Surprise in Türkis: Neues Hotel Motel One im Zentrum Frankfurts

Top Location mit einer Bar,

die niemals schließt

 

Türkis belebt in diesen trüben Tagen. Türkise Shirts, türkise Sneaker und sogar türkise Drinks gehören zum farblich munteren Bild der Motel One Hotels, von denen jetzt ein neues in der Frankfurter Innenstadt in der Nähe vom Rathaus Römer eröffnete. „Location, Location, Location“, postulierte einst Conrad Hilton als Voraussetzung für ein erfolgreiches Hotel. Das Motel One „Römer“ zwischen Berliner Straße und Bethmann Straße liegt in bester Innenstadtlage und erlaubt den Gästen einen laufnahen Zugang zum Zentrum. Die Ersparnis an Taxiskosten dabei ist  nicht unwichtig, wobei Zimmerpreis ab 89 € das Budget ohnehin wenig belasten.

Motel One Frankfurt

Das Motel One Römer steckt voller Überraschungen. Viele Details sind Reminiszenzen an die Buchmessestadt Frankfurt, sogar Kafka ist dabei. Industrielle Druck-Letter, Werkbänke und alte Fabrikleuchten mit modernem Interior Design werden lässig kombiniert. Eine Skizze der Frankfurter Skyline und wie von einem Windhauch schwebende Papierblätter in Form einer Leuchte aus über 300 einzelnen, handgefertigten hauchzarten Porzellanblättern, werden zum Hingucker im Eingangsbereich des Motel One. Fast schon ein literarischer Clou: Das Objekt wurde von der Berliner Künstlerin Cordula Kafka gefertigt. Wo einst der öde Bundesrechnungshof seinen Platz hatte, ist nun jedenfalls ein ziemlich interessantes und optisch gefälliges Hotel entstanden.

Die Bar wird nie müde

Die Bar ist das Herzstück des Hauses und schließt nie. Die Gin-Auswahl ist enorm. Während die Frankfurter Hotel-Bars selten mit guten Weinen glänzen, schon gar nicht mit den offenen, hat man sich im Motel One einige gute und vor allem auch noch preiswerte Flaschen ausgesucht. Die Weine von Heitlinger aus dem badischen Kraichgau sind grundsätzlich gut, auch die Basis. Der Pinot Gris „Spicy Stone“ ist ein sehr saftiger Grauburgunder, dessen starker Trinkfluss zum nächsten und übernächsten Glas animiert. Auch der Preis bremst nicht: 5,50 € für das 02l-Glas. Gleiches gilt für den Rosé (4,90 €), der dezent nach roten Früchten duftet und dabei wunderbar trocken ausfällt. Winzer Claus Burmeister hat noch viele andere erstklassige Weine im Repertoire, immerhin gibt es gleich drei davon im Motel One.

Motel One Frankfurt

Das schmale Motel One „Römer“ bietet 470 Zimmer, wie gewohnt klein und effizient, manche mit recht schönem Blick: Von Zimmer 713 beispielsweise schaut man auf den Frankfurter Hof. Im mobilen Zeitalter wird auf Telefon verzichtet, nicht aber auf bequeme Boxspringbetten und ägyptische Baumwoll-Bettwäsche. Bei der offiziellen Eröffnung, die jetzt mit 450 Gästen stattfand, war die Bar so umlagert, wie es sich das Hotel künftig mit zahlenden Gästen wünscht.

LF

 

Photocredit: Motel One, Barbara Fienhold

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Sofitel Frankfurt Opera: Florian Schütz ist neuer General Manager

Was wird er

bewegen können?

 

Das Sofitel Frankfurt Opera bekommt mit Florian Schütz einen neuen General Manager (im Bild rechts). Der 39 Jahre alte Frankfurter kehrt damit wieder an den Main zurück. Davor war Schütz in verschiedenen Managementpositionen in der New Yorker Hotellerie tätig. Er ist ist mit der Gastgeberkultur von Sofitel vertraut: Rund zehn Jahre wirkte er im Sofitel New York, zuletzt als Hotelmanager. Danach bekleidete er die Position des Hoteldirektors im Sixty Les in Manhattan und gründete parallel dazu das Restaurant Egg Shop in New York. 2018 kehrte Schütz als Hotelmanager nach Frankfurt und zur Marke Sofitel zurück und verstärkte die Hotelführung unter Denis DeSchrevel, der nun andere Aufgaben innerhalb der Accor Hotel-Gruppe wahrnimmt, wie es offiziell etwas vage heißt.

„Ich freue mich, nach 17 Jahren in New York wieder in meiner Heimatstadt Frankfurt tätig zu sein. Das Sofitel Opera ist eines der schönsten Hotels in Frankfurt mit einer fantastischen Lage an der Alten Oper. Ich freue mich darauf, meine Auslandserfahrung, besonders im F&B-Bereich, einsetzen zu können“, meint Florian Schütz. Zu seinen Aufgaben zählt, „die Wettbewerbsfähigkeit des Sofitel Frankfurt Opera am Markt weiter zu stärken.“ Das mag sich einfach anhören, aber bislang hat das Sofitel Opera nicht viel von sich reden gemacht oder mit ungewöhnlichen Leistungen punkten können.

 

Photocredit: Peter Krausgrill




Gourmet im Schnee: St. Moritz Festival 2019 startet mit vielen Starköchen

Alpine Avantgarde

& kühne Naturküche

 

Beim kommenden St. Moritz Gourmet Festival vom 11. bis 19. Januar 2019 werden hochkarätige Köche und 40 Gourmetpräsentationen zu erleben sein. Mit dabei Drei-Sterne-Koch Sergio Hermann aus den Niederlanden. Inzwischen führt er insgesamt vier ausgefallene Spitzenrestaurants und eine florierende Gourmet-Pommes-frites-Kette mit Outlets in Belgien und Holland. Ungewöhnliches tischt der dänische Zwei-Sterne-Koch Nicolai Nørregaard von der Insel Bornholm auf. Dort sammelt er pro Saison rund sieben Tonnen Natur ein und macht daraus eingelegten Kürbis, Holzameisen und fermentierten weißen Spargel mit gegrillten Rosen in Feigenblatt-Öl. Spitzenköche aus Europa und Asien, die Kultstatus genießen oder zu den Geheimtipps in der aktuellen Fine-Dining-Szene zählen, wollen mit einem ein Programm der Extraklasse überraschen. Der Vorverkauf für die Eventtickets hat begonnen.  

