Cool: Der neue Eissalon Antipodean macht Furore

Göttliches Coconut-Mango, selbstgemachte Waffeln, großes Lächeln

 

Wow, ein solches Coconut-Mango hat es bislang nicht gegeben! Die Mischung ist grandios, der Geschmack harmonisch, cremig, intensiv, aber nicht laut. Allein dafür gebührt dem neuen Eissalon tosender Applaus. Und dann wird alles auch noch mit einem schönem Lächeln serviert, von der Chefin Rachel Dodoo-Mehl persönlich. Sie fand der Liebe wegen den weiten Weg von Australien nach Frankfurt. Eigentlich ist sie Fitnesstrainerin, aber ihre Passion ist das Eismachen. Unterstützt wird sie von ihrem Mann Christian, der in der Immobilienbrache arbeitet, und einem kleinen Team.

Der antipodische Eissalon in der Bornheimer Landstraße ist die erfreulichste Neueröffnung seit langem bei dieser Spezies. Die stilvoll puristische Ausstattung schafft eine angenehme Atmosphäre, die Ausrüstung setzt auf beste Materialien und moderne Technik. Die Werkstatt befindet sich gleich hinter dem Verkaufsraum. Die Sorten wechseln je nach Saison, derzeit sind zehn unterschiedliche im Angebot, die aber wöchentlich durch spezielle Sorten aufgefrischt werden, welche dann nur wenige Tage im Einsatz sind.

Rachel, die Eiskönigin

Das Eis – aus Milch von glücklich freilaufenden Kühen vom Weidenhof in Wächtersbach – ist besonders cremig und samtig. Die nicht zu kalte Temperatur begünstigt diese Konsistenz, aber auch die High Tech Eismaschinen helfen dabei. Die Sorbets fallen dagegen richtig kalt und erfrischend aus. Haselnuss und Salted Caramel sind erste Sahne. Unter den Sorbets gefallen uns Blutorange und Red Dragon/Spicy Raspberry.

Keine harmlose Himbeere, sondern frisches, fruchtiges Eis mit rasanter Chilischärfe. Das Vanille-Eis könnte mehr Vanille-Aroma vertragen, was sich sicher noch nachbessern lässt, denn Rachel hat einfach Talent. Einige der Eissorten würden sich auch bestens als Dessert für Restaurants eignen. Das Eis wird gespachtelt, wie das auch in Italien Tradition hat. Eine Portion kostet 2 €, ist den Preis aber wert. Für gute Weine muss man auch mehr bezahlen als für mittelmäßige.

Im Antipodean wird fast alles selbst gemacht und nicht aus Fertigware und Pulvern zusammengemixt. Für das Zitronen-Champagner-Sorbet presst das Team Zitronen von der Amalfi-Küste aus, für Schokolade mit Brownies werden die eigenen Brownies verwendet. Wir freuen uns schon auf das Zitronen-Eis, das es bei unserem letzten Besuch noch nicht gab. Ebenso auf die selbstgebackenen Eiswaffeln aus Milch, Eier, Mehl und Vanille, die derzeit ja leider nicht als Verpackung dienen dürfen, aber bei den Take Away Boxen dazugelegt werden. Nettes Detail: Die Gäste können bei der Eis-Zubereitung in der gläsernen Manufaktur zuschauen.

Wir haben inzwischen so viel Eis gegessen, dass wir jetzt dringend Rachel bräuchten – aber als Fitnesstrainerin.

Ludwig Fienhold

 

Antipodean Gelato, Frankfurt, Bornheimer Landstr. 18,

Geöffnet Dienstag – Sonntag, 12 – 20 Uhr

Nur Kartenzahlung

Photocredit: Barbara Fienhold




Endlich wieder Eis!

Auch Frankfurt ruft

„Leck mich!“

 

Das Eis ist gebrochen, die Eiscafés dürfen wieder Eis verkaufen. Wir haben in den letzten Tagen gefühlt tonnenweise Eis verputzt und freuen uns wie die Schneekönige.

Das Eiscafé Dolce Vita in Frankfurt-Oberrad ist grundsätzlich bei Eis und Kuchen top, aber allein das Joghurt-Eis ist fabelhaft und lohnt den Besuch. So reintönig, fein und geschmackvoll findet man diese Sorte selten. Auch die anderen Klassiker haben Klasse: Kokos, Amarena oder Malaga. Ein Must-have  zudem die Kuchen, vor allem die wölkchenhafte Käsesahne und die fruchtbombige Himbeer-Mascarpone, das Tiramisu erinnert an „früher“. Wie schön, dass es noch solche individuelle und handwerklich solide arbeitende Betriebe gibt. Old school in seiner besten Form.

