Marx“, einem Kuchen in Mars-Form aus Schokolade und karamellisierten Birnen (siehe Foto) sowie fünf speziellen „Star“-Cocktails in der Bar 8.

 

 

 

 

 

Photocredit: Gabriel Otero




Restaurantkritik Block House: Noch mehr Steaks für Frankfurt

Geht noch mehr

oder wars das schon?

 

Cafés und Steakhäuser sind die derzeit am meisten expandierenden Sparten in der Gastronomie. Frankfurt hat zwar von beiden schon mehr als ausreichend, bekommt aber immer wieder Zuwachs. Jetzt ist mit dem Block House eine Grillhütte aus dem Reich der Systemgastronomie an den Frankfurter Börsenplatz gezogen. Die Lage ist zentral, wenngleich durch ein nicht gerade anspruchsvolles Umfeld keineswegs optimal.

Die stattliche Hausfassade verschafft einen guten ersten Eindruck. Von einem Ambiente mag man innen angesichts der tristen Ausstattung indes gar nicht sprechen. Die gesamte Atmosphäre hat etwas Gespenstisches und erinnert an die seligen Wienerwald-Lokale der 60er und 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Dazu passt auch der ungelenke, ungeschulte und auch noch unaufmerksame Service.

Die Steak-Auswahl kennt man aus den vielen anderen Block-Häusern, von Hamburg bis Peking. Fast 50 Gaststätten unter diesem Namen gibt es bislang, wobei die im Ausland als Franchise betrieben werden. Das neue Lokal in Frankfurt genießt mehr die Aufmerksamkeit des Firmengründers Eugen Block, der hier gleich persönlich nach dem rechten sah. Auswirkungen auf die Qualität beim Service und dem Interieur hatte dies jedoch nicht.

Man darf mit den üblichen Bekannten rechnen: Rumpsteak, Hereford Rib-Eye, Rib-Eye Mastercut mit 350 Gramm, Filet Mignon, American Tenderloin, T-Bone-Steak. Preise: 18,90 – 33,40 €. Die Steaks sind auf den ersten Biss tadellos, aber es fehlt dem Fleisch an Aroma und Würze. Und vor allem sind die probierten Steaks einfach nicht sexy. Schon gar nicht so sexy wie die vom Buffalo Steakhaus in der Nähe. Baked Potatoes & Sour Cream, Salate und Dressings – alles einwandfreie Systemgastronomie. Für normale Steak-Bedürfnisse reicht das alles durchaus und wird entsprechenden Zugang finden. Die Weine machen es vielen recht und reißen auch kein Loch in den Geldbeutel. Das größte Manko des neuen Steakhauses aber ist, dass es einfach keine Freude vermittelt und nicht unbedingt Lust auf einen erneuten Besuch macht.

LF

 

Block House, Frankfurt, Börsenplatz 5, Tel. (069) 219 965 66.
Täglich 11.30 – 24 Uhr, Sonntag  11.30 – 23 Uhr. 
 
 



Heiß: Die Winter-Kollektion der Eis-Manufaktur Firenze

Für Schnee können wir nicht sorgen, aber für Eis. Das beste Eis. Adriano macht nicht nur im Sommer hervorragende Sorten, sondern auch im Winter. Freitag, Samstag und Sonntag frisch in der kleinen Manufaktur im Eis-Salon Firenze am Walther-von-Cronberg-Platz in Sachsenhausen. Man kann es gleich im kleinen Café genießen, aber auch für zu Hause in Thermoboxen mitnehmen. Gespachtelt, nicht gekugelt. Solo immer gut, aber auch als Dessert nach dem Essen schön bequem. Es gibt nach wie vor einige Klassiker des Sommers. Uns gefallen alle Eis-Sorten, von der neuen Kollektion ganz besonders aber: Geröstete Mandeln, Zimt/Pflaume, Birne/Ricotta, Walnuss/Feige und Karamell mit Fleur de Sel. Aromatisch, elegant, zart-cremig – Eiskunstlauf für die Zunge.

