Prosecco: Perle oder Schaum
schläger?

Der Durst des Sommers

 

Prosecco ist der Durst des Sommers, die Sehnsucht nach dem Lebensgefühl der Leichtigkeit. Dieser Schaumwein verheißt Urlaub, Sonne, Unbeschwertheit. Durch seinen mäßigen Alkoholgehalt macht er weder den Kopf breit, noch die Beine bleiern, sondern verhilft eher zu einer lässigen Beschwingtheit. Doch vieles, was unter dem Namen Prosecco den Markt überschwemmt, lässt die Zunge in seichtem Gewässer baden. In Düsseldorf und Frankfurt gab es jetzt zwei größere Verkostungen im Hotel InterConti, die einen etwas zwiespältigen Eindruck hinterließen.

Gut, die Hauptakteure waren die Weine des Chianti Classico mit 140 verschiedenen Flaschen, doch sollten sich die 23 Prosecchi nicht als Statisten fühlen müssen.  Die Auswahl zeigte sich keineswegs optimal: Gleich dreimal Adami, dafür fehlten aber gerade viele Spitzen-Prosecco, wie etwa Nino Franco, der für uns der Primus ist.  Es waren keine Winzer präsent und auch sonst keine Vertreter der Weingüter oder andere Ansprechpartner. Jedenfalls alles in allem eine merkwürdig emotionslose Weinverkostung. Mancher Teilnehmer freute sich, weil er unbeobachtet Herr über das Maß war. Am Ende konnte man aber immerhin sehen, dass Prosecco weit besser ist als sein Ruf.

Prosecco Region Valdobbiadene

Proseccozentrum Valdobbiadene

Prosecco ist nicht per se ein sektähnliches Getränk. Es gibt ihn in drei Varianten – als stillen Wein (Tranquillo), leichten Perlwein (Frizzante) und Schaumwein (Spumante). Die allen geschmackgebende Prosecco-Traube (seit fünf Jahren heißt diese Glera, was sich aber niemand merken will) wächst in den Voralpen der venezianischen Provinz Treviso auf 4.300 Hektar Rebland rund um Valdobbiadene und Conegliano. In den 15 Orten des Anbaugebietes leben rund 3.800 Prosecco-Erzeuger, darunter aber nur einige hundert Prosecco-Winzer im guten handwerklichen Sinn. Einige von ihnen ragen mit ihren Produkten heraus: der leise Valeriano Bortolin, die kreativen Brüder Adami, der weltmännische Primo Franco. Der ideale Prosecco ist feinperlig, frisch und angenehm leicht fruchtig. Er vermag mit dezenten Aromen aus Äpfeln, Akazien, Wiesenblumen und Mandeln zu erfreuen, wobei einige recht exotische Blüten treiben und nach Pfirsich, Ananas, Banane und Rose duften können. Je vielfältiger das Früchte- und Blumen-Bouquet, desto aufregender der Geschmack, der bei vielen weniger sorgfältig produzierten Weinen allerdings flach und eindimensional ausfällt.

Worin aber liegt das Geheimnis der enormen Beliebtheit von Prosecco? Er ist unkompliziert, säurearm und belastet mit seinen meist elf Prozent Alkohol auch nicht so sehr den Kopf. Prosecco macht nicht satt wie manch anderer schäumende Wein und steht im Ruf, leicht und bekömmlich zu sein. Als Aperitif regt er den Appetit an und passt zu Pasta, Polenta und Risotto, zu Fisch, Salaten und Salami. In Venetien trinkt man ihn ganz unbenommen zum Frühstück

Prosecco Region

Weingut Nino Franco

Und noch ein anderer, wenn inzwischen auch nicht mehr stimmiger Grund, lässt viele zum Prosecco greifen. Was hier zu Lande in vielen Lokalen glasweise an Champagner und Sekt angeboten wird, überzeugt oft nicht und ist obendrein zu hoch kalkuliert. Da kommt der Prosecco gerade recht, selbst wenn er nurmehr ein Schaumschläger ist. In Deutschland ist die Gewinnspanne trotz der auf Spumante erhobenen Sektsteuer von 1,36 € nicht unbeträchtlich. In den Lokalen Trevisos kostet ein Glas Prosecco meist zwei bis drei Euro, bei uns in der Regel zwischen fünf und acht Euro. In Deutschland fragen die Gäste selten den Kellner, welchen Prosecco er den aufzutischen gedenkt und scheinen mit jeder Plörre zufrieden zu sein. Sonst würde auch nicht so oft Flaues ausgeschenkt, vielfach ein Frizzante, der jedem wie abgestanden erscheinen muss, oder ein schwaches No-Name-Produkt. Auf der anderen Seite reagiert der Service oft mit Unverständnis auf Nachfragen und weiß nichts über den jeweiligen Hausprosecco – gerade in italienischen Lokalen. Nicht selten hört man als Antwort, dass Prosecco aus Italien käme. Na, da sind wir ja einigermaßen beruhigt.

LF

BISS PROSECCO TOP TWENTY

1. Nino Franco

2. Valeriano Bortolin

3. Le Colture

4. Merotto

5. Canevel

6. Adami

7. Villa Sandi

8. Bisol – Vigneti del Fol Extra Dry

9. Ruggeri – Vecchie Viti Brut

10. Daldin Brut

11. Collalto

12. Bortolomiol

13. Casa de Milan

14. Bortolotti

15. Casalini

16. Drusian

17. Pietro Bernardi

18. Case Bianche

19. La Tordera

20. La Farra

 

 

 

 




Soave: Das große Comeback

Die Favoriten der Region,

die man haben muss

 

Von Ludwig Fienhold

 

Wir haben über Soave zu reden: Dieser sozial, medial und gastronomisch geächtete Wein ist so gut wie nie zuvor, seit dem Jahrgang 2013 geht es aufwärts. Ein gutes Dutzend ambitionierter Winzer ragt dabei mit seinen Erzeugnissen heraus. Natürlich sind sie nur eine Pfütze gegenüber einem Ozean der Jämmerlichkeit. Doch lohnt es sich wieder mit Soave zu beschäftigen. Soave war jahrelang abgesoffen, die guten Gastronomen führen ihn nicht mehr, im Fachhandel spielt er kaum eine Rolle. Mit den aktuellen Jahrgang könnte und sollte ein Umdenken stattfinden, denn Soave zeigt, dass er nicht nur ein armseliger Pizza-Wein sein kann.