Die Eis-Familie vom Dolce Vita

Das Milano in der Schweizer Straße in Sachsenhausen zeigt sich wie in seinen guten Jahren wieder in Topform. Unsere Favoriten: Karamell mit Fleur de Sel, Kokos, Joghurt, Vanille, Pistazie. Auch sonst unter den probierten Sorten keine Niete. Es gibt noch nicht das ganze Sommersortiment, aber die Qualität stimmt so oder so.

Bei Firenze am Walther-von-Cronberg-Platz in Sachsenhausen stehen die Leute ganz brav und mit dem nötigen Abstand an. Und werden mit allerbestem Eis belohnt. For di Latte und Amarena muss man auch probiert haben. Man kann hier, was auch immer blind bestellen und wird Qualität erleben, sogar bei Sorten, die man sonst vielleicht weniger schätzt. Sehr empfehlenswert und selten so professionell ausgeführt: Man kann sich das Eis auch in verschiedenen Größen (500 – 1500 ml) für zu Hause in der Thermobox gekühlt mitnehmen. Eis: Die alte Liebe glüht wieder und wir schmelzen dahin.

BISS-Redaktion

 

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Das Restaurant Goldman ist mit Chicken Hahn im Korb

Wie toll, dass es jetzt

solche Grillhähnchen gibt

 

Das Restaurant Goldman an der Hanauer Landstraße in Frankfurt war schon immer eine gute Adresse und ist es auch jetzt in Zeiten von Take Away und Lieferservice. Gastronom Thomas Haus hatte die Idee, das Grillhähnchen wieder zu beleben und bietet es in verschiedenen Varianten an, Rotisserie Chicken, BBQ Hühnchen oder koreanische Geflügel a la Plancha. Die aufgezwungene Entwicklung von Fine Dining zu Take Away ist in diesem Fall geglückt, denn der neue Speisezettel passt zum Lokal und bringt außerdem neue Kunden, die zufrieden sind und vielleicht bald schon als Restaurantgäste begrüßt werden können. Das Lokal genießt jedenfalls eine Aufmerksamkeit wie der Gockel bei den Hennen auf dem Hühnerhof. Auch wir haben das eine oder andere probiert.

Mittags gibt es Chicken solo aus der Rotisserie (9,50 €). Der Grill ist pausenlos am rotieren, die Gäste können ihre heiße Ware gut verpackt mitnehmen. Abends ist eine halbe ausgelöste Maispoularde a la Plancha zu haben, in verschiedenen Variationen: BBQ Chicken mit gebackenen Kartoffeln, BBQ Sauce und Coleslaw. Korean Chicken mit Kimchi, Koriander, Tomate und gebackenen Kartoffeln. Frankfurter Chicken mit Bärlauch-Kartoffelsalat und Frankfurter Grüner Soße (jeweils15 €). Poulet Fermier (Label Rouge) und Poulet Jaune kommen aus dem Elsass. Aufgepeppt werden die Hühnchen mit Spices vom Gewürz-Guru Ingo Holland.

Thomas Haus (r.) und sein neuer Partner und Küchenchef Mario Schmehl

Die abends zu habende Maispoularde ist ungemein fleischig und saftig, die Haut leicht kross. (beim reinen Grillhühnchen noch krosser). Ein wahrer Wonneproppen zum freundlichen Preis, eine solche Qualität gibt es nicht an einem Imbissgrill. Dazu einwandfreie BBQ Sauce, noch besser sogar die würzige Chimichurri, gebackene Kartoffelstücke. Alles in allem ein Gericht, das richtig Freude bringt, wir sind begeistert. Weinflachen gehen auch über den Tresen, etwa der süffig-saftige Grauburgunder  „Grenzgänger“ von Friedrich Becker aus der Pfalz.

Mit Parkplätzen ist es sonst nicht so einfach an der Hanauer, in diesen Tagen findet man aber leicht eine Haltemöglichkeit, oft sogar fast vor der Tür (Launhardtstraße navigieren). Man sollte vorbestellen, um sich sein Essen sicher zustellen, aber auch um keine Wartezeiten zu haben. Die Köche sind gut gelaunt im Einsatz und stimmen sich mit Musik ein. Tipp ans Lokal: Der Song „Little Red Rooster“ von den Stones würde ziemlich gut passen.

Wir stellen die Lokale vor, bei denen wir persönlich Take Away oder Lieferservice getestet haben und deshalb die Leistungen beurteilen können – ähnlich wie bei einem Restaurantbesuch. Über die vielfältigen Möglichkeiten der gastronomischen Angebote kann sich ansonsten jeder über die sozialen Medien oder den Webseiten der Lokale informieren.

