Ice Hotel: Urlaub on the Rocks

Kunst & Kulinarik verschmelzen im Eis

 

Ziemlich Cool: Ein Eis-Hotel ganz aus dem gefrorenen Wasser des Flusses Torne geformt, bietet Gästen eine ungewöhnliche Übernachtung. Ein Aufenthalt verspricht ein Erlebnis der ganz besonderen Art und wird mit Kunst und Kulinarik garniert. In diesem Winter feiert das schwedische Icehotel sein 30-jähriges Bestehen als weltweit erstes Hotel aus Eis und Schnee.

Ein Pâtisserie-Laden mit riesigen Süßwaren, eine schwimmende Eisfrau mit Vorliebe für kalte Bäder und ein Schwarm Seeschwalben – die neuen Suiten des Icehotels, die jetzt eröffnet wurden, sind so fantasiereich und originell wie immer.34 Künstler aus 13 Ländern haben intensive Wochen in Jukkasjärvi in Schweden verbracht, um die jährliche Inkarnation des temporären Hotels zu schaffen, welches vollständig aus Eis und Schnee des Arctic Torne River besteht.

Ein großer Teil der diesjährigen Kunst ist von der Natur inspiriert. In „Spruce Woods“ von Christopher Pancoe und Jennie O’Keefe aus Kanada können sich die Gäste auf einem Campingplatz im Wald am Eis-Feuer niederlassen. Jonathan Green aus England kreiert zusammen mit seiner Tochter Marnie Green, eine Unterwasserwelt voller Korallen, Muscheln und Fischen – The Living Ocean Suite.“Die Suite ist inspiriert von den Klimaveränderungen und der Überfischung unserer Ozeane. Ich fand die Vorstellung spannend, gefrorenes Wasser aus einem Fluss in Nordschweden zu verwenden, um ein Meer mit Muscheln, Fischen und Korallen zu schaffen“, sagt Jonathan Paul Green.

Jonas Johansson, Jordi Claramunt und Lukas Petko aus Schweden, Spanien und der Slowakei schufen die Suite „Haven“, in der ein magisches Portal aus Eis von Clever Fox und Fiery Fenix ​​bewacht wird. Die Legende besagt, dass nur die eines reinen Herzens den Raum betreten dürfen, in dem die Zeit unendlich und das Leben ewig ist.

„Wir sind von dem Treffen verschiedener Menschen inspiriert worden und möchten eine Erfahrung schaffen, die zur Neugier, Kreativität und Zusammenarbeit einlädt. Mit Eis zu arbeiten, fühlt sich wie ein Traum an, wodurch unsere Liebe zu Licht, Glanz und Reflexion die Freiheit erhält sich auszuleben“, meint Jonas Johansson.

Der Bau des saisonalen Hotels erfordert reichlich Arbeit. Diese beginnt im März, wenn 2.500 Tonnen Eis vom Fluss Torne abgeerntet werden. Das Eis wird dann bis Oktober, wenn der Aufbau des Icehotels beginnt, bei Minustemperaturen gelagert. Ein Teil des Eises ist für die Herstellung von Gläsern, Tellern und Schüsseln sowie für internationale Aufträge von Events und Pop-Up-Ice-Erlebnissen vorgesehen.

Ein paar Wochen vor der Eröffnung kommen 34 Künstler aus 13 verschiedenen Ländern in Jukkasjärvi an, um 15 einzigartige Eis- und Schneesuiten, eine Eishalle für Hochzeiten und Zeremonien sowie die Haupthalle mit ikonischen Säulen und Kronleuchtern zu gestalten. Konstruktionsteam, Eisproduktion und Lichtdesigner arbeiteten gemeinsam mit den Künstlern an der Fertigstellung des neuen Hotels und schufen zusätzliche 20 Eisräume.

 

Icehotel in Zahlen

• Das Icehotel besteht ausschließlich aus Schnee und Eis des Arctic Torne River, Schwedens größtem nationalen Fluss.

• Das Hotel wird in den 12 Wochen von Oktober bis Januar errichtet, um im April wieder zum Fluss zurückzukehren.

• Die Gesamtmenge an Eis, die das Hotel verwendet, entspricht 10 Sekunden des Wasserflusses im Fluss Torne.

• Die ikonischen Kronleuchter fassen 1000 Eiskristalle, die von Hand geformt und montiert wurden.

• Das Hauptbaumaterial ist „Snice“ (eine Mischung aus Schnee + Eis).