Manch einer vermutet hinter dem Begriff Soave keine Weinregion, sondern eine Discountermarke. Die oft dünnen charakterlosen Weine haben das Image des im Grunde bekanntesten italienischen Weines nachhaltig beschädigt. Dabei gab es schon immer gute Winzer in Soave, außerdem übernehmen immer mehr junge Winzer das Ruder, die andere Ansprüche haben. Bei ihnen merkt man besonders, dass Soave Charakter und eben auch Terroir hat. Um das kleine Städtchen im Hinterland von Verona wölben sich Hügel mit Vulkangestein, die ganz andere Weine hervorbringen als die in der Ebene. Grundsätzlich trifft der Name Soave sehr gut den Charakter der Weine, denn er bedeutet sanft, mild und anmutig. Doch inzwischen ist er auch recht spannend geworden. Soave steht für vulkanische Mineralität, feine Frucht, frische Zitrusnoten und eine wunderbar salzige Brise. Diese animierende Melange lässt die Weine ungemein aufleben und ermüdet auch nicht nach dem zweiten Glas. Bei einigen ist dies besonders deutlich zu spüren, etwa bei I Stefanini, einem unserer folgenden Favoriten.

 

Wein-Festung Soave

Wein-Festung Soave

 

 

 

 

 

 

 

 

 

I Stefanini

Alle drei Qualitäten zeigen Klasse und werden durch Mineralität, Duftigkeit und erfrischende Salzigkeit geprägt. Der Basiswein Il Selese ist kräftig, leicht kantig und saftig und vielleicht der trockenste des Trios. Monte di Toni zeigt Cremigkeit mit Biss und präsentiert sich mit dezent herber Frucht. Monte di Fice ist üppiger in der Frucht, aber auch würziger und ausdrucksvoller. Jedenfalls der Primus, wenngleich alle Vorzeige-Soave sind. Francesco Tessari ist pfiffiger als viele Mitbewerber und grenzt sich allein schon durch seine schönen Erntehelfer-Designer-Etiketten aus. Bilderbuch-Soave mit Charakter und faunischer Finesse.

 

Le Battistelle

Die bescheidene und überaus sympathische Winzerfamilie Dal Bosco erzeugt besonders individuelle Weine, die zu den allerbesten in der Soave-Region zählen. Das Gut liegt genau gegenüber von seinen drei Weinlagen in Brognoligo, das als die alte Seele von Soave geachtet wird. Die gerade einmal sechs Hektar ergeben charaktervolle, elegante, mineralische, würzige und von einer leichten Meeresbrise umspülte Tropfen. Der Soave Classico Montesei ist das frisch-energische Basisprodukt mit dichter Traubenaromatik und erreicht als Überzeugungsprodukt alle Geschmacksempfänger. Beim Soave DOC Classico Battistelle treten noch etwas mehr die Kräuteraromaten und Zitrusnoten hervor. Und der Roccolo del Durlo ist besonders floral, kraftvoll und körperlich sehr präsent.

 

Inama

Seit Jahren einer der ganz Großen – und für viele sogar der Primus inter Pares. So ausgeglichen, schlank und doch ausdrucksvoll präsentieren sich nur sehr sehr wenige Weine in der Soave-Region. Flirrende Wiesenblumen und delikate Früchte, in ihrer Opulenz perfekt zurückgehalten von salzigen Mandeln und frischer Mineralität. Ein Maul voll Reben.

 

Marco Mosconi

Der Corte Paradiso springt mit Charme und Leichtigkeit über die Zunge und hinterlässt doch eine gehaltvolle Spur aus Mirabellen und Grapefruit sowie diesem für den aktuellen Jahrgang typischen, ungemein auffrischenden Schuss salziger Meeresluft. Schwebende Duftigkeit, animierender Trinkfluss, schöne Cremigkeit. Ein moderner Klassiker mit deutlicher Soave-Identität. Großartig.

 

Filippi

Der junge Filippo Filippi ist Biowinzer und zählt zu den wenigen authentischen Erzeugern der Region. Auch sein Basiswein aus Castelcerino basiert auf der einzigartigen autochthonen Rebsorte Garganega, die nirgendwo sonst auf der Welt wächst. Hier gerät die Stilistik etwas anders und vielleicht deshalb besonders spannend und eigenwillig. Herbe Frische mit leichter Räuchernote wechselt mit Kräutern und mineralischer Frische. Wer knackige ungewöhnliche Rieslinge schätzt, wird sich leicht anfreunden. Solo sehr belebend, aber auch gut passend zu Antipasti und Fisch.

 

Tenuta Sant´Antonio

Die Jahrgänge davor waren schön und mild, doch jetzt fällt der Soave Fontana viel lebendiger und fast schon barock aus. Er begeistert durch Aromen aus Wildkräutern, frischem Obst mit Grapefruit-Dominanz, einer Spur Holunder und einem Touch Feuerstein. Muss man haben.

 

Fattori

Antonio Fattori ist ein ambitionierter Winzer, der wie alle hier empfohlenen Betriebe auf niedrige Erträge setzt und gegen den Massenstrom in Soave schwimmt. Sein „Danieli“ aus 100 % Garganega wächst in den vulkanischen Hügeln von Terrossa und Ronca. Die schöne opulente Frucht aus Quitte, Lindenblüten und Glyzinien wird durch Zitrusfrische und feine Salzigkeit geschmeidig gemacht und ungemein aufgefrischt. Ein hochfeiner, delikater und lustvoller Weingenuss.

