Residenz Heinz Winkler: Neue Doppelspitze für die Küche

Stefan Barnhusen

und Daniel Pape

treten das große Erbe

in Aschau an

 

Eckart Witzigmann kam persönlich in die Residenz, um den neuen Küchenchefs der Residenz Heinz Winkler viel Glück für ihre neue Aufgabe zu wünschen. Patron Heinz Winkler war für ihn ein außergewöhnlicher Kollege, der mit der „Cuisine Vital“ Großartiges geschaffen habe. Witzigmann sagte zu den neuen Küchenchefs: „Versucht nicht einfach die Fußstapfen zu füllen, sondern setzt auch eigene Akzente.“

Daniel Pape & Stefan Barnhusen (r.)

Gleich zwei Spitzenköche konnte die Residenz Heinz Winkler gewinnen, um neu zu starten. Mit ihrer Erfahrung und Kreativität wollen Stefan Barnhusen und Daniel Pape „neue kulinarische Höhepunkte setzen“. Viel ist in den vergangenen Monaten spekuliert, geredet und geschrieben worden. Nun soll ein neues Kapitel aufgeschlagen werden, ohne das alte zu vernachlässigen. Stefan Barnhusen kommt aus München und hat mit seinem dortigen Team einen Michelin-Stern für das „Mountain Hub Gourmet“ erkocht. Er blickt auf Stationen wie das Restaurant „Überfahrt“ bei Christian Jürgens, das „Bareiss“ von Claus-Peter Lumpp und das „Gästehaus Klaus Erfort“ mit Klaus Erfort zurück.  Daniel Pape kochte unter anderem in seiner Laufbahn ebenfalls im Restaurant „Überfahrt“ bei Christian Jürgens, im „Vendome“ bei Joachim Wissler, im „La Vie“ bei Thomas Bühner und kann sich auch den Erfolg zuschreiben mit seinem letzten Team eine Stern-Auszeichnung für das „Da Vinci“ in Koblenz erreicht zu haben.

Eckart Witzigmann mit den neuen Küchenchefs in der Residenz

Diese beiden neuen Küchenchefs scheinen gut gerüstet, um das kulinarische Erlebnis in der Residenz Heinz Winkler „auf ein neues Level zu heben“, wie es offiziell heißt. Das erste Menü steht und soll vom 1. Oktober bis 22. Dezember serviert werden.




Sterne-Köche & Topwinzer verabschieden Peter Splettstößer

Scheck-in: Ein Lebensmittelmarkt

mit Hang zur Spitzengastronomie

 

Von Barbara Fienhold

 

Kein großer Lebensmittelmarkt in Deutschland kann sich so schnell in einen Gourmettempel verwandeln wie das Scheck-in-Center in Frankfurt im Ostend. Bei ausverkauftem Haus tischten Harald Wohlfahrt, Johann Lafer, Carmelo Greco, Mario Lohninger und andere Köche Feines und Rustikales auf. Dazu gab es Weine von Ernst Loosen, Alexander Laible oder August Kessler sowie Lambard Champagner, wobei einige Winzer persönlich ihre Flaschen öffneten.

André Großfeld und sein neuer zweiter Küchenchef René Postel (im Bild) ließen die Gäste Lachs mit Kürbis schmecken, bei Harald Wohlfahrt gab es Ravioli mit Bergkäsefüllung und schwarzen Scorzone-Trüffeln, Carmelo Greco präsentierte seinen Klassiker Parmesan-Royale mit Espresso-Orangen-Sugo und Erbsencreme, bei Hiro Sakai konnte man Sushi probieren. Der Imperial-Kaviar mit Wodka Crème-fraîche auf Pinzgauer Erdäpfel-Bladln von Mario Lohninger war das Sahnehäubchen des kulinarischen Events.