Sergio Herman

Von Freitag bis einschließlich Dienstag, 11. bis 15. Januar, wird im Badrutt’s Palace Hotel (im Bild oben) bei Küchenchef Dirk Haltenhof Sergio Herman aus den Niederlanden als Gastkoch am Herd stehen. Herman erkochte sich bekanntlich in seinem ehemaligen Restaurant Oud Sluis die sagenhafte Höchstnote von 20 Gault&Millau-Punkten, nebst drei Michelin-Sternen. Auf einen experimentierfreudigen Grand Chef aus Frankreich an seiner Seite freut sich der neue Küchenchef im Carlton Hotel St. Moritz, Graziano Caccioppoli: Zwei-Sterne-Koch Philippe Mille aus dem Le Parc im Grandhotel Domaine Les Crayères in Reims ist bekannt für seine „kulinarischen Kindheitserinnerungen“. Küchenchef Fabrizio Zanetti begrüßt im Suvretta House mit Zwei-Sterne-Koch Guillaume Galliot ebenfalls einen Franzosen als Gastkoch, der allerdings aus Asien eingeflogen wird: Galliot fasziniert im Restaurant Caprice des Hotels Four Seasons in Hongkong mit Kreationen wie Racan-Taube aus dem Hause Bellorr, gekocht in der Kakaoschote, mit Feigenmarmelade, Schwarzwurzeln und Kakao-Jus.

Nicolai Norregaard

Im Kulm Country Club will Sven Wassmer aus dem Grand Hotel Quellenhof in Bad Ragaz mit seiner alpinen Avantgarde-Küche begeistern. Zu seinen Signature-Gerichten gehören etwa Alpen-Dim-Sum mit Schweizer Dashi aus gerösteten Kartoffelschalen oder Saibling mit gebranntem Rahm und Fichten. Dies sind nur einige Appetithappen zur Anregung, das ganze Programm findet man auf der Festival-Webseite.

Die Tickets für das St. Moritz Gourmet Festival sind online auf der Website www.stmoritz-gourmetfestival.ch zu bekommen. Einige der Festival-Partnerhotels bieten individuelle Arrangements an. Darin enthalten sind Eventtickets und Übernachtungen sowie Extras, die einen Aufenthalt im jeweiligen Partnerhotel in der Festivalzeit besonders attraktiv machen sollen. Die Angebote sind ebenfalls auf der Website unter den einzelnen Hotelporträts zu finden und direkt bei den Partnerhotels buchbar.

Photocredit: St. Moritz Gourmet Festival

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Affäre Ribéry: Jetzt redet das Steak

Nach dem Tor

ist vor dem Eigentor

 

Gut, ich bin nur ein Stück Fleisch, aber auch ich will gut behandelt werden. Wer mich mit Blattgold überzieht, verdeckt meine schöne Kruste und zeigt keinen Respekt vor meinen inneren Werten. Ein Steak ist ein Steak ist ein Steak. Und trägt keinen Schmuck. Nicht mal als Dry Aged Beef, denn Schmuck macht nicht jünger.

In Dubai, Abu Dhabi oder Doha wird alles mit Blattgold überzogen, was nicht weglaufen kann. Als ich noch ein Rind war, hätte ich davonlaufen können. Ich habe einen guten Stammbaum, der weiter reicht als bis zu meiner Großmutter. Franck Ribéry hat den ganzen Abend nicht mit mir gesprochen, nicht einmal ein Bäuerchen gemacht. Er war auch viel zu sehr mit Twitter beschäftigt, um den Vogel abzuschießen. Fußballspieler müssen keine Feinschmecker sein, benehmen sich aber manchmal wie Rapper.

Das Gold auf meiner Haut ist nur eine Narrenkappe und macht die lächerlich, die es benutzen. Gold ist kein Gewürz und schmeckt nach nichts. Goldlegierungen sind reine Kosmetik, sehen aber nicht einmal gut in Verbindung mit Fleisch aus. Darauf muss man auch nicht neidisch sein. Statt Blattgold hätte man auch Danziger Goldwasser über mich gießen oder die Fahne des FC Bayern München auf mich pflanzen können. Oder mich in Polypropylenstoff hüllen dürfen, den der Künstler Christo für die Verkleidung des Berliner Reichstags benutzt hat. Dann wäre aus dem Steakausbesuch wenigstens ein künstlerisches Happening geworden.

Das Steaklokal „Nusr-Et“ ist mehr bei Promis als bei Gourmets bekannt, der Name soll „Sieger“ verheißen. Nicht nur Franck Ribéry, auch Mesut Özil war schon dort, aber der lässt sich ja mit allem fotografieren, außer mit gutem Essen. Steakhaus-Betreiber Nusret Gökce ist gelernter Metzger und weiß, seinen Schnitt zu machen. Wer seine Steaks aber mit Sonnenbrille schneidet wie er und nicht Stevie Wonder heißt, ist ein Blender und sonnt sich nur im eigenen Spiegel. Nusret Gökce wurde zum Goldesel. Und ich war mal ein gutes Steak, das jetzt mit Füßen getreten wird wie ein Fußball.