 

Cantina del Castello

Das kleine Weingut residiert in einem Palazzo aus dem 13. Jahrhundert in der Altstadt von Soave und gehört noch immer zu den Geheimtipps. Flirrende Duftigkeit, brillante Fruchtaromen, Limettenfrische und blitzsaubere Knackigkeit zeichnen den Soave Classico aus und machen ihn zu einem „must have“. Ein Soave für Rieslingfreunde. Der nur unwesentlich teure Soave aus der Einzellage Pressoni gedeiht auf vulkanischem Basaltgestein und kommt auch ohne den Kontakt mit Holz aus, liegt aber drei Monate auf der Feinhefe (sur lie). Feiner Blütenduft, mineralische Frische und Substanz machen ihn zu einem Klassiker.

 

Anselmi

Der Soave-Pionier Roberto Anselmi ist endgültig aus dem offiziellen Wein-Konsortium der Gemeinde ausgetreten, was aber weder seine Stellung oder gar seine Weine schwächt.  Die junge Generation, Lisa und Tommaso, helfen inzwischen zwar die 70 Hektar mit zu bearbeiten, doch die große Linie bestimmt nach wie vor der Vater. Der frische, kräuterwürzige und preiswerte Basiswein San Vincenzo macht bereits Freude, die bei den Lagenweinen Capitel Foscarino und Capitel Groce noch in der Dichte, Eleganz und Komplexität gesteigert werden. Capitel Groce besteht zu 100% aus Garganega. Die Weine aus dem Jahrgang 2013 sind sehr weintraubig, vielschichtig und gut strukturiert, allen ist eine leichte Würze zu eigen, mitunter flackert eine leicht süß-speckige Note auf, deutlich beim Capitel Groce.

 

Balestri Valda

Ein ausgesprochen delikater und harmonischer Wein mit ausgezeichneter Balance. Warme Fruchtnoten aus Melone, Pfirsich und einem Hauch Birne, deren Fruchtigkeit mit schöner Kräuterwürze, einem Anklang von Minze und einer Prise Fleur de Sel aufgefrischt wird. Die Intensität beruht auf der typischen schwarzen Vulkan-Erde.

 

Gini

Der ganz wie die Region in sich ruhende, milde und liebenswürdige Sandro Gini ist ein geradliniger Klassiker. Seine Weine sind schmelzig, elegant, feinfruchtig und von dichter Struktur. Die jüngsten Stöcke sind über 40 Jahre alt.

Die konzentrierten Weine verlangen geradezu nach würziger Wurst, cremigem Risotto oder pikanter Pasta. Die Weine von Gini gehören zu den ganz wenigen aus Soave, die auch gut altern können und noch nach Jahren Qualität zeigen, wie beispielsweise der schön gereifte La Frosca von 1996 offenbart. Der aus Tuffstein gehauene Weinkeller ist sehenswert.

 

Coffele

Die junge Winzerin Chiara Coffele ist so vorwitzig wie ihr Wein: Lebhaft, lustig und etwas anders. Gemeinsam mit ihrem Bruder Alberto, der ebenfalls wie seine superkluge Schwester den Lehrerberuf aufgab um ganz Winzer zu werden, betreibt sie heute das 27 Hektar große Weingut. Mit jenem Elan, der auch typisch für die angenehm eigenwilligen Weine ist.  Der Wein weist zwar die typischen milden floralen Noten auf, zeigt aber auch speckige und pfeffrige Nuancen. Jedenfalls eine originelle und eigenwillige Interpretation des Soave und allein schon deshalb unbedingt zu probieren. Das gilt auch für den Spumante, einen der besten der Region. Das Weingut beschert einen umwerfend schönen Panoramablick über die sanft auf und abschwingende Hügellandschaft. Das verleiht Flügel.

 

Soave-Winzer Sandro Gini

Soave-Winzer Sandro Gini

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Informationen

Spezialist für italienische Weine, gerade auch für Soave, ist Guido Giovo, der jetzt mit seinem „Flirt“ sogar einen eigenen guten Soave für nettes Geld anbietet:

Giovo, Borsigstraße 17, 63165 Mühlheim/Main. Telefon +49 (0) 6108 / 9109 – 0.

info@giovo.de

www.giovo.de

 

Die meisten Soave-Weine sollten frisch innerhalb von zwei Jahren getrunken werden, die vielen älteren Jahrgänge, die wir verkosten konnten, haben uns nur wenig überzeugt und zeigten, dass die Lagerungsfähigkeit doch sehr begrenzt ist. Ausnahmen bestätigen die Regel. Die charakteristische Rebsorte Garganega ist die Basis der Appellation. Meist wird sie zu 100 % eingesetzt.

Das Interesse der Winzergenossenschaften, deren Anteil bei gut 85 % liegt, ist ein anderes als der kleinen Winzer. Man kann in europäischen Supermärkten Soave bereits für unglaubliche 1,99 € finden. Ein seriöser Soave kostet etwa zwischen 7 und 14 € und ist damit immer noch sehr preiswert.

Das Weindorf Soave hat gerade einmal 8000 Einwohner und ist in 20 Minuten vom Flughafen Verona aus zu erreichen. Es scheint, als gäbe es mehr Lokale, Weinläden und Cafés als Menschen, die sich just besonders dort gerne aufhalten. Vom Ortskern zu den Weinbergen sind es nur wenige Minuten, das Gebiet erschließt sich schnell und gehört auch optisch zu den besonders schönen Regionen Italiens.