Goldman, Pop Up Riva East, Frankfurt, Hanauer Landstraße 127, Tel. 069 405 8689 806

Montag-Freitag
Mittags 12-14:30 Uhr, nur Take Away.
1/2 gegrilltes Hähnchen aus der Rotisserie /
Karotten-Selleriegemüse / gebackene Kartoffeln
9,50 €

Donnerstag- Samstag
Abends 17-21 Uhr, Take Away & Delivery
Lieferung frei Haus ab 50 € im Umkreis von 1km
Mindestbestellwert 20 €, Liefergebühr 5 €.

Photocredit: Barbara Fienhold




Corona: Gastronomie & Handel mit neuen Angeboten

Take Away & Lieferservice

 

Gute Qualität,

vernünftige Preise

 

Fast alle Gastronomiebetriebe sind vom Shutdown betroffen, manche haben noch eine Nische zum Weitermachen gefunden. Auch der Handel will nicht alles den Discountern überlassen und bietet einen Lieferservice an. Einige bemerkenswerte Adressen stellen wir an dieser Stelle vor. Dies ist nur eine handverlesene  Auswahl, bei denen uns die Qualität überzeugt. Auf unserer Facebookseite werden weiterhin interessante Ideen und Angebote veröffentlicht und aktualisiert. Die Daten verändern sich stündlich, also immer besser vorher bei den entsprechenden Betrieben anrufen.

Metzgerei Dey

In der Neuen Altstadt in Frankfurt ist es totenstill. Den Anwohnern dürfte die gewonnene Ruhe gefallen, keine tönenden Stadtführer und Touristenmassen, keine schrägen Straßenmusikanten. Das öffentliche Leben hängt an einem Zipfel, dem der Wurst der Altstadtmetzgerei und Wurstbraterei Dey. Nur dort herrscht so etwas wie Leben, wobei jeder an den Stehtischen mit Abstand zum nächsten in die Wurst beißt. Das Familienunternehmen Dey hat dort  ein Zuhause gefunden, wo einst auch die alten Schirne mit ihren Ständen zu finden waren. Steffen & Stefanie Fries, die bislang zu den bekannten Größen in der Kleinmarkthalle gehörten, sind nun in Frankfurts jüngster Attraktion heimisch geworden. Die Fleischwurst und die Frankfurter Würstchen sind gut, die Grünen Soße ist keine Mayonnaisenpampe, sondern ein kräuterintensives Ereignis. Zwischen 10 und 14 Uhr kann man sich ab einem Warenwert von 30 € im Frankfurter und Offenbacher Stadtgebiet auch alles ins Haus liefern lassen – zum Nulltarif.  Man bestellt direkt beim Personal am Stand (Markt 15) oder per Telefon 069 29 48 20.

Auch die Frankfurter Kleinmarkthalle, wo oft kein Durchkommen ist, erscheint dieser Tage unwirklich leer. Einige Stände haben bereits ganz geschlossen, andere halten noch durch. Einer von ihnen ist der Stand 106 von Mehmet Yikit mit Obst und Gemüse von Qualität (Bild oben rechts). Da die Kunden immer weniger hierherkommen, bietet er ihnen Hauslieferungen an. Tel. 069 92 88 16 34.

Eines der besten und nettesten Imbissläden der Stadt ist das Denkmahl  mit marokkanischem Streetfood. Für 4,50 € gibt es kaum etwas Besseres als das marokkanische Maisbaguette mit bestens gewürztem saftigen Hackfleisch, Salat und Oliven. Man findet nur eine kleine Auswahl an Happen, aber keine Nieten. Das Souterrain-Minilokal hält sich in der Großen Fischerstraße 19 versteckt, in der Nähe vom Restaurant Seven Swans. Die 16 Sitzplätze können derzeit natürlich nicht genutzt werden, aber als Take Away ist das Denkmahl erste Wahl. Tel. 01523 6528024.

Hummus kann ein ziemlicher Kleister sein, doch die Hummus Küch´ in der Textorstraße 31 serviert allerfeinstes, cremiges, samtweiches und nussiges Kichererbsen-Sesam-Mousse.  Ein besseres Hummus wird man nicht finden. Ein kleines Töpfchen reicht zwar für zwei Personen, doch lieber gleich die große Portion wählen. Man kann sich diese und andere vegetarische Gerichte liefern lassen oder selbst abholen. Aber immer vorher anrufen, denn es gibt derzeit keine geregelten Öffnungszeiten. Tel. 069 24247916.