LF

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Tel Aviv im Frankfurter Bahnhofsviertel: Das neue Lokal Bar Shuka

Restaurant & Sake Bar von den Ardinast-Brüdern

im Frankfurter 25hours Hotel The Trip hat eröffnet

 

Frischgebackenes Pitabrot aus dem Ofen, Jerusalem-Kebap auf offenem Feuer, Grüne Soße aus Mittelmeerkräutern, Za’atar von den Bergen, eine Showküche und ein bisschen Chaos: Das neue Restaurant Bar Shuka ist eine Hommage an den orientalischen Markt. „Shuk“ steht für „Marktplatz“. Gelegen im neueröffneten 25hours Hotel The Trip in der Frankfurter Niddastrasse ist das Bar Shuka nach Chez Ima, Maxie Eisen und Stanley Diamond das vierte Konzept der Gastronomen David und James Ardinast im Bahnhofsviertel. Die beiden Brüder gehen mit ihrem neuen Restaurant mehr als je zuvor auf ihre Wurzeln ein und zitieren daraus: Bekannte Gerichte und Aromen aus der Nahost- Küche treffen auf regionale Frankfurter Zutaten, hier und da mit Akzenten aus der jiddischen Küche. „Wir nennen es Neue Tel Aviv Küche. Tel Aviv’s Esskultur ist ein Konglomerat aus arabischen Gerichten, Erinnerungen an Rezepte der jüdischen Großeltern und kulinarischen Moden aus aller Welt. Genau das machen wir hier, nur eben auf unsere Weise, aus der Frankfurtbrille betrachtet. Eins haben wir gelernt: Es soll vor allem Spaß machen“, meint James Ardinast.

Verantwortlich für die Küche ist der israelische Spitzenkoch und Gastronom Yossi „Papi“ Elad (Machneyuda, Jerusalem und Palomar, London), der für das Bar Shuka nach Frankfurt kam und gemeinsam mit dem Küchenchef Stephan Kaiser (ehemals Chez Ima) die Gerichte entwickelt. Der 70jährige Koch legt Wert auf ein internationales Team und beschäftigt Köche und Köchinnen aus Palästina, Pakistan oder Ghana. „Mein ewiges Motto beim Kochen: All you need is Chuzpe. Je bunter desto besser“, sagt Yossi Elad. Als Ritual wird vor dem Service gemeinsam Arrak getrunken, ein Anisschnaps, der als israelisches Nationalgetränk gilt und im Bar Shuka eine tragende Rolle spielt. Die Weine stammen u.a. aus dem Libanon, Israel und Syrien. Wenn Yossi Elad Lust hat, legt er einen Tanz auf der Theke ein oder trommelt auf Töpfen. Balagan für alle! Die meisten Gerichte sind zum Teilen geeignet. Mal auf Keramik aus Portugal (Motel A Mio), mal direkt auf den Tischen serviert. Die Karte teilt sich in vier Hauptrubriken, mittags und abends:

The Shuka – die Marktsektion mit hausgemachten Pasten, Gewürzen vom ShukHaCarmel, ofenfrischen Pitasorten und fermentiertem Gemüse. Beispiele: Hausgemachtes Harissa, scharfer grüner Zhoug, Weisse Tahina, Sumac – ein rotes Pulver mit Zitrusnoten.

The Butcher – Fleischgerichte vom Lavagrill, über dem offenen Feuer gebraten. Beispiel: Lammhüfte 25h geschmort / Okraschoten / Cous Cous Jerusalem-Kebab / Tahina / gegrillte Tomaten / Peperoncino.

The Fisherman – Fisch und Meeresfrüchte, 
z. B. Babaganoush “Negro”/ Oktopus / gegrillte Tomate / Zwiebel Wolfsbarsch / rohe Tahina / Tomaten / Challahbrot.

The Farmer – Vegetarische Gerichte: Knusprige Aubergine / Mangopüree / Ei / Babykartoffeln Buntes Bete Carpaccio / Ziegenkäse / Reis / Belugalinse.

Zum Frühstück gibt es ein Buffet und eine gesonderte Karte mit Bowls, Smoothies und Brotzeit.

Die Innenarchitektur von Morgen Interiorsund Michael Dreher spiegelt den „harmonischen Clash“ zwischen alten und modernen Kulturen wider. Das Restaurant bietet Platz für 90 Personen, der Patio Rosso (Innenhof) für 60 Personen. Kontrastreiche Materialien wollen Programm sein: Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die große, offene Showküche, außen mit spanischen Ornamentziegelsteinen bekleidet, Arbeitsplatten aus Marmor Verde Guatemala. Daran angeschlossen ein Chefstable aus 400 Jahre alter Eiche, an dem Barhocker aus dem Atelier Haussmann Berlin stehen. Die Wände roh aus Ziegelsteinen mit verputzter Patina, die Decke in Resedagrün (die Farbe alter Maschinen aus den 60ern), der Boden mit sechseckigen Zementfliesen aus Indien in Blautönen gefliest. Im Raum verteilt stehen Betonsäulen als Fragment des Bauwerks. Als Lampenschirme fungieren Körbe aus Tunesien und mundgeblasene Glasobjekte aus Tschechien. Die Esstische kommen aus eigener Produktion von Morgen Interiors, die Holzstühle stammen vom Designer Richard Lampert. Ein großes Neon Artwork an der Wand schreibt „Freunde“ auf hebräisch und arabisch. „Unsere Inspiration? Leben in Tel Aviv, ein großes Durcheinander echter Werte und Dramen, Farben des Meeres und des Himmels, das Unfertige als Status Quo, kommentiert Thommy Tritsch von Morgen Interiors.

Hinter einer geheimen Tür am Innenhof liegt die Shuka Bar, die Speakeasy Sake Bar des Restaurants. Eine gut kuratierte Auswahl exklusiver Sakesorten, japanischer Whiskey und Sake-Cocktails stehen auf der kleinen Karte, in Cooperation mit Richie Hawtin’s „Enter Sake“. Eröffnung: Ende Oktober 2018.

Bar Shuka Shuka Bar im 25hours Hotel The Trip, Frankfurt.