Tipp zum Wohnen: Damaranto. Wunderschönes Designhotel mit historischem Charme und modernen Ideen mitten in Soave. Sehr gute Küche, tolles Frühstück, nette Gastgeber. www.damaranto.com

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Ice Hotel: Urlaub on the Rocks

Kunst & Kulinarik verschmelzen im Eis

 

Ziemlich Cool: Ein Eis-Hotel ganz aus dem gefrorenen Wasser des Flusses Torne geformt, bietet Gästen eine ungewöhnliche Übernachtung. Ein Aufenthalt verspricht ein Erlebnis der ganz besonderen Art und wird mit Kunst und Kulinarik garniert. In diesem Winter feiert das schwedische Icehotel sein 30-jähriges Bestehen als weltweit erstes Hotel aus Eis und Schnee.

Ein Pâtisserie-Laden mit riesigen Süßwaren, eine schwimmende Eisfrau mit Vorliebe für kalte Bäder und ein Schwarm Seeschwalben – die neuen Suiten des Icehotels, die jetzt eröffnet wurden, sind so fantasiereich und originell wie immer.34 Künstler aus 13 Ländern haben intensive Wochen in Jukkasjärvi in Schweden verbracht, um die jährliche Inkarnation des temporären Hotels zu schaffen, welches vollständig aus Eis und Schnee des Arctic Torne River besteht.

Ein großer Teil der diesjährigen Kunst ist von der Natur inspiriert. In „Spruce Woods“ von Christopher Pancoe und Jennie O’Keefe aus Kanada können sich die Gäste auf einem Campingplatz im Wald am Eis-Feuer niederlassen. Jonathan Green aus England kreiert zusammen mit seiner Tochter Marnie Green, eine Unterwasserwelt voller Korallen, Muscheln und Fischen – The Living Ocean Suite.“Die Suite ist inspiriert von den Klimaveränderungen und der Überfischung unserer Ozeane. Ich fand die Vorstellung spannend, gefrorenes Wasser aus einem Fluss in Nordschweden zu verwenden, um ein Meer mit Muscheln, Fischen und Korallen zu schaffen“, sagt Jonathan Paul Green.

Jonas Johansson, Jordi Claramunt und Lukas Petko aus Schweden, Spanien und der Slowakei schufen die Suite „Haven“, in der ein magisches Portal aus Eis von Clever Fox und Fiery Fenix ​​bewacht wird. Die Legende besagt, dass nur die eines reinen Herzens den Raum betreten dürfen, in dem die Zeit unendlich und das Leben ewig ist.

„Wir sind von dem Treffen verschiedener Menschen inspiriert worden und möchten eine Erfahrung schaffen, die zur Neugier, Kreativität und Zusammenarbeit einlädt. Mit Eis zu arbeiten, fühlt sich wie ein Traum an, wodurch unsere Liebe zu Licht, Glanz und Reflexion die Freiheit erhält sich auszuleben“, meint Jonas Johansson.

Der Bau des saisonalen Hotels erfordert reichlich Arbeit. Diese beginnt im März, wenn 2.500 Tonnen Eis vom Fluss Torne abgeerntet werden. Das Eis wird dann bis Oktober, wenn der Aufbau des Icehotels beginnt, bei Minustemperaturen gelagert. Ein Teil des Eises ist für die Herstellung von Gläsern, Tellern und Schüsseln sowie für internationale Aufträge von Events und Pop-Up-Ice-Erlebnissen vorgesehen.

Ein paar Wochen vor der Eröffnung kommen 34 Künstler aus 13 verschiedenen Ländern in Jukkasjärvi an, um 15 einzigartige Eis- und Schneesuiten, eine Eishalle für Hochzeiten und Zeremonien sowie die Haupthalle mit ikonischen Säulen und Kronleuchtern zu gestalten. Konstruktionsteam, Eisproduktion und Lichtdesigner arbeiteten gemeinsam mit den Künstlern an der Fertigstellung des neuen Hotels und schufen zusätzliche 20 Eisräume.

 

Icehotel in Zahlen

• Das Icehotel besteht ausschließlich aus Schnee und Eis des Arctic Torne River, Schwedens größtem nationalen Fluss.

• Das Hotel wird in den 12 Wochen von Oktober bis Januar errichtet, um im April wieder zum Fluss zurückzukehren.

• Die Gesamtmenge an Eis, die das Hotel verwendet, entspricht 10 Sekunden des Wasserflusses im Fluss Torne.

• Die ikonischen Kronleuchter fassen 1000 Eiskristalle, die von Hand geformt und montiert wurden.

• Das Hauptbaumaterial ist „Snice“ (eine Mischung aus Schnee + Eis).

30 000 Kubikmeter Snice – das entspricht 110 Millionen Eis am Stiel – werden für Fußböden, Decken und Wände des Hotels verwendet.

• Von 150 Bewerbungen werden 15 Teams ausgewählt und eingeladen, ihr Suite-Konzept umzusetzen.

Das Icehotel wird jedes Jahr von rund 70.000 Gästen aus aller Welt besucht. Etwa 50 Hochzeitspaare heiraten in der einzigartigen Zeremonienhalle. Die meisten Besucher bleiben drei Nächte – nur zwei Gäste in einer Eis-Suite. Die restlichen Übernachtungen werden in den warmen Räumen gebucht, die das Hotel ebenfalls anbietet. Es wird auch ein Icemenü serviert, ein festliches Fünf-Gänge-Menü auf Eistellern.

Seit 2017 ist in Jukkasjärvi ein permanentes Eis- und Schneeerlebnis mit 20 Zimmern und einer Eisbar verfügbar. Das Icehotel ändert das Design jedes Jahr und wird während der Sommermonate mit Solarstrom betrieben. Jetzt darf sich jeder berufen fühlen, seine eigene Suite zu entwerfen. Dafür benötigt man keine Lizenz im Herstellen von Eisskulpturen. Die Ice-Jury betrachtet weniger den beruflichen Hintergrund oder die technischen Fähigkeiten und bewertet vor allem das Konzept. Es muss eine originelle Idee sein, welche die Grenzen der konventionellen Eiskunst überschreitet. Wenn die Idee gut ist, wird das Hotel alles bereitstellen, um das Konzept umzusetzen. Bewerbungen werden zwischen dem 31. Januar und 30. April 2019 entgegengenommen. Ausführliche Informationen findet man  unter www.icehotel.com.