30 000 Kubikmeter Snice – das entspricht 110 Millionen Eis am Stiel – werden für Fußböden, Decken und Wände des Hotels verwendet.

• Von 150 Bewerbungen werden 15 Teams ausgewählt und eingeladen, ihr Suite-Konzept umzusetzen.

Das Icehotel wird jedes Jahr von rund 70.000 Gästen aus aller Welt besucht. Etwa 50 Hochzeitspaare heiraten in der einzigartigen Zeremonienhalle. Die meisten Besucher bleiben drei Nächte – nur zwei Gäste in einer Eis-Suite. Die restlichen Übernachtungen werden in den warmen Räumen gebucht, die das Hotel ebenfalls anbietet. Es wird auch ein Icemenü serviert, ein festliches Fünf-Gänge-Menü auf Eistellern.

Seit 2017 ist in Jukkasjärvi ein permanentes Eis- und Schneeerlebnis mit 20 Zimmern und einer Eisbar verfügbar. Das Icehotel ändert das Design jedes Jahr und wird während der Sommermonate mit Solarstrom betrieben. Jetzt darf sich jeder berufen fühlen, seine eigene Suite zu entwerfen. Dafür benötigt man keine Lizenz im Herstellen von Eisskulpturen. Die Ice-Jury betrachtet weniger den beruflichen Hintergrund oder die technischen Fähigkeiten und bewertet vor allem das Konzept. Es muss eine originelle Idee sein, welche die Grenzen der konventionellen Eiskunst überschreitet. Wenn die Idee gut ist, wird das Hotel alles bereitstellen, um das Konzept umzusetzen. Bewerbungen werden zwischen dem 31. Januar und 30. April 2019 entgegengenommen. Ausführliche Informationen findet man  unter www.icehotel.com.

Der saisonale Teil des Icehotels ist noch bis zum 13. April 2019 geöffnet.
Die Preise für zwei Erwachsene beginnen für einen warmen Raum bei 150 € und für einen Eis-Zimmer bei 230 €.

Weitere Infos zu Schwedisch Lappland finden Sie hier: www.swedishlapland.de

 Photocredit: Schwedisch Lappland




Andernach wird Gourmet-Destination

Purs von Christian Eckhardt hat zwei Sterne

 

Das jahrzehntelang kulinarisch unverdächtige Städtchen Andernach wird jetzt zur Gourmet-Destination. Christian Eckhardt vom Restaurant Purs erhielt im neuen Guide seinen zweiten Stern, wobei er in dieser Liga bereits in der Villa Rothschild in Königstein mitspielte. Dass von Eckhardts Ehefrau Sarah Henke (beide im Bild) geführte Yoso und das Ristorante Ai Pero hatten schon zuvor einen Stern und konnten ihn halten. Alle drei Adressen gehören zur RD Gastro-Gruppe. Mit diesem neuen Dream-Trio nähert sich Andernach dem Gourmet-Dorf Baiersbronn und dessen ehrgeiziger Spitzengastronomie. Cristoph Rainer, vielen ebenfalls noch aus der Villa Rothschild bekannt, konnte im Luce d´Oro auf Schloss Elmau auch zwei Sterne einfahren. Überraschungsgewinner im neuen Michelin, der am 4. März auf den Markt kam, ist die Weinschänke Schloss Groenesteyn in Kiedrich im Rheingau. Dirk Schroer ist dort vor nicht einmal einem Jahr angetreten, um eine gehobene Landhausküche zu bieten. Die Auszeichnung mag ihn freuen, bedeutet aber auch eine Last, zumal nicht nur das regionale Publikum die rustikale Atmosphäre schätzt, aber bei Preisen gerne zusammenzuckt. In der 3-Sterne-Spitze hat sich nichts geändert.

Alle gewonnenen und verlorenen Sterne auf einen Klick

 

 

 

 




Russischer Investor kauft Gourmet Guide Gault & Millau

Гаулт-Миллау oder

oder Gault & Millau?