Die erstklassig sortierte Käsestube in der Schillerstraße 30-40 ist mit 200 handwerklich hergestellten Käsesorten aus Europa und Hessen gut aufgestellt. Man kann dort noch einkaufen, neben Käse gibt es auch Milch und Weine. Wer nicht aus dem Haus kann, darf sich auch beliefern lassen. Der diplomierte Käseexperte Danny Kevorkyan und sein Team offerieren verschiedene Survival Packages, je nach Umfang für 32,50 bis 39,50 €. Ein Beispiel: Je 2 Sorten Weich- und Schnittkäse jeweils 100g aus Schafs-, Kuh-, Ziegen- und Büffelmilch. 1 Schale Valencia Mandeln, 1 Schale Oliven mit halbgetrockneten Tomaten,1 Baguette, 1 Glas Birnen-Noilly-Prat Confit, 1 Flasche Sauvignon Blanc von Peth-Wetz. Preis 32,50 €. Geliefert wird derzeit noch frei Haus immer donnerstags zwischen 9 und 11 Uhr sowie zwischen 15 und 17 Uhr in Frankfurt, Bad Homburg und Oberursel. Aber: Unbedingt spätestens bis Mittwoch 17 Uhr bestellen. Tel. 069 269 168 14.

Juan Weinhold vom gang & gäbe

Am Walther-von-Cronberg-Platz am Mainufer in Sachsenhausen gibt auch noch positive Lebenszeichen. Das gang & gäbe hält die Stellung, aber nicht mehr als Restaurant, sondern als Weinhandel mit Gerichten zum Mitnehmen. Spargel, Schnitzel, Pasta, Salate und Suppen sind zu haben. Zudem gute Weine und Schaumweine zu moderaten Preisen, der Sekt von Griesel macht gute Laune. Markierungen zeigen, wo Kunden zu stehen haben, damit sie auf Distanz bleiben. Man holt sich alles an einer  Theke ab, die gebührend Abstand bietet.

Unter den Spitzenrestaurants hält lediglich das noch relativ neue Ecume an der Friedberger Landstraße 62 seinen Betrieb aufrecht. Selbstredend nicht als Restaurant, aber als Basis für Lieferungen ins Haus oder für Abholer. Auch Weine und ausgezeichnete Champagner sind zu bekommen, mit einem Rabatt von 20 %. Telefonisch oder per Mail zu bestellen. Von Dienstag bis Sonntag zwischen 12 und 21 Uhr. Zu bekommen sind unter anderem Skrei mit Belugalinsen, Fenchel und Bergamot oder Maishuhn mit geräuchertem Aal und Wirsing  sowie Schweinebauch mit Salzpflaume, Karotte und Blutwurst. Die Lieferkarte mitsamt den Preisen findet man auf der Webseite des Restaurants. Tel 069 90 43 73 07. www.restaurant-lecume.de

Ludwig Fienhold & BISS Team

 

In eigner Sache: Wir helfen gerne, freuen uns aber auch selbst über jeglichen Support, denn auch wir haben zu kämpfen.

 




Online-Kochkurs mit Harald Wohlfahrt für Krisen-Azubis

25 Video-Episoden inklusive Rezept der geheimen Würzpaste

 

Durch die staatlich angeordneten Schließungen aller Gastronomiebetriebe und Hotels in Deutschland bleibt auch die Aus- und Weiterbildung der Lehrberufe auf der Strecke. Auszubildende sitzen zu Hause und können ihre Lehre im Betrieb nicht fortsetzen. Das will Harald Wohlfahrt gerne ändern. Mit seiner Online-Meisterklasse können Azubis kostenlos zu Hause weitergebildet werden.

Der Online-Kurs “Die Kunst des Kochens” mit Sternekoch Harald Wohlfahrt soll den hart von der Krise getroffenen Gastronomiebetrieben, Caterern und Hotels in der Weiterbildung ihrer Auszubildenden helfen. All ihnen sind von einem auf den anderen Tag die Umsätze weggebrochen. Nun müssen sie nicht nur schauen, wie sie über die Runden kommen, sondern können auch ihren Auszubildenden keine Tätigkeit im Betrieb bieten. Hier wollen wir mit unserer Aktion helfen und den Azubis mittels E-Learning auch zu Hause ihre Ausbildung ermöglichen.”, meint Wohlfahrt.

Harald Wohlfahrt stand selbst über 40 Jahre jeden Tag in der Küche und hat über 70 seiner Lehrlinge zu Sterneköchen ausgebildet. Viele Gastronomie- und Hotelbetriebe sind in den letzten Wochen bereits auf Harald Wohlfahrt mit seinem Projekt meisterklasse.de zugekommen und möchten den Lehrauftrag nicht aus den Augen verlieren. Für jeden Online-Kurs, den ein Ausbildungsbetrieb regulär auf meisterklasse.de erwirbt, erhält er 5 kostenlose Zugänge für seine Auszubildenden.