Der saisonale Teil des Icehotels ist noch bis zum 13. April 2019 geöffnet.
Die Preise für zwei Erwachsene beginnen für einen warmen Raum bei 150 € und für einen Eis-Zimmer bei 230 €.

Weitere Infos zu Schwedisch Lappland finden Sie hier: www.swedishlapland.de

 Photocredit: Schwedisch Lappland




Andernach wird Gourmet-Destination

Purs von Christian Eckhardt hat zwei Sterne

 

Das jahrzehntelang kulinarisch unverdächtige Städtchen Andernach wird jetzt zur Gourmet-Destination. Christian Eckhardt vom Restaurant Purs erhielt im neuen Guide seinen zweiten Stern, wobei er in dieser Liga bereits in der Villa Rothschild in Königstein mitspielte. Dass von Eckhardts Ehefrau Sarah Henke (beide im Bild) geführte Yoso und das Ristorante Ai Pero hatten schon zuvor einen Stern und konnten ihn halten. Alle drei Adressen gehören zur RD Gastro-Gruppe. Mit diesem neuen Dream-Trio nähert sich Andernach dem Gourmet-Dorf Baiersbronn und dessen ehrgeiziger Spitzengastronomie. Cristoph Rainer, vielen ebenfalls noch aus der Villa Rothschild bekannt, konnte im Luce d´Oro auf Schloss Elmau auch zwei Sterne einfahren. Überraschungsgewinner im neuen Michelin, der am 4. März auf den Markt kam, ist die Weinschänke Schloss Groenesteyn in Kiedrich im Rheingau. Dirk Schroer ist dort vor nicht einmal einem Jahr angetreten, um eine gehobene Landhausküche zu bieten. Die Auszeichnung mag ihn freuen, bedeutet aber auch eine Last, zumal nicht nur das regionale Publikum die rustikale Atmosphäre schätzt, aber bei Preisen gerne zusammenzuckt. In der 3-Sterne-Spitze hat sich nichts geändert.

Alle gewonnenen und verlorenen Sterne auf einen Klick

 

 

 

 




Russischer Investor kauft Gourmet Guide Gault & Millau

Гаулт-Миллау oder

oder Gault & Millau?

 

Die Branche ist aufgewühlt

 

Von Alexandra Volkoff 

 

Die Lizenznehmer wussten es schon am 8. Januar. Der französische Gault & Millau Titel wurde verkauft. In den letzten zwanzig Jahren geschah das fünf Mal, die meisten Käufer waren eher glücklos. Über die Jahre ersetzten wechselnde Redaktionen die einst unübertroffen witzige Diktion durch Standardtexte aus der Phrasendreschmühle. Statt pointierten Beiträgen füllten immer mehr Restaurants den Guide. Allein die Ausgabe 2019 verspricht 400 Neuheiten. Wie konnten die Inspektoren in den Vorjahren nur ganze Hundertschaften an vielversprechenden Restaurants übersehen? Das neue Konzept „Gault & Millau Pop“ mit „300 Orten für Gourmets 2.0“ blieb konturlos und wirkte eher wie eine redaktionelle Reste-Rampe aus Imbissen, Weinbars und Szene-Lokalen. Der Begriff 2.0 ist schwammig, steht aber für Social Media, wobei man sich dennoch fragen darf, was ein 2.0-Gourmet sein soll.

Verlustreiche Bilanzen

Tristesse herrschte auch beim Blick auf die Bilanz: Im Jahr 2014 standen 3.192.608 € Umsatz einem Verlust von 640.742 Euro gegenüber. Zwei Jahre später war der Umsatz auf 2.725.394 Euro geschrumpft, der Verlust hingegen auf 760.460 gewachsen. Seit 2017 meldete Gault & Millau France keine Umsätze mehr.

Wohin steuert der Restaurantführer?

Nach dem Unternehmen Smartbox, das mit Geschenk-Gutscheinen Millionen machte, übernahm Geschäftsführer Côme de Cherisay im Juli 2016 mit diversen Partnern den Guide. Seine Herrschaft währte knappe zweieinhalb Jahre. Erste Verkaufsgerüchte kamen im Oktober/November 2018 auf, Anfang Januar war es dann amtlich. Neue Eigner sind jetzt der Franzose Jacques Bally und der Russe Vladislav Skvortsov. Nun fragen sich nicht nur Köche: Wer ist das und was haben die beiden Herren mit dem Guide vor? Skvortsov ist ein Anwalt aus Moskau, spezialisiert auf Fusionen, Akquisitionen und Joint Ventures. Bally hingegen war „Vize-Präsident“ Consulting und Training bei Alain Ducasse und beriet zehn Restaurants, bevor er in Megève das kleine, feine Hotel-Imperium der Familie Sibuet leitete. Es folgte ein Jahr bei der Beratungsagentur „Chefs & Chefs“, die von Florence Cane geleitet wurde. Auch Cane stammt aus dem Ducasse-Imperium, sie ist jetzt jedoch für das Geschäftliche in der Unternehmensgruppe von Yannick Alléno zuständig. Schließlich gründete Jacques Bally seine eigene Agentur „Monaco Culinary Studio“ in der Rue du Gabian in Monaco. Consulting, Event-Management, Auswahl von Produkten und die Gault & Millau Lizenz für Russland listete er damals als seine Kernkompetenzen. Auch die von De Cherisay gegründete NTI Holding (New Taste International), die ihr Geld eher mit Konsumgütern verdient, wurde von Jacques Bally übernommen.