Adriano, der Eisheilige

Adriano, der Eisheilige

Eis-Salon Firenze, Frankfurt, Walther-von-Cronberg-Platz 13, Tel. (069) 380 39 595. Im Winter geöffnet Freitag – Sonntag von 11 bis 20 Uhr. Gleich gegenüber befindet sich ein Parkhaus. 

Photocredit: Barbara Fienhold

 

 




Offenbach first: Das Ende der kulinarischen Bescheidenheit

Neues aus der

verbotenen Stadt

 

Offenbach wird immer frecher. Frankfurts freudloser Nachbar entwickelt ein beachtliches kulinarisches Bewusstsein. Das Restaurant schauMahl legte vor sechs Jahren den Grundstein und bewies großen Mut, als es ausgerechnet in dieser Diaspora ein anspruchsvolles Publikum bedienen wollte. Mit der Backschaft zog inzwischen ein weiteres gutes Lokal nach. Im Stadtteil Rumpenheim segelt jetzt das Lokal Zum Schiffchen unter neuer Flagge und will das bierselige Fahrwasser auffrischen. Neu an Bord ist Mundschenk Pit Punda, der bereits das schauMahl zu einem Hort für Weinfreunde machte. An die Stelle von Pit Punda (Bild oben) rückte im schauMahl Raffaele Fazio  nach, der zuvor im Frankfurter Casa di Tomilaia arbeitete.

Raffaele Fazio

Raffaele Fazio

Das Schiffchen, ein gemütvolles Fachwerkhaus am Main, wird von Eric Münch betrieben, der auch das Markthaus am Wilhelmsplatz in Offenbachs Stadtmitte führt. Bislang stand das Schiffchen für eine deftige Küche, frischgezapfte Biere und Apfelweine von Jörg Stier. Die Weinkarte gewinnt immer mehr an Statur, Champagner von Bollinger glasweise und der Krawallschoppen von Jörg Stier formieren sich zu einem wunderbaren geselligen Beisammensein.

LF

 

 

 

 

 

 

 




Champagner, Kaviar & Zaren-Lachs beim Gourmet Festival

Mittags schwelgt

es sich am schönsten

 

Kaviar steht für Genuss schlechthin, aber der Wildfang aus dem Kaspischen Meer ist so gut wie ausgetrocknet und zudem verboten. Deshalb kümmern sich viele einstige traditionelle Händler um Züchtungen in Aquakulturen, die immer mehr an Qualität gewinnen. Kaviar zählt nach wie vor zu den teuersten Delikatessen der Welt. Einer der bekanntesten Erzeuger ist die französische Manufaktur Prunier, die 2004 mit Caviar House fusionierte, dem einst größten Importeur iranischen Kaviars.  Caviar House ist außerdem für seinen erstklassigen Balik Lachs bekannt. Kaviar und Balik Lachs stehen als besonders hochwertige Vertreter der Feinkost im Mittelpunkt eines Events beim jetzigen Gourmet & Wein-Festival im Rheingau. Dazu passt ein Champagner erster Güte, wie der Billecart-Salmon, von dem verschiedene Flaschen ausgeschenkt werden.

Frank Brömmelhaus von Caviar House

Frank Brömmelhaus von Caviar House

Nach dem Aperitif mit Champagne Brut Reserve in Magnumflaschen präsentiert Frank Brömmelhaus, Geschäftsführer von Caviar House & Prunier, eine Degustation, bei der sich jeweils vier Personen eine 50gr Dose jeder Kaviarsorte teilen. Zu jeder Sorte serviert Éric Calzolari, Chef von Billecart-Salmon Deutschland, einen speziellen Champagner.