Der Online-Kurs kann zu jeder Zeit an jedem Ort über das Handy, via PC oder Tablet angesehen werden. Er besteht aus 25 Video-Episoden mit einer Gesamtlänge von neun Stunden, in denen Harald Wohlfahrt sein – über Jahrzehnte aufgebautes – Wissen zu den technischen Aspekten der Küchenarbeit, der Zubereitung von Grundlagen für viele Gerichte, Warenkunde und jede Menge Tipps und Tricks weitergibt.

Er zeigt, wie man Fonds und Essenzen anlegt und verrät u.a. die Zubereitung seiner geheimen Würzpaste. Zusätzlich werden 14 einzigartige Gerichte von Vorspeisen, über Hauptgerichte bis zu Desserts Schritt für Schritt vorgekocht, so dass die Auszubildenden jedes Detail daraus erlernen können. Am Ende erhalten die Lehrlinge ihr persönliches Teilnahme-Zertifikat.

“Wir möchten mit dieser Aktion nichts an unseren Kollegen und Freunden aus der Branche verdienen, wir wollen vielmehr, dass das Gastgewerbe die schwierigen Zeiten nutzen kann, um auch etwas Positives aus dieser Ausnahmesituation mitzunehmen. Für die Auszubildenden wird der Kochkurs mit Harald Wohlfahrt eine große Bereicherung sein.”, sagt Andreas Leonhard, einer der Gründer der Meisterklasse.

Als besonderes Highlight dieser Aktion wird Harald Wohlfahrt neben den neun Stunden Online Videos, den Auszubildenden zusätzlich in einem Live-Online-Event Fragen und Antworten zur Verfügung stehen. Das gab es bisher noch nie bei der Meisterklasse.

Interessierte Betriebe wenden sich bitte an aktion@meisterklasse.de.

 

Photocredit: Nadja Klier

 

 

 




PR in der Krise: Gerade jetzt muss man aktiv sein

Ubin Eoh über gute PR

in schlechten Zeiten

 

Ubin Eoh, hat jahrelang in Berlin als PR-Expertin für Bureau n und damit für Grill Royal, Pauly Saal und viele weitere gearbeitet. Seit zwei Jahren ist sie in Frankfurt und verantwortet die PR für die Lindenberg Hotels, die Bar Shuka (r. im Bild) und einige andere. Aber: Wie macht man in dieser Krise PR?

Die Restaurants sind alle zu, bisher gibt es auch noch keine Delivery oder Takeout Optionen, an denen wird gerade gearbeitet. Das digitale Angebot bauen wir gerade auf, bei der Bar Shuka, einer Sakebar, haben wir gestern ein Rezept online gestellt. In den Hotels, mit denen ich arbeite, gibt es Bewohner die dort längerfristig wohnen, deswegen sind die teilweise noch geöffnet. Wir schauen jeden Tag, was es für Optionen gibt. Delivery und Takeout gehen hier langsam los, aber nicht so schnell wie in Berlin. Es war ein holpriger Start, aber es kommt so langsam ins Rollen. Es wird auch sehr dankbar angenommen.

Marketing und PR sind gerade die Schlüsselpositionen. Die physisch erlebbaren Orte sind weggefallen, deswegen müssen wir hier mit Marketing und PR einspringen. Das was ich jetzt mache, ist aber keine klassische PR, sondern ich denke da alle Möglichkeiten mit. Gerade wenn es um Social Media Marketing geht. Pressemitteilungen schicke ich gerade weniger raus.

Ich finde es wichtig, derzeit von Tag zu Tag zu schauen, was passiert, welche Bedürfnisse gibt es, was ist der richtige Ton? Das sind die Grundfragen, die jeder sich stellen sollte. Welche Angebote kann ich ins Digitale übersetzen, welche funktionalen Lösungen kann ich finden? Livestreams können eine gute Lösung sein, die Lindenberg Hotels bieten jeden zweiten Tag Wohnzimmer Sessions an, in denen Künstler eine halbe Stunde streamen. Das ist eine von vielen Lösungen, die man jetzt finden kann, um die Community zusammen zu halten. Die digitalen Kanäle sind jetzt die wichtigsten, Social Media natürlich, aber auch Newsletter. Die werden derzeit auch mehr geöffnet, als vorher, weil die Leute jetzt noch mehr digital kommunizieren und das kann man für sich nutzen.

Newsletter sind gerade jetzt ein hervorragendes Tool, auch weil du viel mehr Text unterbringen kannst, als auf Social Media. Es ist halt ein Brief. Und jeder, der noch keinen hat: es ist ein guter Zeitpunkt, den aufzubauen. Natürlich sollte man immer was zu sagen haben, und die Leute nicht voll spammen. Aber alle neuen Aktionen und Angebote kann man darüber sehr gut kommunizieren. Man kann auch den State of Mind mit einbinden, einen Dialog darüber eröffnen, wie es uns und euch gerade geht.