Mario Lohninger

Der bisherige Marktleiter Peter Splettstößer übergab an diesem besonderen Tag an seinen Nachfolger Markus Vogel (oben im Bild) Peter Splettstößer war weit mehr als ein herkömmlicher Marktleiter, er war gut vernetzt in der Feinschmeckerszene und immer auf der Suche nach neuen und anderen Produkten, wobei er gerne Lokales und Regionales einsetzte. Inspiration holte er sich aber auch bei Restaurantbesuchen und Gesprächen mit Köchen, Kritikern und Erzeugern. Peter Splettstößer wird aber nicht vollends verschwinden, sondern weiter beratend für die Scheck-in-Gruppe tätig sein, vor allem wenn es um Events und die Produktion mit Harald Wohlfahrt geht.




Neues Genuss-Trio für Lanzarote: Weingut, Luxus-Hotel, Restaurant

Das teuerste Hotel

der Insel hat eröffnet

 

Carmelo Peña, der zuvor bei Puro Rofe arbeitete, geht mit einem neuen Weingut an den Start, zu dem auch ein luxuriöses Boutique-Hotel und ein hochpreisiges Restaurant gehören. Die Bodega in Asomada ist Teil dieses neuen Luxus-Trios. Wir haben das kleine Weingut mit den großen Absichten besucht und einige bemerkenswerte Kostproben erlebt.

Carmelo Peña

Carmelo Peña möchte schlanke, elegante Weine mit Mineralität und Terroir-Typizität erzeugen. Sie sind mit 10-11 % niedrig im Alkohol. „Ich will alles aus dem Vulkanboden an Qualität herausholen, was möglich ist“, meint der selbstbewusste Önologe. Er geht dabei verkürzt gesagt wie im Burgund vor.Übersetzt auf Lanzarote heißt dies: Insel-Weine, Village-Weine und noch spezifischer Parzellen-Weine.

Die von uns im jungen Stadium verkosteten Weißweine sind mineralisch, zitrusfrisch und salzig. Der Lagenwein Chupadero ist zwar auch nicht wuchtig, aber deutlich exaltierter: Der Teufel scheint einen kleinen Schwefel-Schwanz zu hinterlassen, dazu einen Glimmer Magmafeuer – The Devil in Disguise. Spannend.

Die Weine werden in Tongefäßen, Betoneiern, Stahltanks und Holzfässern ausgebaut. Die Ernte beginnt früh im Juli und nicht wie bei den meisten Weingütern auf Lanzarote im August. Damit soll verhindert werden, dass zu viel Sonne und hohe Temperaturen in den Trauben zu viel Zucker entstehen lassen. Mehr Zucker sorgt für eine höhere Alkoholkonzentration, die nicht erwünscht ist. „Wir setzen weniger auf Alkohol und Frucht, sondern mehr auf Mineralität“, meint Carmelo.

Die „Weineberge“, die sich auf der ganzen Insel verteilen, bestehen je nach Lage aus kleinen Trichtern oder großen Kratern mit Vulkanasche. Die Beschaffenheit aber ist ähnlich. Wenn man die Vulkanasche mit den Händen ein wenig wegscharrt, spürt man die Feuchtigkeit darunter. Das sichert den Reben das Leben. Die meisten Rebpflanzen sind über 100 Jahre alt. Insgesamt verfügt Carmelo Peña über 20 Hektar Weinbau auf Lanzarote, die sich auf zwanzig verschiedene Winzer verteilen. Er führt dabei die Regie gemeinsam mit ihnen, während er im Weinkeller auf sich gestellt ist.

Carmelo erzählt, dass die meisten Winzer im Schnitt 75 Jahre alt sind, während die Jüngeren mehr Geld verdienen wollen, als dies mit eigenen Weinen möglich wäre. Deshalb kann er mit beiden Altersgruppen ins Geschäft kommen und sich vieler Insel-Weine bedienen. Sein Ziel ist es, authentische Weine zu machen, die ausschließlich aus Lanzarote stammen. Was die meisten nicht wissen: Ein Lanzarote-Wein muss nur zu 20 % aus Trauben dieser Insel bestehen und darf den Rest mit anderen auffüllen. Der 37 Jahre alte Carmelo Peña, der bei Winzergrößen wie Dirk Niepoort in Portugal und Raúl Péres im spanischen Bierzo lernte und arbeitete, hat Großes vor. Siehe auch BISS-Artikel „Tanz auf dem Vulkan“ über Lanzarote und die Winzer-Avantgarde.