Nach der Kaviar-Verkostung folgt ein 3-Gang-Menü von Simon Stirnal, dem Küchenchef des Kronenschlösschens. Dabei spielt der milde, feine Balik Lachs Tsar Nikolaj die Hauptrolle. Begleitet wird das Essen von den Weinen des Guts Prinz von Hessen. Der Lunch am 6. März im Kronenschlösschen kostet 290 €. „Allein der Warenwert für Kaviar-Tasting, Menü und Getränke liegt bei rund 400 € pro Person“, rechnet Hans B. Ullrich, der Veranstalter des Festivals, das vom 23. Februar bis zum 12. März stattfindet.

 

 

Infos & Buchungen

Kaviar & Balik Lachs Lunch, Montag, 6. März, 12 Uhr, Kronenschlösschen in Hattenheim im Rheingau

Hotel Kronenschlösschen, Eltville-Hattenheim, Tel. 06723-640 

info@kronenschloesschen.de

www.kronenschloesschen.de

 

Gourmet Festival Programm 2017 mit einem Klick

 

Photocredit: Caviar House, Barbara Fienhold

 




Auf nach Stuttgart: 2-Sterne-Koch Denis Feix startet in der Zirbelstube

Unglaubliches Küchenkarussell

zum Jahresende

 

Die Zirbelstube im Althoff-Hotel am Schlossgarten in Stuttgart hat sich mit Denis Feix einen der besten Köche ins Haus geholt. Feix, der gerade für seine Kochkunst erneut mit zwei Michelin-Sternen und zuvor mit 18 Punkten im Gastronomieführer Gault & Millau ausgezeichnet wurde, wird der neue Chefkoch des Restaurants Zirbelstube und startet bereits Mitte Januar. Feix war im Restaurant „Il Giardino“ in Bad Griesbach tätig und bringt gleich seine Frau Kathrin mit, die als Chef-Sommelière in der Zirbelstube künftig das Serviceteam unterstützt. Kathrin Feix (oben rechts im Bild) wurde vom Gault & Millau Guide 2016 als „Gastgeberin des Jahres“ ausgezeichnet.

Denis Feix

Denis Feix

Kathrin und Denis Feix folgen auf Sebastian Prüßmann, der Ende Dezember in die Villa Rothschild nach Königstein wechselt. Siehe BISS-Artikel 2-Sterne-Koch Christian Eckhardt verlässt die Villa Rothschild“.

Thomas H. Althoff, Inhaber und geschäftsführender Gesellschafter der Althoff Hotels: „ Denis Feix ist ein guter Bekannter der Althoff Hotels, kochte er doch schon unter unseren Meisterköchen Joachim Wissler und Dieter Müller.“

Denis Feix kann eine Bilderbuch-Karriere vorweisen. Der 42-jährige war zuletzt zehn Jahre lang Küchenchef im Restaurant „Il Giardino“ in Bad Griesbach, das vom Guide Michelin mit zwei Sternen ausgezeichnet wurde. Zuvor war er in leitenden Küchenfunktionen vier Jahre lang im Restaurant „La Résidence“ in Essen und davor zwei Jahre auf Schloss Berg in Perl-Nennig tätig. Denis Feix sammelte im Rahmen seiner Laufbahn Erfahrung bei den Althoff Spitzenköchen Joachim Wissler vom Restaurant Vendôme, das mit drei Sternen gekrönt wird und 19,5 Punkte im Gault & Millau hat.

Feix will in der Zirbelstube wie zuvor eine spannungsreiche, aromatische und kreative Küche anbieten. Die kompetente Begleitung zu seinen Gerichten übernimmt seine Ehefrau Kathrin. Die beiden freuen sich über die neue, gemeinsame Herausforderung: „Wir schätzen es sehr, dass wir unsere erfolgreiche Arbeit künftig im Hotel am Schlossgarten weiterführen werden. Ganz besonders haben wir die gastronomische Arbeit in den Hotels von Thomas H. Althoff seit Jahren verfolgt und freuen uns, in dieser kulinarisch exponierten Hotel Collection jetzt mitzuwirken.“

Photocredit: Alhoff Hotels