Ich hoffe, dass jeder Social Media Accounts hat, und darüber den Newsletter verbreitet. Auch wenn das Geld jetzt knapp ist, sollte man gerade jetzt Geld für Sponsored Posts ausgeben, nicht nur weil Marketing jetzt so wichtig ist, sondern auch weil die Menschen gerade weniger zu tun haben. Das Publikum ist gerade dankbarer, es gibt mehr Aufmerksamkeit und mehr Likes. Man darf es natürlich nicht ausnutzen, es kommt auf den Ton an.

 

Auch Anzeigen sind wichtig

 

Auch klassische Anzeigen sind wichtig, damit unterstützt man auch die Medienhäuser, denen gerade ebenso die Kunden wegbrechen. Und es lohnt sich gerade jetzt. Man muss auch an die Zeit danach denken. Wenn die Beschränkungen gelockert werden, dann wird der Kampf um die Kunden massiv sein. Die Wirtschaftskraft der Menschen wird niedriger sein, und jeder wird versuchen, die Läden voll zu bekommen, um Umsätze zu generieren und all die Verpflichtungen, die aufgeschoben wurden, bedienen zu können. Das heißt, jetzt das Marketing auf null zu setzen, wäre genau die falsche Idee.

Gerade jetzt muss man aktiv sein. Die derzeitige Stille in den Inboxen sollte man nutzen. Journalisten sind gerade sehr dankbar für Themen, deren Posteingänge sind auch ziemlich leer. Wenn die Krise vorbei ist, wird es viel schwerer, durch zu kommen. Man muss den Moment jetzt nutzen, wenn man etwas zu sagen hat, wenn man was zu verkaufen hat, und wenn man Unterstützung braucht.

Es ist eine gute Zeit, um sich anzuschauen, wofür man steht. Im Marketing geht es natürlich immer um “purpose”, den Zweck, und das ist jetzt wichtiger denn je. Auch wenn man an Werte denkt, das ist, was die Menschen jetzt sehen wollen:  Optimismus, Empathie und Solidarität. Wenn das zu einem passt, ist gerade jetzt die Zeit, das nach außen zu kommunizieren. Du musst jetzt zeigen, wer du bist. Ich rate gerade jetzt dazu, die Personen hinter dem Business zu zeigen, die Gesichter zu zeigen. Ob per Video oder Foto. Hinter jeder Firma steht ein Mensch, und den muss man jetzt sehen können, um die Lücke, die jetzt da ist, zu schließen. Was wir bisher mit Video gemacht haben, hat sehr gut funktioniert. Ich rate das jedem.

Ich schreibe auch Texte für Social Media, dafür brauche ich derzeit viel länger als sonst. Einerseits will ich, dass sie hoffnungsvoll klingen und auf die Zukunft fokussieren, weil ich das bei der Kommunikation wichtig finde. Trotzdem müssen sie empathisch sein, und damit den Raum lassen für jene, denen es schlecht geht. Ich muss mir bewusst sein, wen ich im Moment auf keinen Fall verletzen will – auf die muss ich Rücksicht nehmen. Gerade wer immer eher humoristisch kommuniziert hat, muss sich jetzt dreimal fragen, wie eine betroffene Person das finden würde. Ich stelle mir dann wirklich die Person, die man nicht verletzen will, vor.

Wichtig ist jetzt, durchzuatmen. Nicht einfach irgendwas machen, sondern sich hinsetzen und planen. Lieber nix machen, als einen sinnlosen Schnellschuss. Es muss zum Konzept und zum Purpose passen, ehrlich und transparent bleiben. Man muss nichts schönreden, um glamorous zu bleiben. Man kann kommunizieren, dass es einem schlecht geht und man auf Hilfe angewiesen ist. Und nicht zu vergessen, auch die interne Kommunikation muss stimmen. Es bringt mir nichts, nach außen fantastisch zu kommunizieren, wenn hinten dran alles zusammenbricht. Nach innen müssen Vertrauen und Zuversicht genauso kommuniziert werden.

Das Statement von Ubin Eoh basiert auf einem Interview mit dem Feminist Food Club




Social Distancing Dinner

Krisenfreie virtuelle Feinschmecker-Party

 

Von Dirk Eisel



Wenn ich im Augenblick etwas wirklich vermisse, dann sind das die Treffen mit Freunden – einfach um einen Tisch herumsitzen, über Gott und die Welt reden und vielleicht dabei etwas Nettes essen und/oder trinken. Bei realistischer Betrachtungsweise wird sich aufgrund des erforderlichen Social Distancing in absehbarer Zeit daran auch nichts ändern. Trübe Aussichten also.