Niddastrasse 56
,Tel. 069 2566772280.

www.barshuka.com

Öffnungszeiten (Frühstück, Mittag, Abend):

Mo – Fr 6.30 – 10.30 | 12.00 – 15.00 | 18.00 – 23.00 Uhr Sa 7 – 12 | 12 – 15 | 18 – 23 Uhr
So 7 – 12 | 18 – 23 Uhr

Eröffnung Soft Opening ab sofort, offizielles Opening Ende Oktober.

Bild oben und unten: James & David Ardinast mit Koch Yossi Elad

Photocredit: Letterman & Fuentes




Canvas Frankfurt: Riemenschneider ist wieder weg

Ein sehr kurzes Gastspiel auf der Frankfurter Freßgass

 

Nach nur wenigen Monaten endete das Gastspiel von Michael Riemenschneider und dem Lokal Canvas auf der Frankfurter Freßgass. Die letzten Wochen stand der eine oder andere Gast vor verschlossenen Türen, die Canvas-Webseite wurde stillgelegt, das Lokal bei Google als „Dauerhaft geschlossen“ gemeldet, das Telefon steht schon lange still. Damit endet auch dieses Kapitel so unrühmlich wie mit Riemenschneiders drei vorangegangenen Lokalen: Atelier Wilma (Frankfurt), Reinholds Enkel (Bad Homburg) und Tischlerwirt (Kitzbühel). Geschäftsführend betrieben wurde das Canvas indes von Pächter René Meister. Im Internet breitet sich der Unmut von Gästen aus, die trotz Buchung vor verschlossenen Türen standen, siehe z.B. OpenTable: https://www.opentable.de/r/canvas-frankfurt-am-main

In dem Kellerlokal sind alle Lichter aus.

LF

 




Kempinski Dubai treibt es auf die Palme

Alain Ducasse ist erstmals am Arabischen Golf dabei

 

Dubai ist um ein glitzerndes Hotel reicher. Das Emerald Palace Kempinski hat auf der Palm Jumeirah eröffnet und liegt an einem 500 Meter langen privaten weißen Sandstrand. Die Opulenz des Hotels spiegelt sich in 6.400 Kronleuchtern wider, vor allem der Kronleuchter aus 40.000 Swarovski-Kristallen im Atrium und die handgemalten Motive aus 24-karätigem Gold wollen imponieren.

Die 391 luxuriösen Zimmer, Suiten und Villen beginnen bei einer Größe von 65 qm und bieten einen Ausblick auf die Gärten der Anlage, den Arabischen Golf oder auf die Palmen-Lagune. Zusätzlich steht jedem Gast ein 24 Stunden Butler-Service zur Verfügung. Die insgesamt zehn freistehenden Royal und Imperial-Villen verfügen zusätzlich über einen Rooftop Pool, einen Jacuzzi sowie über einen eigenen kleinen Spa.

Acht Restaurants und Bars haben in dem ausladenden Resort Platz gefunden. Alain Ducasse ist mit einem Restaurant namens miX dabei, das erste Konzept des Franzosen in Dubai, das am 15. Dezember für die ersten Gäste erkennbar werden soll. Auf einer Fläche von 3.000 Quadratmetern erstreckt sich das Cinq Mondes Spa. Es bietet neben 23 Behandlungsräumen und zwei privaten Spa Suiten, den größten Indoorpool Dubais.

 




Panne beim Gault & Millau 2019

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick

 

Peinlich: Der Gault & Millau, der seine Ergebnisse vor der Veröffentlichung streng hütet, wurde bereits teilweise vom Münchner ZS Verlag ausgeliefert und war schon drei Tage vor dem Erscheinungstermin kein Geheimnis mehr. Der Guide wurde erst am 12. November präsentiert, geisterte aber längst davor heftig durchs Internet, oft begleitet von einer gewissen Häme. Es gibt nichts Spektakuläres, allenfalls ein paar unverständliche Auf- und Abwertungen, begleitet von stilistischen Schwächen. Der Verlust an sprachlicher Finesse erscheint beim Gault & Millau stellenweise beängstigend. 

Das kreative italienische Restaurant Biancalani in Frankfurt wurde gleich von 16 auf 14 Punkte gestutzt. Ein höchst seltener Vorgang, wobei er durch die Kritik nicht glaubhaft begründet wird. Dass mit Mario Lohninger einer der besten Köche Deutschlands vom Michelin sträflich vernachlässigt wird, ist schon zur Gewohnheit geworden, dass Lohninger nun aber auch beim Gault & Millau nach vielen Jahren hochsolider Küchenleistungen eine Abstrafung erfährt und von 17 auf 16 Punkte fällt, kann man nur als verwirrt quittieren. Wir haben gerade in diesem Jahr famos bei ihm gegessen, und das nicht nur einmal. Lohninger ist eben kein Blender und gehört wie etwa Hans Haas vom Münchner Tantris zu den Geschmackstalenten, die ohne Tamtam auf dem Teller für echte Glücksgefühle sorgen.

Aufsteiger des Jahres, Daniel Schimkowitsch, Ketschauer Hof

Weit merkwürdiger erscheinen die Vorgänge beim  Tigerpalast. Nach dem Weggang von Christoph Rainer wurde dessen Nachfolger Coskun Yurdakul letztes Jahr von 17 auf 14 Punkte in den Keller gestürzt. Im neuen Guide darf er wieder das Penthouse beziehen, und das gleich mit 17 Punkten. Kaum zu verstehen, zumal solche drastischen Entscheidungen deutlich und fundiert begründet sein wollen, was hier nicht geschieht. Die wenigen Gerichte, die für diesen unglaublichen und unglaubhaften Aufstieg als Grundlage dienen, bilden keine professionelle Grundlage. Die Kritik ist ohnehin so leidenschaftslos und unterwürzt, das man keine Lust auf den Tigerpalast zu bekommen vermag. Ganz im Gegenteil dazu, belegte der äußerst kritische Text im letzten Gault & Millau sehr plausibel, warum das Gourmet-Restaurant im Tigerpalast zu den großen Verlierern gehören musste. Diese Diskrepanz ist mehr als auffällig. 