Neue Strategien

In der Branche fragt man sich nun, ob Bally weiterhin Alain Ducasse oder Yannick Alleno nahesteht. Die beiden Spitzenköche gelten in Paris nicht grade als beste Freunde, entsprechende Affinitäten könnten die Wertungen beeinflussen. Optimisten glauben, dass bald russische Millionen für seriöse Restauranttests fließen werden. Pessimisten vermuten eher, dass die Marke Gault & Millau demnächst für Consulting-Aktivitäten und handelsübliche Supermarkt-Produkte herhalten muss.

Dem Wirtschaftsmagazin Les Echos erklärt der neue Gault & Millau CEO Bally jedenfalls, er wolle „mit der Marke etwas Anderes machen.“ Angedacht ist wohl eine Konsumenten und Marketing-Zusammenschaltung mit Köchen und Lieferanten, ein „B2B und B2C Netzwerk in 22 Ländern“, also in allen Ländern mit Gault & Millau Lizenzen. Nach dem traditionellen Geschäftsfeld eines Restaurantführers klingt das nicht. Bereits am 8. Januar  kündigte Bally den Lizenznehmern die zügige „Präsentation einer neuen Strategie“ an.




Gonet: Ein großer Champagner kann auch preiswert sein

Für das schönste Feuerwerk sorgt Champagner

 

Vor allem an Weihnachten

und Silvester

 

Gibt es für 36 € einen besseren Champagner als den Blanc de Blancs Grand Cru Roy Soleil von Philippe Gonet? Wir kennen keinen Champagner-Winzer mit einem besseren Preis-Geschmacksverhältnis als Gonet. Das gilt durchaus für seine ganze Kollektion. Mit ein Grund für Geschmack und Preis: Das familiengeführte Weingut verarbeitet ausschließlich Trauben aus eigenen und sehr guten Lagen.

Der Roy Soleil ist eine wahre Perle. Die Grundweine werden teilweise in gebrauchten Eichenfässern ausgebaut, was in der Champagne eher ungewöhnlich ist. Er reift mindestens drei Jahre auf der Flasche, das Lesegut stammt aus der berühmten Grand Cru Lage Le Mesnil. Dieser cremige, opulente, feinperlige, balancierte und finessenreiche Gonet duftet delikat und schmeckt ziemlich sexy. Gerade für Weihnachten und Silvester ist die Magnumflasche ratsam, aus der es einfach noch eine Prise besser schmeckt. So oder so, unbedingt ein großes bauchiges Glas benutzen.

Gute Rosé-Champagner sind immer noch eine Seltenheit, Billecart-Salmon beispielsweise gehört zur Spitze. Der duftig-frische Rosé von Gonet für karitative 31,50 € besticht durch zarte Beerenfrucht, sensible Würze und animierenden Trinkfluss. Gonet ist durchweg spannend und überrascht durch sympathische Preise. Ein prägnanter Champagner mit Feinschliff: Beim Blanc de Blancs Brut „Signature“ von Gonet wirkt jede Perle wie poliert. Prononcierte Würzigkeit, elegante Statur, lupenreine Artikulation, saftiger Trinkfluss. Dieser vergnügt strahlende Champagner kostet mildtätige 31 € bei extraprima. Und auch hier wieder: Großes Glas einsetzen. 

Mit dem Champagne Blanc de Blancs Extra Brut 3210 erzeugte Pierre Gonet erstmals einen Dosage Zero: Dieser wird nicht beim Dégorgement mit einer gesüßten Dosage aufgefüllt, sondern nur mit restzuckerfreiem, durchgegorenem Wein. Während Champagner mit der Bezeichnung »Brut« bis zu 12 Gramm Restzucker je Liter haben darf, sind es beim Extra Brut nur null bis drei Gramm. In diesem Fall bleibt es bei null Gramm. Der 3210 reift drei Jahre »sur latte« (auf der Hefe), kommt von zwei unterschiedlichen Chardonnay-Parzellen, die sich ideal ergänzen, und wird mit null Gramm Zucker dosiert. Daher rührt auch der ungewöhnliche Name 3210: 3 Jahre Reife, 2 Lagen, 1 Rebsorte, 0 Dosage. Dieser fabelhafte Champagner wirkt sehr fest, dicht und reif und zeigt eine schöne Fülle, bleibt aber schlank dabei. Fazit: Kraftvoll, schnittig, präzise und sehr stoffig. Entfaltet seine Geschmeidigkeit im großen Glas, etwa dem ziemlich universellen Gabriel-Glas. Der Champagner Extra Brut von Gonet ist für unglaubliche 33,80 € zu bekommen. 

Die Geschwister Chantal und Pierre Gonet (hier im Bild) sind ein gutes Team, charmant und hoch professionell. Die Familie Gonet blickt auf eine lange Tradition zurück. Gegründet wurde die Domaine um 1820 in Le-Mesnil-sur-Oger, dem berühmten Ort an der Côte des Blancs. In sieben Generationen wuchs das Weingut auf 17 Hektar in insgesamt neun Gemeinden heran. Damit bewiesen die Vorfahren des heutigen Patrons Pierre Gonet Weitsicht. Denn sie kauften auch Weinberge außerhalb der Côte des Blancs hinzu, um ihrer Standardcuvée einen ausgewogeneren Charakter zu verleihen.

Von Parker und dem Sommelier-Magazin von Meininger werden viele Champagner von Gonet hoch bewertet. Besonderen Wert hat vor allem die Beziehung zum Gourmet-Hotel Bareiss: Dort wird Gonet auch offen ausgeschenkt, Hauslieferant ist dafür seit bald zehn Jahren das Mannheimer Champagner- und Weinhandelsunternehmen extraprima, das ein großes Sortiment von Gonet führt.