Hotel César

Zu dem neuen Lanzarote-Trio gehört auch ein Luxus-Hotel mit Restaurant. Das César ist Urgestein, dort lebten die Eltern des Universalgenies César Manrique, der als Maler, Bildhauer, Architekt und Umweltschützer die Insel mehr prägte als jeder andere. So viel Luxus wie heute gab es damals nicht. 20 attraktive Zimmer mit Terrasse oder Balkon, dazu Swimmingpool, Restaurant und gleich daneben die Bodega. Mit Preisen zwischen 500 und 1000 € pro Nacht ist es das teuerste Hotel auf Lanzarote. Zu dem neuen Hotel der Numa Group gehört auch ein hochpreisiges Restaurant, das mehr durch seine Optik als eine ansprechende Speisekarte auf sich aufmerksam macht. Lanzarote deluxe. Ein Trend auf der Insel der Bescheidenheit. Es ist für vieles Platz, am Ende zählt nur die Qualität.

Ludwig Fienhold

Fotos: Barbara Fienhold




Spannende Neueröffnung: Restaurantkritik Peysk im Frankfurter Westend

David Eisenberg

bringt mit Finesse

Frankreich und Asien

zusammen

 

Von Ludwig Fienhold

David Eisenberg kann kochen, vor allem aber hat er ein Talent für Saucen und Gewürze. Das ist mehr als nur kochen, denn daran mangelt es auch vielen Profis, die handwerklich solide sind, aber kein spannendes Essen zustande bringen. Jetzt hat David Eisenberg sein erstes eigenes Restaurant im Frankfurter Westend eröffnet, an gleicher Stelle, an der Luigi Fabbri und sein Fabbri-ca zu Hause waren. Ein gutes Lokal löst das andere ab, bei völlig unterschiedlichen Konzepten.

Im Peysk gibt es fast nur Fisch und Meeresfrüchte. Der Name Peysk steht Ur-Indogermanisch für Fisch. Das kleine Lokal zeigt mit einer kleinen Karte nur qualitativ Größe. Umfangreiche Speisekarten sind ohnehin ein Feind der guten Küche und ebenso überflüssig wie die Unart, Gäste zu Menüs zu zwingen. Das erst vor wenigen Tagen eröffnete Peysk bietet ein Dutzend Gerichte an. Das reicht, für den Anfang sowieso. Der Start ist gelungen, Küchenchef  David Eisenberg bringt mit Verve und Finesse Frankreich und Asien geschmacklich zusammen. Eisenberg hat in der Seehafenstadt Kanazawa in Japan und anderen asiatischen Städten gelebt und gearbeitet, die guten Einflüsse sind spürbar.

Die Miesmuscheln scheinen auf den ersten Blick klassisch französisch, beim ersten Biss wird es aber spicy, tritt eine wunderbar pikante asiatische Würzung hervor, die auf der Karte als „Curry“ bezeichnet wird. Es macht Freude, diesen vibrierenden Sud bis zum letzten Tropfen aufzutunken.

Sepia

Einfach großartig waren die kurzgegarten und damit zarten Sepiafinger, die noch einen leichtem Biss hatten. Hauptdarsteller war jedoch der höchst raffinierte Schinkensud, den man sich gerne in Flaschen hätte abfüllen lassen.

Tunaschinken findet man nicht oft in Deutschland, im Peysk wird diese Delikatesse von schönem Olivenöl sowie gehackten Wal- und Haselnüssen begleitet. Ein sympathischer Appetithappen. Ganz französisch wird der Seeteufel nebst Kalbsbries mit Salbei und Kapern zubereitet, die kraftvolle und bestens austarierte Fleischsauce ist umwerfend gut.

David Eisenberg

Die (vorläufige) Weinkarte ist deutlich größer als die (vorläufige) Speisekarte. Wer einen solch herausragenden und eher selten zu findenden Champagner wie den Shaman Grand Cru Rosé Brut Natur 2020 von Benoit Marguet offeriert, zeichnet sich als vertrauenswürdig aus. Dieser kostet für den Endverbraucher zirka 60 € und wird hier im Restaurant für keineswegs überzogene 110 € angeboten. Der nicht minder rare und schäumende Vin Nature Perles du Mont Blanc aus der seltenen und autochthonen Rebsorte Gringet von Dominique Belluard aus den Savoyen ist von einer Klarheit und Würde, wie sie auf ergreifend pure Weise dieser Gebirgslandschaft und seinem alpinen Klima entspringt. Feine Perlage mit kühlem Gletschertrinkfluss, jedes Glas macht Lust auf das nächste.