Aber da Aufgeben keine Option ist, kam mir die Idee zu einer virtuellen Dinner-Party. Also schnell eine WhatsApp-Gruppe zusammengestellt, und bereits drei Tage später fand unser erstes Social Distancing Dinner statt: 11 Personen, verteilt auf 6 Standorte, verbunden per Video-Konferenz. Alle Eingeladenen hatten sofort zugesagt – wahrscheinlich auch deshalb, weil sie ansonsten nichts wirklich Besseres zu tun gehabt hätten.

Wir haben uns alle im Restaurant l’Ecume ein mehrgängiges Menü zum Abholen/Liefern bestellt. Dazu hatte ich bei der Weinhandlung Cool Climate in Frankfurt ein Paket mit begleitenden Weinen zusammengestellt, das allen zuvor – natürlich kontaktlos – nach Hause geliefert wurde (auch wenn der Cool Climate-Laden in der Berliner Straße geschlossen ist, kann man sich die Weine über die Internetseite bestellen und liefern lassen).

Was am Anfang einfach nur eine ziemlich bescheuerte Idee schien, entwickelte sich zu einem Riesenspaß: Alle hatten sich in Schale geschmissen (jedenfalls soweit man das erkennen konnte) und die Tische festlich gedeckt. Die durchweg großartigen Weine haben wie erhofft zu Alex Sadowczyks klasse Gerichten gepasst. Die Technik funktionierte zuverlässig, die Stimmung war großartig. Der harte Kern hat sich schließlich erst gegen 2 Uhr ausgeloggt. Ins Bett war es dann ja glücklicherweise nicht mehr weit.

 

Caesar Salad, Sot l´y Laisse, Sardelle und Cassis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lamm mit Auberginenkaviar, Kichererbse und Minze

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Französisches Maishuhn mit Wirsing, geräuchertem Aal und Heu

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bio-Landei, Räuchertee, Gerste, Clementine

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rote Bete Kuchen, marinierte Kaki und Olivenöl

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Emmentaler Käsekuchen „Tourte Fromager“, Sellerie Relish, Pastinake und Meerrettich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Weine von Cool Climate

 

 

 

 

 

 

 




Corona: Das Hotel als Home-Office

Der Hotelmarkt reagiert

mit neuen Strategien

 

Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen: Viele Unternehmen schicken ihre Mitarbeiter derzeit – und nach Möglichkeit – ins Home-Office. Wer zuhause jedoch nicht den Platz, die nötige Ruhe oder W-LAN hat – oder in einer WG mit wenig Distanz wohnt –, braucht eine Alternative. Die Achat Hotels bieten rund 4.000 Hotelzimmer in 33 großen und kleineren Städten quer durch Deutschland, oftmals in unmittelbarer Nähe zu Firmen, die ab sofort auch als „echt gute“ Einzelbüros angeboten werden. Schreibtisch, High-Speed-W-LAN, ein Laser-Drucker und eine angenehme Arbeits-Atmosphäre sind inklusive, zudem gibt es auf Wunsch ein Frühstück direkt aufs Zimmer, einen Business-Lunch und ein Feierabend-Bier – natürlich alles mit der gebotenen Distanz. Und wer am Abend nicht nach Hause oder länger bleiben möchte, bekommt die Übernachtung ebenfalls zu exklusiven Raten. Das Achat Hotel Frankfurt in der Launhardtstraße liegt strategisch recht günstig in der Nähe vom Imbiss Gref-Völsings, dem Scheck-in-Center und dem Ostbahnhof.

Weitere Informationen oder Buchungen unter:

www.achat-hotels.com/einzelbueros

Bild oben: Achat Plaza Offenbach/Frankfurt

Photocredit: Achat Hotels

 

In eigner Sache: Wir helfen gerne, freuen uns aber auch selbst über jeglichen Support, denn auch wir haben zu kämpfen.