Champagner- und Wein-Import extraprima, Mannheim, Tel. 0621 28652. www.extraprima.com

 

Siehe auch BISS-Artikel „Die besten Champagner“

 

Photocredit: Gonet




Pillow Talk: Endlich Hotelzimmer mit dem liebsten Partner, dem Auto

Weltweit einzigartiges Konzept soll Anziehungspunkt in Gateway Gardens Frankfurt werden

 

Car-Loft & Rooftop-Gastronomie

 

Am Frankfurter Flughafen heben von Ende 2020 an auch Autos ab – mit einem Car-Lift. Diese weltweit einzigartigen Aufzüge transportieren die Fahrzeuge der Hotelgäste direkt vor die Car-Loft Zimmer des neuen b’mine Hotels. Zu den weiteren Highlights zählen das großzügige Rooftop samt Gastronomie sowie die modernen Veranstaltungsräume mit Blick auf das Rollfeld des Frankfurter Flughafens. Dieses Angebot macht das Hotel nicht nur für Gäste, sondern auch für lokale Besucher und Unternehmen attraktiv.

„Areal 16“ heißt die Grundstücksfläche im Bebauungsplan von Gateway Gardens, dem jüngsten Frankfurter Stadtteil in unmittelbarer Nähe zum Flughafen, auf dem noch in diesem Jahr die Tiefbauarbeiten beginnen werden. Nach dem erfolgreichen Kaufvertragsabschluss 2017 wurde mit dem Immobilienbereich der Fraport AG die Entwicklung initiiert. Bis 2020 entsteht hier ein innovatives Lifestyle-Hotel, das mit der patentierten CarLift Technologie und zugehörigen CarLoft Zimmern ein einzigartiges Konzept bieten möchte. Im b’mine hotelFrankfurt sollen Geschäftsreisende, Touristen wie Unternehmen gleichermaßen einchecken können. „Das Open-Space-Loft, mit trendigen Gastronomie- und Eventbereichen sowie mit eindrucksvollen Rooftop- Terrassen in den beiden obersten der insgesamt zwölf Etagen, soll Anziehungspunkt für den neuen Stadtteil und die Region werden“, heißt es offiziell.

Parkplatz mit Aussicht

Das auffälligste Merkmal des b’mine hotelssind die Car-Lifts. Diese speziellen Aufzüge transportieren das Auto direkt vor eins der 40 CarLoft Zimmer, wo Elektroautos auch geladen werden können. Die Suche nach einem freien Parkplatz und einer Ladestation entfällt fortan. Das CarLoft-Konzept wurde von Projektentwicklern in anderen Immobilien bereits umgesetzt. Mit den b’mine hotelskommen nun erstmals auch Hotelgäste in den Genuss der barrierefreien und komfortablen Car-Loggias, wie die Parkflächen vor den Zimmern heißen.

Neuer Hotspot für Locals

In der zwölften Etage befinden sich Bar und Restaurant, die als Open-Space-Loft angelegt sind, sowie eine sehr großzügig gehaltene Dachterrasse. Eine exklusive Aussicht auf den Frankfurter Flughafen mit Start- und Landebahn wird den Gästen garantiert. Im Erdgeschoss befinden sich zudem ein Coffeeshop und ein Bistro, unter anderem mit Grab-’n’-Go-Frühstück für Gäste aus Hotel und Umgebung.

Ungewöhnlicher Eventbereich  

Event wird in allen b’mine hotelsein zentrales Element sein. So steht in den beiden oberen Etagen des Frankfurter Hauses ein besonderer Bereich für Veranstaltungen, Tagungen und Kongresse zur Verfügung. Dank des Car-Lifts können Fahrzeuge und Maschinen mit bis zu 4,9 Tonnen Gewicht in den größten Veranstaltungsraum gebracht werden – ein einzigartiger Vorteil für Produktpräsentationen. Bodentiefe Fenster und Terrassen geben einen Weitblick über die Stadt. Auch private Feiern finden in den Veranstaltungsräumen unterschiedlicher Größe und Ausstattung ein attraktives Umfeld. Zusätzlich entsteht im Innenbereich des Areals eine Outdoor-Location für Veranstaltungen von bis zu 500 Personen.

Digital einchecken

Neben Car-Lift, Design und Gastronomie will das b’mine hotelin Sachen Digitalisierung eine Vorreiterstellung einnehmen. Nach der Onlinebuchung können die Gäste per Smartphone im Hotel ein- und auschecken sowie die Zimmertür öffnen. Die direkte Kommunikation soll per Chatbot möglich sein. Höchste Mobilfunkabdeckung und Highspeed-WiFi werden überall im Haus als verfügbar versprochen. Neben den ersten Hotels dieser Art in Frankfurt und Düsseldorf, sollen noch weitere zehn Häuser in Deutschland und anderen europäischen Städten eröffnen.

 




Surprise in Türkis: Neues Hotel Motel One im Zentrum Frankfurts

Top Location mit einer Bar,

die niemals schließt

 

Türkis belebt in diesen trüben Tagen. Türkise Shirts, türkise Sneaker und sogar türkise Drinks gehören zum farblich munteren Bild der Motel One Hotels, von denen jetzt ein neues in der Frankfurter Innenstadt in der Nähe vom Rathaus Römer eröffnete. „Location, Location, Location“, postulierte einst Conrad Hilton als Voraussetzung für ein erfolgreiches Hotel. Das Motel One „Römer“ zwischen Berliner Straße und Bethmann Straße liegt in bester Innenstadtlage und erlaubt den Gästen einen laufnahen Zugang zum Zentrum. Die Ersparnis an Taxiskosten dabei ist  nicht unwichtig, wobei Zimmerpreis ab 89 € das Budget ohnehin wenig belasten.