 

Die Branche ist aufgewühlt

 

Von Alexandra Volkoff 

 

Die Lizenznehmer wussten es schon am 8. Januar. Der französische Gault & Millau Titel wurde verkauft. In den letzten zwanzig Jahren geschah das fünf Mal, die meisten Käufer waren eher glücklos. Über die Jahre ersetzten wechselnde Redaktionen die einst unübertroffen witzige Diktion durch Standardtexte aus der Phrasendreschmühle. Statt pointierten Beiträgen füllten immer mehr Restaurants den Guide. Allein die Ausgabe 2019 verspricht 400 Neuheiten. Wie konnten die Inspektoren in den Vorjahren nur ganze Hundertschaften an vielversprechenden Restaurants übersehen? Das neue Konzept „Gault & Millau Pop“ mit „300 Orten für Gourmets 2.0“ blieb konturlos und wirkte eher wie eine redaktionelle Reste-Rampe aus Imbissen, Weinbars und Szene-Lokalen. Der Begriff 2.0 ist schwammig, steht aber für Social Media, wobei man sich dennoch fragen darf, was ein 2.0-Gourmet sein soll.

Verlustreiche Bilanzen

Tristesse herrschte auch beim Blick auf die Bilanz: Im Jahr 2014 standen 3.192.608 € Umsatz einem Verlust von 640.742 Euro gegenüber. Zwei Jahre später war der Umsatz auf 2.725.394 Euro geschrumpft, der Verlust hingegen auf 760.460 gewachsen. Seit 2017 meldete Gault & Millau France keine Umsätze mehr.

Wohin steuert der Restaurantführer?

Nach dem Unternehmen Smartbox, das mit Geschenk-Gutscheinen Millionen machte, übernahm Geschäftsführer Côme de Cherisay im Juli 2016 mit diversen Partnern den Guide. Seine Herrschaft währte knappe zweieinhalb Jahre. Erste Verkaufsgerüchte kamen im Oktober/November 2018 auf, Anfang Januar war es dann amtlich. Neue Eigner sind jetzt der Franzose Jacques Bally und der Russe Vladislav Skvortsov. Nun fragen sich nicht nur Köche: Wer ist das und was haben die beiden Herren mit dem Guide vor? Skvortsov ist ein Anwalt aus Moskau, spezialisiert auf Fusionen, Akquisitionen und Joint Ventures. Bally hingegen war „Vize-Präsident“ Consulting und Training bei Alain Ducasse und beriet zehn Restaurants, bevor er in Megève das kleine, feine Hotel-Imperium der Familie Sibuet leitete. Es folgte ein Jahr bei der Beratungsagentur „Chefs & Chefs“, die von Florence Cane geleitet wurde. Auch Cane stammt aus dem Ducasse-Imperium, sie ist jetzt jedoch für das Geschäftliche in der Unternehmensgruppe von Yannick Alléno zuständig. Schließlich gründete Jacques Bally seine eigene Agentur „Monaco Culinary Studio“ in der Rue du Gabian in Monaco. Consulting, Event-Management, Auswahl von Produkten und die Gault & Millau Lizenz für Russland listete er damals als seine Kernkompetenzen. Auch die von De Cherisay gegründete NTI Holding (New Taste International), die ihr Geld eher mit Konsumgütern verdient, wurde von Jacques Bally übernommen.

Neue Strategien

In der Branche fragt man sich nun, ob Bally weiterhin Alain Ducasse oder Yannick Alleno nahesteht. Die beiden Spitzenköche gelten in Paris nicht grade als beste Freunde, entsprechende Affinitäten könnten die Wertungen beeinflussen. Optimisten glauben, dass bald russische Millionen für seriöse Restauranttests fließen werden. Pessimisten vermuten eher, dass die Marke Gault & Millau demnächst für Consulting-Aktivitäten und handelsübliche Supermarkt-Produkte herhalten muss.

Dem Wirtschaftsmagazin Les Echos erklärt der neue Gault & Millau CEO Bally jedenfalls, er wolle „mit der Marke etwas Anderes machen.“ Angedacht ist wohl eine Konsumenten und Marketing-Zusammenschaltung mit Köchen und Lieferanten, ein „B2B und B2C Netzwerk in 22 Ländern“, also in allen Ländern mit Gault & Millau Lizenzen. Nach dem traditionellen Geschäftsfeld eines Restaurantführers klingt das nicht. Bereits am 8. Januar  kündigte Bally den Lizenznehmern die zügige „Präsentation einer neuen Strategie“ an.




Gonet: Ein großer Champagner kann auch preiswert sein

Für das schönste Feuerwerk sorgt Champagner

 

Vor allem an Weihnachten

und Silvester

 

Gibt es für 36 € einen besseren Champagner als den Blanc de Blancs Grand Cru Roy Soleil von Philippe Gonet? Wir kennen keinen Champagner-Winzer mit einem besseren Preis-Geschmacksverhältnis als Gonet. Das gilt durchaus für seine ganze Kollektion. Mit ein Grund für Geschmack und Preis: Das familiengeführte Weingut verarbeitet ausschließlich Trauben aus eigenen und sehr guten Lagen.