Erfreulich ist der „Aufsteiger des Jahres“ Daniel Schimkowitsch vom L.A. Jordan im Ketschauer Hof im pfälzischen Deidesheim, der schon viele Jahre auf hohem Niveau kocht und längst auch zwei Michelin-Sterne verdient hätte. Gespür für junge Talente zeigt die Beförderung von Dennis Aukili und seinem Chairs in Frankfurt, das nun 15 Punkte bekommen hat.

 

Koch des Jahres

Johannes King und Jan Philipp Berner (im Bild oben r.), Söl’ring Hof, Rantum auf Sylt, 18 Punkte. Die erhielten sie für „ihre authentische norddeutsche Küche, die auf die Qualität hochwertiger und vergessener regionaler Produkte setzt.“

Entdeckung des Jahres

Torben Schuster vom Gut Lärchenhof in Pulheim bei Köln, der „mit virtuosem Aromenspiel und feinsinnig-ideenreichen Kompositionen im Menü beeindruckt und die klassische Lehre ebenso wie die Vielfalt asiatischer Gewürze, Produkte und Techniken beherrscht“,

Sommelier des Jahres

Stephanie Hehn vom Lakeside in Hamburg, die „mit Bravour die seltene Chance nutzte, einen Keller von null aufzubauen, und ihre Gäste mit ebenso großem Sachverstand wie Feingefühl und Charme berät.“

Gastgeber des Jahres

Nils Blümke, Francais, Frankfurt

Aufsteiger des Jahres

Daniel Schimkowitsch, L.A. Jordan, Deidesheim

Sommelière 2019

Stephanie Hehn, Lakeside, Hamburg

Pâtissier des Jahres

Tatsuya Shimizu, Steinheuers, Bad Neuenahr-Ahrweiler

Bester Deutscher Koch im Ausland

Peter Knogl, Cheval Blanc, Basel, 19 Punkte

Gastronom des Jahres

Frank Marrenbach, Brenners  Park-Hotel & Spa, Baden-Baden, Restaurant Fritz & Felix. Im Toprestaurant eines der traditionsreichsten deutschen Hotels habe er mit Innovationsgeist, Gestaltungsfreude und Mut eine Gourmet-Zeitenwende bewirkt, so der Guide. Alles Überkommene sei zeitgemäßer Lockerheit auf weltstädtischem Niveau gewichen.

19,5 Punkte

  • Schwarzwaldstube, Baiersbronn
  • Vendôme, Bergisch Gladbach
  • Restaurant Tim Raue, Berlin
  • Victor’s Fine Dining by Christian Bau, Perl
  • Althoff Seehotel Überfahrt, Rottach-Egern
  • GästeHaus Klaus Erfort, Saarbrücken
  • Waldhotel Sonnora, Wittlich
  • Aqua Restaurant, Wolfsburg

 

19 Punkte

  • Hotel Bareiss im Schwarzwald, Baiersbronn
  • Restaurant Haerlin, Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten, Hamburg
  • Falco, Leipzig
  • Steinheuers Restaurant „Zur Alten Post“, Bad Neuenahr-Ahrweiler

 

18 Punkte

  • Gourmet Restaurant Friedrich Franz, Bad Doberan
  • Restaurant Facil, Berlin
  • Restaurant Horváth, Berlin
  • Lorenz Adlon Esszimmer, Berlin
  • Restaurant Reinstoff, Berlin
  • Hotel & Restaurant Ole Deele, Burgwedel
  • A. Jordan, Deidesheim
  • Luce d’Oro im Schloss Elmau
  • Restaurant Lafleur, Frankfurt
  • Restaurant Schwarzenstein, Geisenheim
  • Meierei Dirk Luther, Glücksburg
  • The Table Kevin Fehling, Hamburg
  • Le Moissonnier, Köln
  • Restaurant Ophelia, Konstanz
  • Restaurant Opus V, Mannheim
  • Jan Hartwig – Restaurant Atelier, München
  • EssZimmer, München
  • Hotel Königshof München by Geisel, München
  • Restaurant Tantris, München
  • Werneckhof by Geisel, München
  • Rüssels Landhaus, Naurath/Wald
  • Essigbrätlein, Nürnberg
  • restaurant.weinhaus.schanz, Piesport
  • Bodendorf’s restaurant, Sylt
  • Söl’ring Hof, Sylt
  • Beckers Hotel & Restaurant Trier
  • Courtier Restaurant, Wangels

 

17 Punkte

  • La Becasse, Aachen
  • Residenz Heinz Winkler in Aschau
  • Purs Restaurant, Andernach
  • Keilings, Bad Bentheim
  • Schlossberg, Baiersbronn
  • Restaurant Einsunternull, Berlin
  • Frühsammers Restaurant, Berlin
  • Hugos Restaurant, Berlin
  • Rutz, Berlin
  • Volt Restaurant, Berlin
  • Halbedels Gasthaus, Bonn
  • Yunico, Bonn
  • Ostseelounge, Dierhagen
  • Bean & Beluga, Dresden
  • Caroussel, Dresden
  • Nagaya, Düsseldorf
  • Landhaus Feckl, Ehingen
  • Merkles, Endingen am Kaiserstuhl
  • Klassenzimmer, Feldberges Seenlandschaft
  • Francais, Frankfurt
  • Tiger Gourmetrestaurant, Frankfurt
  • Schillingshof, Friedland
  • Jacobs, Hamburg
  • Lakeside, Hamburg
  • Piment, Hamburg
  • Seven Seas, Hamburg
  • Die Insel, Hannover
  • Titus, Hannover
  • Le Gourmet, Heidelberg
  • Sosein., Heroldsberg
  • Kilian Stuba, Kleinwalsertal
  • Maitre, Köln
  • Maximilian Lorenz, Köln
  • Adler, Lahr
  • Stadtpfeiffer, Leipzig
  • 360°, Limburg
  • Casala, Meersburg
  • Alois, München
  • Les Deux, München
  • Restaurant Pageou, München
  • Schuhbecks Fine Dining, München
  • Obendorfers Restaurant Eisvogel, Neuburg vorm Wald
  • Zur Post, Odenthal
  • Falconera, Öhningen
  • Le Cerf im Schlosshotel Friedrichsruhe, Öhringen
  • Balthasar, Paderborn
  • Gut Lärchenhof, Pulheim
  • Der Butt, Rostock
  • Ammolite, Rust
  • Eisenbahn, Schwäbisch Hall
  • Jungborn, Bad Sobernheim
  • Die Zirbelstube, Stuttgart
  • Hirschen, Sulzburg
  • Berlins Krone, Bad Teinach
  • Orangerie, Timmendorf Strand
  • Haus Stemberg, Velbert
  • Schwarzer Adler, Vogtsburg
  • Landhaus Köpp, Xanten
  • Restaurant Apicius, Bad Zwischenahn