Motel One Frankfurt

Das Motel One Römer steckt voller Überraschungen. Viele Details sind Reminiszenzen an die Buchmessestadt Frankfurt, sogar Kafka ist dabei. Industrielle Druck-Letter, Werkbänke und alte Fabrikleuchten mit modernem Interior Design werden lässig kombiniert. Eine Skizze der Frankfurter Skyline und wie von einem Windhauch schwebende Papierblätter in Form einer Leuchte aus über 300 einzelnen, handgefertigten hauchzarten Porzellanblättern, werden zum Hingucker im Eingangsbereich des Motel One. Fast schon ein literarischer Clou: Das Objekt wurde von der Berliner Künstlerin Cordula Kafka gefertigt. Wo einst der öde Bundesrechnungshof seinen Platz hatte, ist nun jedenfalls ein ziemlich interessantes und optisch gefälliges Hotel entstanden.

Die Bar wird nie müde

Die Bar ist das Herzstück des Hauses und schließt nie. Die Gin-Auswahl ist enorm. Während die Frankfurter Hotel-Bars selten mit guten Weinen glänzen, schon gar nicht mit den offenen, hat man sich im Motel One einige gute und vor allem auch noch preiswerte Flaschen ausgesucht. Die Weine von Heitlinger aus dem badischen Kraichgau sind grundsätzlich gut, auch die Basis. Der Pinot Gris „Spicy Stone“ ist ein sehr saftiger Grauburgunder, dessen starker Trinkfluss zum nächsten und übernächsten Glas animiert. Auch der Preis bremst nicht: 5,50 € für das 02l-Glas. Gleiches gilt für den Rosé (4,90 €), der dezent nach roten Früchten duftet und dabei wunderbar trocken ausfällt. Winzer Claus Burmeister hat noch viele andere erstklassige Weine im Repertoire, immerhin gibt es gleich drei davon im Motel One.

Motel One Frankfurt

Das schmale Motel One „Römer“ bietet 470 Zimmer, wie gewohnt klein und effizient, manche mit recht schönem Blick: Von Zimmer 713 beispielsweise schaut man auf den Frankfurter Hof. Im mobilen Zeitalter wird auf Telefon verzichtet, nicht aber auf bequeme Boxspringbetten und ägyptische Baumwoll-Bettwäsche. Bei der offiziellen Eröffnung, die jetzt mit 450 Gästen stattfand, war die Bar so umlagert, wie es sich das Hotel künftig mit zahlenden Gästen wünscht.

LF

 

Photocredit: Motel One, Barbara Fienhold

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Sofitel Frankfurt Opera: Florian Schütz ist neuer General Manager

Was wird er

bewegen können?

 

Das Sofitel Frankfurt Opera bekommt mit Florian Schütz einen neuen General Manager (im Bild rechts). Der 39 Jahre alte Frankfurter kehrt damit wieder an den Main zurück. Davor war Schütz in verschiedenen Managementpositionen in der New Yorker Hotellerie tätig. Er ist ist mit der Gastgeberkultur von Sofitel vertraut: Rund zehn Jahre wirkte er im Sofitel New York, zuletzt als Hotelmanager. Danach bekleidete er die Position des Hoteldirektors im Sixty Les in Manhattan und gründete parallel dazu das Restaurant Egg Shop in New York. 2018 kehrte Schütz als Hotelmanager nach Frankfurt und zur Marke Sofitel zurück und verstärkte die Hotelführung unter Denis DeSchrevel, der nun andere Aufgaben innerhalb der Accor Hotel-Gruppe wahrnimmt, wie es offiziell etwas vage heißt.

„Ich freue mich, nach 17 Jahren in New York wieder in meiner Heimatstadt Frankfurt tätig zu sein. Das Sofitel Opera ist eines der schönsten Hotels in Frankfurt mit einer fantastischen Lage an der Alten Oper. Ich freue mich darauf, meine Auslandserfahrung, besonders im F&B-Bereich, einsetzen zu können“, meint Florian Schütz. Zu seinen Aufgaben zählt, „die Wettbewerbsfähigkeit des Sofitel Frankfurt Opera am Markt weiter zu stärken.“ Das mag sich einfach anhören, aber bislang hat das Sofitel Opera nicht viel von sich reden gemacht oder mit ungewöhnlichen Leistungen punkten können.

 

Photocredit: Peter Krausgrill




Neue Kulinarik-Manufaktur: Wohlfahrt & Lingelser wieder ein Team

Produkte und Gerichte für Anspruchsvolle

sollen in allen Scheck-in-Märkten zu haben sein

 

Harald Wohlfahrt (rechts im Bild) arbeitet jetzt wieder mit seinem langjährigen Patisserie-Chef Pierre Lingelser zusammen und wird gemeinsam mit ihm und zwei weiteren ehemaligen Mitarbeitern aus der Traube Tonbach für das Unternehmen Scheck-in eine Kulinarik-Manufaktur aufbauen. Dort sollen über 40 Mitarbeiter neue Produkte und Gerichte für Anspruchsvolle entwickeln.

Harald Wohlfahrt, der sich seit Anfang des Jahres als „Genuss-Botschafter“ für alle 14 Scheck-in-Märkte verpflichtet hat, baut damit seinen Engagement bei der Gruppe aus. In der künftigen Scheck-in-Manufaktur, die in rund sechs Monaten bei einer Investition von neun Millionen Euro im baden-württembergischen Achern entstehen wird, sollen für alle 14 Betriebe eigene Erzeugnisse gefertigt werden. Dabei gibt es auch eine eigene Pasta-Produktion für Frischteigwaren. Pierre Lingelser wird sich mit Patisserie, Kuchen, Desserts und auch Joghurt-Kreationen beschäftigen. Zur Manufaktur gehört außerdem eine Produktlinie für die Fertigung von Fleischspezialitäten. Lebensmittel und Gerichte in großer Auswahl und von hoher Qualität ist das gesteckte Ziel. Der Acherner Unternehmer Adolf Scheck  ist überzeugt, mit seiner Manufaktur eine Marktlücke schließen zu können, zumal das Kochen in den eigenen vier Wänden wieder an Bedeutung gewonnen hätte.

 

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