Der Roy Soleil ist eine wahre Perle. Die Grundweine werden teilweise in gebrauchten Eichenfässern ausgebaut, was in der Champagne eher ungewöhnlich ist. Er reift mindestens drei Jahre auf der Flasche, das Lesegut stammt aus der berühmten Grand Cru Lage Le Mesnil. Dieser cremige, opulente, feinperlige, balancierte und finessenreiche Gonet duftet delikat und schmeckt ziemlich sexy. Gerade für Weihnachten und Silvester ist die Magnumflasche ratsam, aus der es einfach noch eine Prise besser schmeckt. So oder so, unbedingt ein großes bauchiges Glas benutzen.

Gute Rosé-Champagner sind immer noch eine Seltenheit, Billecart-Salmon beispielsweise gehört zur Spitze. Der duftig-frische Rosé von Gonet für karitative 31,50 € besticht durch zarte Beerenfrucht, sensible Würze und animierenden Trinkfluss. Gonet ist durchweg spannend und überrascht durch sympathische Preise. Ein prägnanter Champagner mit Feinschliff: Beim Blanc de Blancs Brut „Signature“ von Gonet wirkt jede Perle wie poliert. Prononcierte Würzigkeit, elegante Statur, lupenreine Artikulation, saftiger Trinkfluss. Dieser vergnügt strahlende Champagner kostet mildtätige 31 € bei extraprima. Und auch hier wieder: Großes Glas einsetzen. 

Mit dem Champagne Blanc de Blancs Extra Brut 3210 erzeugte Pierre Gonet erstmals einen Dosage Zero: Dieser wird nicht beim Dégorgement mit einer gesüßten Dosage aufgefüllt, sondern nur mit restzuckerfreiem, durchgegorenem Wein. Während Champagner mit der Bezeichnung »Brut« bis zu 12 Gramm Restzucker je Liter haben darf, sind es beim Extra Brut nur null bis drei Gramm. In diesem Fall bleibt es bei null Gramm. Der 3210 reift drei Jahre »sur latte« (auf der Hefe), kommt von zwei unterschiedlichen Chardonnay-Parzellen, die sich ideal ergänzen, und wird mit null Gramm Zucker dosiert. Daher rührt auch der ungewöhnliche Name 3210: 3 Jahre Reife, 2 Lagen, 1 Rebsorte, 0 Dosage. Dieser fabelhafte Champagner wirkt sehr fest, dicht und reif und zeigt eine schöne Fülle, bleibt aber schlank dabei. Fazit: Kraftvoll, schnittig, präzise und sehr stoffig. Entfaltet seine Geschmeidigkeit im großen Glas, etwa dem ziemlich universellen Gabriel-Glas. Der Champagner Extra Brut von Gonet ist für unglaubliche 33,80 € zu bekommen. 

Die Geschwister Chantal und Pierre Gonet (hier im Bild) sind ein gutes Team, charmant und hoch professionell. Die Familie Gonet blickt auf eine lange Tradition zurück. Gegründet wurde die Domaine um 1820 in Le-Mesnil-sur-Oger, dem berühmten Ort an der Côte des Blancs. In sieben Generationen wuchs das Weingut auf 17 Hektar in insgesamt neun Gemeinden heran. Damit bewiesen die Vorfahren des heutigen Patrons Pierre Gonet Weitsicht. Denn sie kauften auch Weinberge außerhalb der Côte des Blancs hinzu, um ihrer Standardcuvée einen ausgewogeneren Charakter zu verleihen.

Von Parker und dem Sommelier-Magazin von Meininger werden viele Champagner von Gonet hoch bewertet. Besonderen Wert hat vor allem die Beziehung zum Gourmet-Hotel Bareiss: Dort wird Gonet auch offen ausgeschenkt, Hauslieferant ist dafür seit bald zehn Jahren das Mannheimer Champagner- und Weinhandelsunternehmen extraprima, das ein großes Sortiment von Gonet führt.