Seeteufel & Kalbsbries

Naturweine sind allzu oft modische Lästlinge. Sie schmecken gerne nach Apfelmost, Sauerkraut und altem Gemüse. Man spürt unangenehm die Fermentation und die Hefe. Das undurchsichtig Trübe macht sie obendrein nicht attraktiver. Im Peysk gibt es manche von diesen Naturburschen, die dem klassischen Weintrinker wahrscheinlich nicht gefallen werden. Man findet aber auch gute Vertreter dieser Spezies. Die Frische, Saftigkeit und Würze von einem Grünem Veltliner aus Österreich sollte genau so typisch und charaktervoll ausfallen. Deshalb verträgt man sich auch gleich mit dem naturbelassenen unfiltrierten Hefeabstich Pur 2022 vom Weingut Wimmer-Czerny aus Fels am Wagram in Österreich. Man schmeckt sehr viel Traube und Grünen Veltliner, spürt aber auch etwas mehr von der Ursprünglichkeit dieser Rebsorte.

Tunaschinken

Das Peysk ist ein Restaurant, ist ein Bistro, ist eine Weinbar. Aber ganz bestimmt kein Fine Dining Restaurant. Das wäre für diese Küche und das Konzept auch der falsche Weg, wobei Fine Dining immer seltener funktioniert und nicht mehr genug Gäste anspricht. Man kann ins Peysk auch nur auf ein Glas Wein vorbeikommen, muss dann eben am Fenster oder an den Stehtischen sein Plätzchen finden.

Bislang trifft man im Lokal nur auf ein Trio, es werden wie überall noch Mitarbeiter gesucht. Patrick, der auch kochen kann, sorgt salopp und souverän für den Service und übernimmt zudem die Weinberatung. Das Lokal hat zwar nur 22 Plätze (entweder auf der Terrasse oder innen), doch David Eisenberg steht derzeit ziemlich alleine da und hat alle Hände voll zu tun. Durch die offene Küche kann man sehen, dass er konzentriert arbeitet, aber nicht hektisch wird.

Das Peysk hat erst vor einigen Tagen eröffnet und befindet sich noch im Aufbau. Trotz der erkennbaren Qualität, wünscht man dem Restaurant nicht unbedingt, dass es der Michelin entdeckt und auszeichnet – das würde nicht zwingend die Freude steigern, die jetzt schon bei Gast und Gastgeber ausreichend vorhanden ist.

Peysk, Frankfurt, Westendstr. 73, Tel. 0162 20 56 073. Preise: 9-38 €. Mi – Sa 18-23 Uhr, So 14-20 Uhr.

Fotos:Barbara Fienhold




Trüffel-Auktion in Frankfurt, Hongkong, Singapur und Alba

Das Restaurant Brighella

steht duftend im Mittelpunkt

 

Es trüffelt wieder ganz wunderbar. Besonders aber im Frankfurter Restaurant Brighella. Dort inszenieren seit 31 Jahren Leo Caporale und Mario Borazio ein großes Trüffelfest, das noch bis einschließlich Sonntag läuft. Diesmal wird das Vergnügen sogar noch gesteigert. Erstmals wird durch das Brighella Deutschland Teil einer Trüffel-Auktion, die vom Castello Grinzane Cavour im Piemont ausgehend in vier ausgesuchte Restaurants in Hongkong, Singapur und Frankfurt in einem Streaming live erlebt werden kann. Dabei wird jeweils ein exquisites Trüffelmenü mit Weinen aus dem Piemont serviert, an dessen Ende Trüffel und Weine für einen guten Zweck versteigert werden. Der Link zum Streaming läuft über die Facebookseite des Castello:

www.facebook.com/CastelloGrinzaneCavour

Brighella startet am 12. November um 12 Uhr, die Auktion im Trüffel-Mekka Piemont beginnt um 13 Uhr. Es ist die 24. Weltauktion, erstmalig ist mit Frankfurt ein Restaurant in Deutschland dabei.