 

16 Punkte

  • Le Jardin de France, Baden-Baden
  • Bauernstube, Baiersbronn
  • Kaminstube, Baiersbronn
  • Köhlerstube, Baiersbronn
  • Le Ciel, Berchtesgaden
  • Am Steinplatz, Berlin
  • Bandol sur Mer, Berlin
  • Cookies Cream, Berlin
  • Ernst, Berlin
  • Golvet, Berlin
  • Nobelhart & Schmutzig, Berlin
  • Pauly Saal, Berlin
  • Richard, Berlin
  • Skykitchen, Berlin
  • Speiselokal tulus lotrek, Berlin
  • Maerz, Bietigheim-Bissingen
  • Wild X Berg, Birkenau
  • Barrique, Blieskastel
  • Kaspars, Bonn
  • Das Alte Haus, Braunschweig
  • Das kleine Lokal, Bremen
  • Landhaus Rössle, Bretzfeld
  • 17Fuffzig, Burg/Spreewald
  • Gasthaus Lege, Burgwedel
  • Navigare NSBhotel N° 4, Buxtehude
  • Palio, Celle- Sterneck, Cuxhaven
  • Schwarzer Hahn, Deidesheim
  • Rebstock Stube, Denzlingen
  • Rosin, Dorsten
  • Palmgarden, Dortmund
  • Akazienhof, Duisburg
  • Wilder Ritter, Durbach
  • Berens amKai, Düsseldorf
  • Fritzes Frau Franzi, Düsseldorf
  • Im Schiffchen bei Enzo, Düsseldorf
  • Nenio, Düsseldorf
  • Tafelspitz 1876, Düsseldorf
  • Hannappel, Düsseldorf
  • La Grappa, Essen
  • Erbprinz, Ettlingen
  • Bembergs Häuschen, Euskirchen
  • Oettingers, Fellbach
  • Goldener Hahn, Finsterwalde
  • Philipp Soldan, Frankenberg
  • Carmelo Greco, Franfurt Main
  • Ernos Bistro, Frankfurt Main
  • Gustav, Frankfurt Main
  • Lohninger, Frankfurt Main
  • Villa Merton, Frankfurt Main
  • Wolfshöhle, Freiburg
  • Genießer Stube, Friedland
  • Eckert, Grenzach-Wyhlen
  • Anna Sgroi, Hamburg
  • Bianc, Hamburg
  • Landhaus Scherrer, Hamburg
  • Trüffelschwein, Hamburg
  • Weinbasis, Hannover
  • Scharffs Schlossweinstube, Heidelberg
  • Gourmetrestaurant Dirk Maus, Heidesheim
  • Jacques, Heinsberg
  • L’étable, Bad Hersfeld
  • Schellers, Bad Homburg
  • Rabenstube, Horben
  • Scala, Jena
  • Helbigs Gasthaus, Johannesberg
  • Intense, Kallstadt
  • Sein, Karlsruhe
  • Christians, Kirchdorf
  • Laudensacks Parkhotel, Bad Kissingen
  • Da Vinci, Koblenz
  • Schillers, Koblenz
  • Alfredo, Köln
  • La Société, Köln
  • Ox & Klee, Köln
  • Pure White, Köln
  • Taku, Köln
  • San Martino Gourmet, Konstanz
  • Storchen, Bad Krozingen
  • Raubs Landgasthof, Kuppenheim
  • Gasthof zum Bad, Langenau
  • Keidenzeller Hof, Langenzenn
  • Buddenbrooks, Lübeck
  • Atable, Ludwigshafen
  • Favorite, Mainz
  • Dobler’s, Mannheim
  • Emma Wolf Since 1920, Mannheim
  • Le Corange, Mannheim
  • Marly, Mannheim
  • Kurlbaum, Moers
  • Amtskeller, Mulfingen
  • Am Kamin, Mühlheim an der Ruhr
  • Acetaia München
  • Restaurant Huber, München
  • Jin Restaurant, München
  • Tian München
  • experience taste
  • Landgasthof Poststuben, Bad Neuenahr-Ahrweiler
  • Le Temple, Neuhütten
  • Moro, Neustadt an der Weinstraße
  • Urgestein, Neustadt an der Weinstraße
  • Klostermanns Le Gourmet, Niederkassel
  • Novalis, Nörten-Hardenberg
  • Wonka, Nürnberg
  • Würzhaus, Nürnberg
  • Schlössl, Oberotterbach
  • Das Maximilians, Oberstdrof
  • Ess Atelier Strauss, Oberstdorf
  • Schaumahl, Offenbach
  • Silberdistel, Ofterschwang
  • Le Pavillon, Bad Petersthal
  • Zehners Stube, Pfaffenweiler
  • Villa Hammerschmiede, Pfinztal
  • Falkenstein, Pfronten- Huberwirt, Pleiskirchen
  • Friedrich Wilhelm, Potsdam
  • Kochzimmer, Potsdam
  • Atelier Sanssouci, Radebeul
  • Storstad, Regensburg
  • Ballebäuschen, Reichshof
  • Heldmann, Remscheid
  • Reuter, Rheda-Wiedenbrück
  • Gourmetrestaurant Dichterstub’n, Rottach-Egern
  • Freustil, Rügen
  • Louis, Saarlouis
  • Genuss-Apotheke, Bad Säckingen
  • Fallert, Sasbachwalden
  • Juwel, Schirgiswalde-Kirschgau
  • Hofstube, Schmallenberg
  • Rebers Pflug, Schwäbisch Hall
  • Weinhaus Uhle, Schwerin
  • Kaspers im Kapellenhof, Selzen
  • Philipp, Sommerhausen
  • Gourmet, St. Wendel
  • Torschreiberhaus, Stadthagen
  • Le Val d’Or, Stromberg
  • Délice, Stuttgart
  • Olivo restaurant, Stuttgart
  • Top Air, Stuttgart
  • Wielandshöhe, Stuttgart
  • Yosh, Stuttgart
  • Hardy’s, Sylt
  • JM, Sylt
  • Wein- und Tafelhaus, Trittenheim
  • Seehalde, Uhldingen-Mühlhofen
  • Siedepunkt, Ulm
  • O’Room, Usedom
  • Lamm Rosswag, Vaihingen an der Enz
  • Schwitzers, Waldbronn
  • Restaurant Johanns, Waldkirchen
  • Landwerk, Wallerfangen
  • Laurentius, Weikersheim
  • Gourmetrestaurant im Walk’schen Haus, Weingarten
  • Ente, Wiesbaden
  • Gourmetrestaurant Alexander Herrmann, Wirsberg
  • La Fontaine, Wolfsburg