Champagner- und Wein-Import extraprima, Mannheim, Tel. 0621 28652. www.extraprima.com

 

Siehe auch BISS-Artikel „Die besten Champagner“

 

Photocredit: Gonet




Pillow Talk: Endlich Hotelzimmer mit dem liebsten Partner, dem Auto

Weltweit einzigartiges Konzept soll Anziehungspunkt in Gateway Gardens Frankfurt werden

 

Car-Loft & Rooftop-Gastronomie

 

Am Frankfurter Flughafen heben von Ende 2020 an auch Autos ab – mit einem Car-Lift. Diese weltweit einzigartigen Aufzüge transportieren die Fahrzeuge der Hotelgäste direkt vor die Car-Loft Zimmer des neuen b’mine Hotels. Zu den weiteren Highlights zählen das großzügige Rooftop samt Gastronomie sowie die modernen Veranstaltungsräume mit Blick auf das Rollfeld des Frankfurter Flughafens. Dieses Angebot macht das Hotel nicht nur für Gäste, sondern auch für lokale Besucher und Unternehmen attraktiv.

„Areal 16“ heißt die Grundstücksfläche im Bebauungsplan von Gateway Gardens, dem jüngsten Frankfurter Stadtteil in unmittelbarer Nähe zum Flughafen, auf dem noch in diesem Jahr die Tiefbauarbeiten beginnen werden. Nach dem erfolgreichen Kaufvertragsabschluss 2017 wurde mit dem Immobilienbereich der Fraport AG die Entwicklung initiiert. Bis 2020 entsteht hier ein innovatives Lifestyle-Hotel, das mit der patentierten CarLift Technologie und zugehörigen CarLoft Zimmern ein einzigartiges Konzept bieten möchte. Im b’mine hotelFrankfurt sollen Geschäftsreisende, Touristen wie Unternehmen gleichermaßen einchecken können. „Das Open-Space-Loft, mit trendigen Gastronomie- und Eventbereichen sowie mit eindrucksvollen Rooftop- Terrassen in den beiden obersten der insgesamt zwölf Etagen, soll Anziehungspunkt für den neuen Stadtteil und die Region werden“, heißt es offiziell.

Parkplatz mit Aussicht

Das auffälligste Merkmal des b’mine hotelssind die Car-Lifts. Diese speziellen Aufzüge transportieren das Auto direkt vor eins der 40 CarLoft Zimmer, wo Elektroautos auch geladen werden können. Die Suche nach einem freien Parkplatz und einer Ladestation entfällt fortan. Das CarLoft-Konzept wurde von Projektentwicklern in anderen Immobilien bereits umgesetzt. Mit den b’mine hotelskommen nun erstmals auch Hotelgäste in den Genuss der barrierefreien und komfortablen Car-Loggias, wie die Parkflächen vor den Zimmern heißen.

Neuer Hotspot für Locals

In der zwölften Etage befinden sich Bar und Restaurant, die als Open-Space-Loft angelegt sind, sowie eine sehr großzügig gehaltene Dachterrasse. Eine exklusive Aussicht auf den Frankfurter Flughafen mit Start- und Landebahn wird den Gästen garantiert. Im Erdgeschoss befinden sich zudem ein Coffeeshop und ein Bistro, unter anderem mit Grab-’n’-Go-Frühstück für Gäste aus Hotel und Umgebung.

Ungewöhnlicher Eventbereich  

Event wird in allen b’mine hotelsein zentrales Element sein. So steht in den beiden oberen Etagen des Frankfurter Hauses ein besonderer Bereich für Veranstaltungen, Tagungen und Kongresse zur Verfügung. Dank des Car-Lifts können Fahrzeuge und Maschinen mit bis zu 4,9 Tonnen Gewicht in den größten Veranstaltungsraum gebracht werden – ein einzigartiger Vorteil für Produktpräsentationen. Bodentiefe Fenster und Terrassen geben einen Weitblick über die Stadt. Auch private Feiern finden in den Veranstaltungsräumen unterschiedlicher Größe und Ausstattung ein attraktives Umfeld. Zusätzlich entsteht im Innenbereich des Areals eine Outdoor-Location für Veranstaltungen von bis zu 500 Personen.

Digital einchecken

Neben Car-Lift, Design und Gastronomie will das b’mine hotelin Sachen Digitalisierung eine Vorreiterstellung einnehmen. Nach der Onlinebuchung können die Gäste per Smartphone im Hotel ein- und auschecken sowie die Zimmertür öffnen. Die direkte Kommunikation soll per Chatbot möglich sein. Höchste Mobilfunkabdeckung und Highspeed-WiFi werden überall im Haus als verfügbar versprochen. Neben den ersten Hotels dieser Art in Frankfurt und Düsseldorf, sollen noch weitere zehn Häuser in Deutschland und anderen europäischen Städten eröffnen.