Leo vom Brighella

Die Gäste der auserwählten Restaurants werden Teil der großen Auktion in Alba und können an ihrem jeweiligen Standort selbst mitbieten – im Brighella werden fünf Alba-Trüffel & Wein-Pakete versteigert – für einen wohltätigen Zweck. Das Menü mit fünf Gängen und fünf Weinen aus dem Piemont zum Komplettpreis von 220 € war sofort ausverkauft, mit etwas Glück kann man vielleicht noch über eine Warteliste Eingang finden. Auch das Trüffelfest im Brighella vom 7. bis 12. November ist immer schnell ausgebucht, auch hierfür gibt es nur noch eine Warteliste.

Die Preise für Alba-Trüffel werden wie an der Börse gehandelt und verändern sich stetig. Sie lagen in den Vorjahren schon bei 6000 € für das Kilo, in diesem Jahr bewegen sich die Preise zwischen 3.200 und 3.800 €, je nach Größe der jeweiligen Trüffel. Wichtig ist es einen Händler oder ein Restaurant des Vertrauens zu kennen, denn die teuerste Delikatesse der Welt wird auch gerne gefälscht.

 

Brighella, Restaurant & Hotel, Frankfurt, Eschersheimer Landstraße 442, Tel. (069) 53 39 92.

www.ristorante-brighella.de

 

Fotos: Barbara Fienhold, Brighella

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Schloss mit Sternerestaurant und Weinbergen zu verkaufen

Das Kleinod Eberstein bei Baden-Baden

hat für viel Geld viel zu bieten

 

Ein gutes Tagesgeldkonto wird auch bei steigenden Zinsen kaum reichen, doch das Angebot ist sehr verlockend: Schloss Eberstein nahe Bade-Baden steht zum Verkauf. Mitsamt Hotel und 19 Zimmern, Sternerestaurant, ehemaligem Weinkeller, Rittersaal, Bibliothek, Weinbergen, botanischem Garten und Wald. Das Anwesen umfasst eine  Grundstücksfläche von insgesamt rund 423.000 Quadratmeter. Kaufpreis: 19,5 Millionen.

Sotheby´s International Realty, die weltweite Marke für Luxusimmobilien, vermarktet derzeit das Schloss Eberstein in Gernsbach nahe Baden-Baden. Zu dem Anwesen mit einer Grundstücksfläche von insgesamt rund 423.000 Quadratmetern gehören das Schloss, in dem sich aktuell ein exklusives Superior-Hotel mit 19 Zimmern, ein Restaurant, ein ehemaliger Weinkeller, ein Rittersaal, der Ebersteinsaal, der Weinbrennerbau und eine Bibliothek befinden, sowie die umliegenden Weinberge, ein botanischer Garten und ein Wald. Die Wohn- und Nutzfläche umfasst rund 3.500 Quadratmeter, der Weinberg hat eine Fläche von circa 80.000 Quadratmeter. Der Kaufpreis für die gesamte Anlage beträgt 19,5 Millionen Euro.

Derzeit wird das obere Schloss mit u.a. Bibliothek, Ritter- und Ebersteinsaal, Weinbrennerbau, ehemaligem Weinkeller und vielen weiteren Räumlichkeiten vom Eigentümer genutzt. Verpachtet sind das Hotel mit Saal, die Torburg, das dreigeschossige Restaurantgebäude, Außenflächen und der Weinberg. Die weitere Nutzung des privaten Bereichs obliegt dem zukünftigen Käufer. Der verpachtete Bereich soll in Form der derzeitigen Nutzung fortbestehen.