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Restaurant-Kritik: Goldman Restaurant in Frankfurt

Ein Klassiker

mit frischen Ideen

 

Die Hanauer Landstraße hat viele Gastronomen kommen und gehen gesehen, doch Thomas Haus und sein Goldman Restaurant sind seit über zehn Jahren die feste Gourmetgröße in diesem Quartier. Gute Küche, lebensfrohe Atmosphäre, netter Service, moderate Preise – das Gesamtpaket stimmt einfach.

Seit sich Thomas Haus um seinen Zweitbetrieb, die adrett-rustikale und ebenfalls empfehlenswerte Werkskantine kümmern muss, überlässt er im Goldman seinem Küchenchef Sebastian Gonzalez Rivera die Führung. Er kann sich auf ihn und das gute eingespielte Team verlassen. Der Südamerikaner Rivera hat unter anderem bei Dirk Maus gearbeitet, der in Heidesheim am Rhein das hervorragende Gourmetrestaurant und Landgasthaus Sandhof betreibt. Die Küche im Restaurant Goldman versteht sich auf verfeinerte Klassik, die jung und modern ausgelegt wird. Ein mustergültiges Highlight: Flusskrebs-Ravioli in feiner Krustentiernage mit krossem Bauch vom Biolandschwein im Süßholzpfefferlack nebst Blumenkohlcreme. Ein Amuse soll leicht und appetitanregend ins Menü führen. Die schöne Forellencreme mit Forellenkaviar im zarten Knuspermantel mit Gelee von Roter Bete ist so wölkchenleicht und elegant, das man sie sich als richtige Vorspeise wünschen wird. Lachs kann langweilen, das gebratene norwegische Lachs-Sashimi in der Sesam-Gewürzkruste mit Sesammayonnaise, Passionsfrucht und Avocadocreme bietet dagegen unterhaltsame kulinarische Qualität.

Küchenchef Rivera

Den großen Klassiker, das Beef Wellington (im Bild oben), bekommt man nicht mehr so häufig. Und wenn, dann mitunter in eher schwacher Ausführung. Im Goldman Restaurant erlebten wir das butterzarte Rinderfilet in Gänseleberjus mit Kartoffelespuma und Blattspinat in Bestform. Am Ende soll es nicht noch etwas Fülliges und zu Süßes geben. Als kein plumpes, sondern schlankes Dessert erweist sich der zerlegte Apfelstrudel aus Granny Smith Sorbet, Quarkmousse, Apfelgel und Rum-Rosinen.  Es kommen gerne Weine auf die Karte, die nicht allzu kompliziert zu trinken sind und auch preislich nicht überfordern. Ein wenig mehr Mut und Zugriff auf die junge, deutsche talentierte Weinszene wäre vorteilhaft.

Thomas Haus und seine Frau Kirsten, die das Lokal gemeinsam führen, packen immer wieder selbst an, können sich aber auf ein gutes Service-Team stützen. Restaurantleiter Pino di Palma und der allgegenwärtige Carsten Friese sind gutgelaunte Gastgeber. Charlotte Chevallier nahm einen ungewöhnlichen Weg und betreute Giraffen im Osnabrücker Zoo, bevor sie eine Ausbildung in der Gastronomie startete und zum Goldman Restaurant wechselte.

Raviolo mit Schweinebauch

Das quicke und preiswerte East Side Lunch (3 Gänge für 26,50 €) ist sicher für viele interessant, die mittags auf der Suche nach einer guten Adresse sind. Abend bekommt man ein aufwendigeres Menü, kann aber auch à la carte bestellen. Den Marktleiter vom nahen Scheck-in, Peter Splettstößer, und Thomas Haus verbindet eine langjährige freundschaftliche Partnerschaft. Daraus entstehen interessante gemeinsame Veranstaltungen (Affaire Culinaire), wie das Champagner-Dinner mit 4 Gängen und 5 begleitenden Champagner für barmherzige 79 € als Inklusivpreis. Man sollte den Check-in-Markt und das Goldman auch übers Internet im Auge behalten, um auf solche besonderen Offerten stoßen zu können.

Ludwig Fienhold

Goldman Restaurant, 25hours Hotel, Frankfurt, Hanauer Landstraße. 127, Tel. 069 405 8689 806.