 




Surprise in Türkis: Neues Hotel Motel One im Zentrum Frankfurts

Top Location mit einer Bar,

die niemals schließt

 

Türkis belebt in diesen trüben Tagen. Türkise Shirts, türkise Sneaker und sogar türkise Drinks gehören zum farblich munteren Bild der Motel One Hotels, von denen jetzt ein neues in der Frankfurter Innenstadt in der Nähe vom Rathaus Römer eröffnete. „Location, Location, Location“, postulierte einst Conrad Hilton als Voraussetzung für ein erfolgreiches Hotel. Das Motel One „Römer“ zwischen Berliner Straße und Bethmann Straße liegt in bester Innenstadtlage und erlaubt den Gästen einen laufnahen Zugang zum Zentrum. Die Ersparnis an Taxiskosten dabei ist  nicht unwichtig, wobei Zimmerpreis ab 89 € das Budget ohnehin wenig belasten.

Motel One Frankfurt

Das Motel One Römer steckt voller Überraschungen. Viele Details sind Reminiszenzen an die Buchmessestadt Frankfurt, sogar Kafka ist dabei. Industrielle Druck-Letter, Werkbänke und alte Fabrikleuchten mit modernem Interior Design werden lässig kombiniert. Eine Skizze der Frankfurter Skyline und wie von einem Windhauch schwebende Papierblätter in Form einer Leuchte aus über 300 einzelnen, handgefertigten hauchzarten Porzellanblättern, werden zum Hingucker im Eingangsbereich des Motel One. Fast schon ein literarischer Clou: Das Objekt wurde von der Berliner Künstlerin Cordula Kafka gefertigt. Wo einst der öde Bundesrechnungshof seinen Platz hatte, ist nun jedenfalls ein ziemlich interessantes und optisch gefälliges Hotel entstanden.

Die Bar wird nie müde

Die Bar ist das Herzstück des Hauses und schließt nie. Die Gin-Auswahl ist enorm. Während die Frankfurter Hotel-Bars selten mit guten Weinen glänzen, schon gar nicht mit den offenen, hat man sich im Motel One einige gute und vor allem auch noch preiswerte Flaschen ausgesucht. Die Weine von Heitlinger aus dem badischen Kraichgau sind grundsätzlich gut, auch die Basis. Der Pinot Gris „Spicy Stone“ ist ein sehr saftiger Grauburgunder, dessen starker Trinkfluss zum nächsten und übernächsten Glas animiert. Auch der Preis bremst nicht: 5,50 € für das 02l-Glas. Gleiches gilt für den Rosé (4,90 €), der dezent nach roten Früchten duftet und dabei wunderbar trocken ausfällt. Winzer Claus Burmeister hat noch viele andere erstklassige Weine im Repertoire, immerhin gibt es gleich drei davon im Motel One.

Motel One Frankfurt

Das schmale Motel One „Römer“ bietet 470 Zimmer, wie gewohnt klein und effizient, manche mit recht schönem Blick: Von Zimmer 713 beispielsweise schaut man auf den Frankfurter Hof. Im mobilen Zeitalter wird auf Telefon verzichtet, nicht aber auf bequeme Boxspringbetten und ägyptische Baumwoll-Bettwäsche. Bei der offiziellen Eröffnung, die jetzt mit 450 Gästen stattfand, war die Bar so umlagert, wie es sich das Hotel künftig mit zahlenden Gästen wünscht.

LF

 

Photocredit: Motel One, Barbara Fienhold

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Sofitel Frankfurt Opera: Florian Schütz ist neuer General Manager

Was wird er

bewegen können?

 

Das Sofitel Frankfurt Opera bekommt mit Florian Schütz einen neuen General Manager (im Bild rechts). Der 39 Jahre alte Frankfurter kehrt damit wieder an den Main zurück. Davor war Schütz in verschiedenen Managementpositionen in der New Yorker Hotellerie tätig. Er ist ist mit der Gastgeberkultur von Sofitel vertraut: Rund zehn Jahre wirkte er im Sofitel New York, zuletzt als Hotelmanager. Danach bekleidete er die Position des Hoteldirektors im Sixty Les in Manhattan und gründete parallel dazu das Restaurant Egg Shop in New York. 2018 kehrte Schütz als Hotelmanager nach Frankfurt und zur Marke Sofitel zurück und verstärkte die Hotelführung unter Denis DeSchrevel, der nun andere Aufgaben innerhalb der Accor Hotel-Gruppe wahrnimmt, wie es offiziell etwas vage heißt.