 




USA: Drei-Sterne-Restaurant lässt die Puppen tanzen

Gute Ideen

in schlechten Zeiten

 

Wenn das einzige Drei-Sterne-Restaurant in der US-Hauptstadtregion jetzt wieder öffnet, dürfte einiges anders sein. Trotz Social Distancing wird der Restaurantbereich gut besucht und voll erscheinen. Damit sich die Gäste des The Inn at Little Washingtonim Bundestaat Virginia nicht an leere Tische zur Einhaltung von Sicherheitsabständen gewöhnen müssen, hat Küchenchef Patrick O’Conell eine außergewöhnliche Idee umgesetzt. An den leeren Tischen nehmen Schaufensterpuppen Platz, die im Vintage-Stil der 40er Jahre gekleidet sind. Für die entsprechenden Outfits arbeitet O’Conell mit dem Arlington Signature Theater und der Design Foundry zusammen. Damit alles noch echter wirkt, wird das Servicepersonal auch mit den stummen Gästen interagieren und ihnen beispielsweise Wein einschenken. Patrick O’Conell ist für seinen schrägen Humor bekannt, denn wer im Drei-Sterne-Restaurant schon einmal Gast war, kennt beispielsweise den Hinweis für die Kleiderordnung im Speisesaal „Keine nassen Bikinis“ (No wet bikinis) oder den Käse-Sommelier, der mit einem muhenden „Kuhwagen“ kommt.

The Inn at Little Washington, das zu Relais & Châteaux gehört und 2018 sein 40-jähriges Bestehen feierte, liegt am Fuße der Blue Ridge Mountains im Dorf Washington (Virginia). Dieses wird zur leichteren Unterscheidung von der US-Hauptstadt auch Little Washington genannt und ist nur 90 Autominuten von Washington entfernt. Das Restaurant bietet auch 23 stilvolle Gästezimmer und einen großen Picknick-Park an.




Corona: Werte neu überdenken

Gastkommentar

von Eva Eppard

Inhaberin & Gastgeberin

in der 100 Guldenmühle

 

Nein, es ist nicht die Zeit für kulinarisch-genussvolle Zusammenkünfte mit Freunden – weder zuhause, noch im Restaurant. Nicht nur aus diesem Grund macht es Sinn, unser Restaurant vorerst bis auf weiteres zu schließen. Wir sind ein hervorragend eingespieltes Team, nicht nur in der Küche und im Gastraum, sondern auch menschlich und privat. Unsere Energie und unser Einsatz werden aber im Moment nicht am Herd gebraucht, sondern an anderen Stellen. Daher haben wir uns als Team dazu entschlossen, uns gemeinsam als solches einzubringen: in einem noch arbeitenden Unternehmen, in einer Klinik, einem landwirtschaftlichen Betrieb oder auch Einkaufsmarkt. Noch ist keine akute Unterstützung erforderlich, aber ich bin sicher: das wird kommen. Wie es aussieht, wird die Universitätsklinik Mainz auf unser Angebot zurückgreifen (Küche, Essensausgabe, Anm. d. Red.).

Diese Krise ist eine schwere Belastungsprobe, für die Wirtschaft und uns als Gesellschaft. So gravierend und mittelbar die Konsequenzen für unser kleines Unternehmen auch sein mögen – wir haben gerade erst eine große Investition in Renovierungsarbeiten gesteckt –, jetzt aber gilt es, andere Prioritäten zu setzen. Gemeinsam werden wir als Guldenmühlen-Team diese schwierige Situation meistern, irgendwie, und hoffentlich bald in unser eigentliches Business zurückkehren.

Mut macht mir die Hoffnung, dass sich die Menschen nun vielleicht Gedanken über Grundsätzliches machen. Über die Globalisierung, internationale Lieferketten, Gewinnoptimierungen und wirtschaftlichen Größenwahn, über die Natur und die Landwirtschaft, die uns ernährt, über Regionalität und vieles andere mehr. Als lokal-regional orientiertes Restaurant sind wir nur ein ‚kleines Rädchen‘ im Getriebe, aber wir tragen auf nachhaltige Weise zum Großen bei und sorgen zugleich für Lebensqualität. Ich sehe es als Chance, dass in der Zeit ‚danach‘ Werte neu überdacht, gesunde Natur und Nahrungsmittel neu zu schätzen gelernt, kleine, familiäre Unternehmen mehr unterstützt und vielleicht nicht mehr nur Profit und Geld das oberste Entscheidungskriterium sein werden.“

 

Das Eppard in der 100 Guldenmühle ist ein privat geführtes Restaurant, etwas außerhalb des Winzer-Dörfchens Appenheim zwischen Mainz und Bingen gelegen. Untergebracht in einer historischen und liebevoll restaurierten Mühle ist es umgeben von Feldern, Wiesen und viel Grün. Es versprüht nicht nur von außen einen ländlich-ursprünglichen geprägten Charakter: Auch die Innenräume beeindrucken mit Antiquitäten, offenen Holzbalken, einem alten Kachelofen, urigen Gegenständen aus Ur-Großmutters Zeiten und knarrenden Dielen – der Hauptgastraum jedoch weist auch modernes Design und Ambiente auf. Serviert wird eine gehobene Landküche.

 

In eigner Sache: Wir helfen gerne, freuen uns aber auch selbst über jeglichen Support, denn auch wir haben zu kämpfen.