Geöffnet/Küche: Mo – Sa 12-14.30 Uhr, 18.30-22.30 Uhr, So zu.

www.goldman-restaurant.com

 

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Neueröffnung: Restaurant & Bar Fritz & Felix im Brenners Park-Hotel

Neues Food Konzept mit

Mut zu Würze & Grillglut

 

 

Mit dem Fritz & Felix Restaurant will das Brenners Park-Hotel & Spa in ein neues kulinarisches Zeitalter starten – jenseits formaler Atmosphäre und großer Menüs, wie es offiziell heißt. Die Food-Location soll für urbane Lebensart, entspannte Kommunikation und eine ebenso authentische wie originelle Küche stehen

Eingeheizt: Kreatives vom Designer-Grill       
Mittelpunkt des Fritz & Felix ist der große Designer-Grill als Blickfang. Das gusseiserne Prunkstück der englischen Firma Charcoa wurde im nordspanischen La Coruña hergestellt, wo bodenständige und gleichzeitig hochprofessionelle Grillkunst eine lange Tradition hat. Befeuert wird der Premium-Holzkohlengrill mit verschiedenen Holzsorten aus dem Schwarzwald – von Tanne und Fichte bis hin zu Buche und Birke, damit ganz unterschiedliche Geschmacksnuancen erreicht werden. Über der aromatischen Glut bereiten die Köche dann nicht nur Fleisch und Fisch zu, sondern auch Gemüsegerichte, die direkt über dem offenen Feuer oder auch in gusseisernen Töpfen brutzeln. Das kulinarische Konzept der neuen Genuss-Oase stammt aus der Feder des Schweizer Spitzenkochs Nenad Mlinarevic. Erstklassige und immer wieder überraschende Speisen sind ihm ebenso wichtig wie eine lässige Atmosphäre, die Kontakt und Kommunikation fördert. Im Fritz & Felix setzt der kreative Kopf auf neuartige Geschmackserlebnisse. Damit die Gäste viele unterschiedliche Aromen kosten können, gibt es keine umfangreichen Menüs, sondern ein Mosaik auf Basis erstklassiger Zutaten: Viele unterschiedliche Kleinigkeiten werden in der Mitte des Tisches serviert, wodurch können alle zugreifen können.

Kreatives Konzept

Restaurant Fritz & Felix

Umgesetzt wird das neue Konzept von Küchenchef Sebastian Mattis. „Wir wollen keine verkopften Kunstwerke kreieren“, betont der gebürtige Nordrhein-Westfale. „Die Produkte sollen nach dem schmecken, was sie sind – egal ob sie aus der Region kommen oder aus anderen Ländern. Außerdem wollen wir mutig würzen. Unser Essen soll Charakter, Seele und eine Geschichte haben.“ Sebastian Mattis setzt die oft stiefmütterlich behandelten Beilagen ganz neu in Szene: „Wir wollen zeigen, dass Gemüse und andere Beilagen sich nicht nur als Begleiter eignen, sondern tatsächlich auch die Hauptrolle spielen können.“ So kombiniert er beispielsweise Muskatkürbis mit Hanfsaat und Buchweizen, geröstetes Lauchherz mit Haselnuss oder Polenta mit Blauschimmelkäse.

Dass Nenad Mlinarevic, der kulinarische Vater des Restaurants, ein wahrer Veggie-Fan ist, zeigt sich auch bei Vorspeisen wie Brokkoli mit Ponzu, Schalottencrème und Sesam oder Artischocke mit Trüffel, Ricotta und Petersilie. Aber auch Fisch und Fleischliches gibt’s „vorneweg, am liebsten geteilt, aber auch allein“, so Sebastian Mattis. Beispielsweise Rindertatar mit Foie Gras, Champignons und Feige oder Aal vom Grill mit Aubergine, Miso und Bonito-Flakes. Bei den Hauptspeisen dürfen sich die Gäste dekorativ angerichtete Überraschungen freuen. So bringt der Chef Rotbarsch mit Chorizo auf den Teller oder ein ganzes Stubenküken mit Ananas und Salsa. Und statt der altbekannten Tellerdesserts gibt’s im Fritz & Felix süße Kleinigkeiten aus der Candy Bar.

Bar im Brenners Park-Hotel

Für die Umsetzung des neuartigen Gastro-Konzepts wird Sebastian Mattis zudem von Restaurant Manager Julius Hilger unterstützt, der einst seine Ausbildung im Brenners Park-Hotel absolvierte. Seitdem sammelte er umfangreiche Erfahrung in der gehobenen Gastronomie mit Stationen in Berlin, London, St. Moritz und Hamburg.

Coole Kreationen an der Bar       
Als ganz eigener neuer Publikumsmagnet glänzt die Bar des Fritz & Felix – inspiriert durch Design und Lifestyle der Roaring Twenties mit ihrer überbordenden Lebenslust. In heiterem Ambiente, das Naturelemente des Schwarzwalds mit technischen Details verbindet, komponiert Barchef Jean-Pierre Muyombano eigene Drinks und interpretiert Klassiker auf moderne Weise. Ins Glas kommen unter anderem hausgemachte Wermuts sowie eine der größten Sammlungen deutscher Gins & Whiskys.

Küchenchef Sebastian Mattis, Brenners Park-Hotel

Das kreative Konzept von Fritz & Felix setzt sich bei der Weinkarte fort: Statt in einer langweiligen Liste blättern die Gäste in einem vierteljährlich neu aufgelegten Weinmagazin mit Artikeln, Winzerportraits, Illustrationen und Beschreibungen der Weine. Bei der Weinauswahl von Berater Konstantin Baum, einem von nur acht deutschen „Masters of Wine“, dominieren Baden und Deutschland – ergänzt durch eine Zusammenstellung von Tropfen aus aller Welt. Viele Weine werden auch glasweise ausgeschenkt, so dass Liebhaber sogar rare und gereifte Weine nach Herzenslust probieren können.

Fritz & Felix, Brenners Park-Hotel & Spa, Baden-Baden,
Schillerstraße 4/6.
Geöffnet: Dienstag bis Samstag von 18 -1 Uhr.
www.fritzxfelix.com

Photocredit: Brenners Park-Hotel