„Ich freue mich, nach 17 Jahren in New York wieder in meiner Heimatstadt Frankfurt tätig zu sein. Das Sofitel Opera ist eines der schönsten Hotels in Frankfurt mit einer fantastischen Lage an der Alten Oper. Ich freue mich darauf, meine Auslandserfahrung, besonders im F&B-Bereich, einsetzen zu können“, meint Florian Schütz. Zu seinen Aufgaben zählt, „die Wettbewerbsfähigkeit des Sofitel Frankfurt Opera am Markt weiter zu stärken.“ Das mag sich einfach anhören, aber bislang hat das Sofitel Opera nicht viel von sich reden gemacht oder mit ungewöhnlichen Leistungen punkten können.

 

Photocredit: Peter Krausgrill




Neue Kulinarik-Manufaktur: Wohlfahrt & Lingelser wieder ein Team

Produkte und Gerichte für Anspruchsvolle

sollen in allen Scheck-in-Märkten zu haben sein

 

Harald Wohlfahrt (rechts im Bild) arbeitet jetzt wieder mit seinem langjährigen Patisserie-Chef Pierre Lingelser zusammen und wird gemeinsam mit ihm und zwei weiteren ehemaligen Mitarbeitern aus der Traube Tonbach für das Unternehmen Scheck-in eine Kulinarik-Manufaktur aufbauen. Dort sollen über 40 Mitarbeiter neue Produkte und Gerichte für Anspruchsvolle entwickeln.

Harald Wohlfahrt, der sich seit Anfang des Jahres als „Genuss-Botschafter“ für alle 14 Scheck-in-Märkte verpflichtet hat, baut damit seinen Engagement bei der Gruppe aus. In der künftigen Scheck-in-Manufaktur, die in rund sechs Monaten bei einer Investition von neun Millionen Euro im baden-württembergischen Achern entstehen wird, sollen für alle 14 Betriebe eigene Erzeugnisse gefertigt werden. Dabei gibt es auch eine eigene Pasta-Produktion für Frischteigwaren. Pierre Lingelser wird sich mit Patisserie, Kuchen, Desserts und auch Joghurt-Kreationen beschäftigen. Zur Manufaktur gehört außerdem eine Produktlinie für die Fertigung von Fleischspezialitäten. Lebensmittel und Gerichte in großer Auswahl und von hoher Qualität ist das gesteckte Ziel. Der Acherner Unternehmer Adolf Scheck  ist überzeugt, mit seiner Manufaktur eine Marktlücke schließen zu können, zumal das Kochen in den eigenen vier Wänden wieder an Bedeutung gewonnen hätte.

 

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Gourmet im Schnee: St. Moritz Festival 2019 startet mit vielen Starköchen

Alpine Avantgarde

& kühne Naturküche

 

Beim kommenden St. Moritz Gourmet Festival vom 11. bis 19. Januar 2019 werden hochkarätige Köche und 40 Gourmetpräsentationen zu erleben sein. Mit dabei Drei-Sterne-Koch Sergio Hermann aus den Niederlanden. Inzwischen führt er insgesamt vier ausgefallene Spitzenrestaurants und eine florierende Gourmet-Pommes-frites-Kette mit Outlets in Belgien und Holland. Ungewöhnliches tischt der dänische Zwei-Sterne-Koch Nicolai Nørregaard von der Insel Bornholm auf. Dort sammelt er pro Saison rund sieben Tonnen Natur ein und macht daraus eingelegten Kürbis, Holzameisen und fermentierten weißen Spargel mit gegrillten Rosen in Feigenblatt-Öl. Spitzenköche aus Europa und Asien, die Kultstatus genießen oder zu den Geheimtipps in der aktuellen Fine-Dining-Szene zählen, wollen mit einem ein Programm der Extraklasse überraschen. Der Vorverkauf für die Eventtickets hat begonnen.  

Sergio Herman

Von Freitag bis einschließlich Dienstag, 11. bis 15. Januar, wird im Badrutt’s Palace Hotel (im Bild oben) bei Küchenchef Dirk Haltenhof Sergio Herman aus den Niederlanden als Gastkoch am Herd stehen. Herman erkochte sich bekanntlich in seinem ehemaligen Restaurant Oud Sluis die sagenhafte Höchstnote von 20 Gault&Millau-Punkten, nebst drei Michelin-Sternen. Auf einen experimentierfreudigen Grand Chef aus Frankreich an seiner Seite freut sich der neue Küchenchef im Carlton Hotel St. Moritz, Graziano Caccioppoli: Zwei-Sterne-Koch Philippe Mille aus dem Le Parc im Grandhotel Domaine Les Crayères in Reims ist bekannt für seine „kulinarischen Kindheitserinnerungen“. Küchenchef Fabrizio Zanetti begrüßt im Suvretta House mit Zwei-Sterne-Koch Guillaume Galliot ebenfalls einen Franzosen als Gastkoch, der allerdings aus Asien eingeflogen wird: Galliot fasziniert im Restaurant Caprice des Hotels Four Seasons in Hongkong mit Kreationen wie Racan-Taube aus dem Hause Bellorr, gekocht in der Kakaoschote, mit Feigenmarmelade, Schwarzwurzeln und Kakao-Jus.

Nicolai Norregaard

Im Kulm Country Club will Sven Wassmer aus dem Grand Hotel Quellenhof in Bad Ragaz mit seiner alpinen Avantgarde-Küche begeistern. Zu seinen Signature-Gerichten gehören etwa Alpen-Dim-Sum mit Schweizer Dashi aus gerösteten Kartoffelschalen oder Saibling mit gebranntem Rahm und Fichten. Dies sind nur einige Appetithappen zur Anregung, das ganze Programm findet man auf der Festival-Webseite.

Die Tickets für das St. Moritz Gourmet Festival sind online auf der Website www.stmoritz-gourmetfestival.ch zu bekommen. Einige der Festival-Partnerhotels bieten individuelle Arrangements an. Darin enthalten sind Eventtickets und Übernachtungen sowie Extras, die einen Aufenthalt im jeweiligen Partnerhotel in der Festivalzeit besonders attraktiv machen sollen. Die Angebote sind ebenfalls auf der Website unter den einzelnen Hotelporträts zu finden und direkt bei den Partnerhotels buchbar.

Photocredit: St. Moritz Gourmet Festival

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Affäre Ribéry: Jetzt redet das Steak

Nach dem Tor

ist vor dem Eigentor

 

Gut, ich bin nur ein Stück Fleisch, aber auch ich will gut behandelt werden. Wer mich mit Blattgold überzieht, verdeckt meine schöne Kruste und zeigt keinen Respekt vor meinen inneren Werten. Ein Steak ist ein Steak ist ein Steak. Und trägt keinen Schmuck. Nicht mal als Dry Aged Beef, denn Schmuck macht nicht jünger.

In Dubai, Abu Dhabi oder Doha wird alles mit Blattgold überzogen, was nicht weglaufen kann. Als ich noch ein Rind war, hätte ich davonlaufen können. Ich habe einen guten Stammbaum, der weiter reicht als bis zu meiner Großmutter. Franck Ribéry hat den ganzen Abend nicht mit mir gesprochen, nicht einmal ein Bäuerchen gemacht. Er war auch viel zu sehr mit Twitter beschäftigt, um den Vogel abzuschießen. Fußballspieler müssen keine Feinschmecker sein, benehmen sich aber manchmal wie Rapper.

Das Gold auf meiner Haut ist nur eine Narrenkappe und macht die lächerlich, die es benutzen. Gold ist kein Gewürz und schmeckt nach nichts. Goldlegierungen sind reine Kosmetik, sehen aber nicht einmal gut in Verbindung mit Fleisch aus. Darauf muss man auch nicht neidisch sein. Statt Blattgold hätte man auch Danziger Goldwasser über mich gießen oder die Fahne des FC Bayern München auf mich pflanzen können. Oder mich in Polypropylenstoff hüllen dürfen, den der Künstler Christo für die Verkleidung des Berliner Reichstags benutzt hat. Dann wäre aus dem Steakausbesuch wenigstens ein künstlerisches Happening geworden.

Das Steaklokal „Nusr-Et“ ist mehr bei Promis als bei Gourmets bekannt, der Name soll „Sieger“ verheißen. Nicht nur Franck Ribéry, auch Mesut Özil war schon dort, aber der lässt sich ja mit allem fotografieren, außer mit gutem Essen. Steakhaus-Betreiber Nusret Gökce ist gelernter Metzger und weiß, seinen Schnitt zu machen. Wer seine Steaks aber mit Sonnenbrille schneidet wie er und nicht Stevie Wonder heißt, ist ein Blender und sonnt sich nur im eigenen Spiegel. Nusret Gökce wurde zum Goldesel. Und ich war mal ein gutes Steak, das jetzt mit Füßen getreten wird wie ein Fußball.

LF