Kevin Merz von Sotheby´s International Realty in Baden-Württemberg: „Das Schloss Eberstein ist eines der schönsten im neogotischen Stil erbauten Anwesen in Deutschland, im malerischen Gernsbach, umgeben von üppig grünen Weinbergen. Ein Ort von zeitloser Schönheit, der in der unmittelbaren Umgebung der weltbekannten Kur-, Kultur- und Genussstadt Baden-Baden liegt.“

Das Schloss wurde 1272 erstmals urkundlich erwähnt und von 2001 bis 2008 saniert. Die Geschichte des Schlosses Eberstein ist eng mit der Familie der Markgrafen von Baden verbunden. Es wurde im 13. Jahrhundert erbaut und diente ursprünglich als Festung und Wohnsitz der Grafen von Eberstein. Eine besondere Rolle in der Geschichte spielte Markgraf Berthold von Baden. Im 15. Jahrhundert war er der Herrscher der Region und verliebte sich in eine ungewöhnliche Frau – ihre Liebe wurde jedoch von gesellschaftlichen Konventionen und politischen Zwängen überschattet, die Beziehung musste geheim gehalten werden. Schloss Eberstein wurde zum Ort heimlicher Treffen und zum Mittelpunkt einer Romanze.

Privatbereich

Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Schloss mehrmals umgebaut und erweitert. Eine der bedeutendsten Bauphasen fand im beginnenden 19. Jahrhundert statt, als der Architekt Friedrich Weinbrenner damit beauftragt wurde, das Schloss im klassizistischen Stil umzugestalten. Weinbrenner verlieh dem Schloss seine charakteristische Eleganz.

„Aufgrund seiner eindrucksvollen Architektur und der idyllischen Umgebung ist das Schloss Eberstein ein gefragter Veranstaltungsort für Hochzeiten, Firmenevents, Konferenzen und kulturelle Veranstaltungen. Die historischen Säle und der Garten bieten den perfekten Rahmen für unvergessliche Feiern und Zusammenkünfte“, meint Kevin Merz von Sotheby´s.




Raffles: Neues Hotel & kulinarisches Viertel in London

Aus Churchills Kriegsministerium

wurde eine mondäne Luxusherberge

 

Das neue Raffles Hotel in London ist ein Meisterstück voller Geschichte. Aus dem ehemaligen britischen Kriegsministerium von 1906, in dem Winston Churchill Politik machte, wurde das Raffles Hotel OWO (steht für Old War Office). Eröffnung soll am 29. September sein. Neben 120 Zimmern und Suiten wird es ein Restaurant geben, dessen Konzept gemeinsam mit Mauro Colagreco entstand, der an der Côte d´Azur das spektakuläre 3-Sternerestaurant Mirazur betreibt.

Das Raffles Hotel liegt im Regierungsviertel Westminster nahe Trafalgar Square und wird gleich neun Restaurants und drei Bars haben, darunter eine Dachterrasse mit Panoramablick über den St. James Park und Aussicht auf den Buckingham Palace. Es soll, so heißt es ganz unbescheiden und doch nicht realitätsfern, ein neues kulinarisches Viertel in London entstehen. Neben weiteren 85 Residences by Raffles werden ein Guerlain Spa und Pillar Wellbeing eröffnet.

Mit Hilfe von Hunderten von Kunsthandwerkern wurden historische Innenelemente wiederhergestellt, darunter handverlegte Mosaikböden, Eichenvertäfelungen, glitzernde Kronleuchter und eine prächtige Marmortreppe. Von der schillernden Schönheit der großen Treppe, die sich elegant um einen gigantischen zweistöckigen Kronleuchter windet, bis hin zu den Mosaikfliesenböden ist das neue Raffles London eine Hommage an die Geschichte des Gebäudes.  Das Hotel entsprang der Vision des Designers Thierry Despont, der Wahrzeichen wie die Freiheitsstatue umgestaltete.

Die historisch bedeutendsten Bereiche des Gebäudes sind die Heritage Suites, ehemalige Büros einflussreicher politischer und militärischer Führer, darunter Winston Churchill, David Lloyd George und Sir Richard Haldane. Einige davon werden als „The Whitehall Wing“ exklusiv buchbar sein. Diese Suite mit sechs Schlafzimmern befindet sich im Westflügel des Gebäudes und bietet Platz für bis zu zwölf Gäste – einer der größten Luxushotelflügel in London.

Raffles London hat sich mit Küchenchef Mauro Colagreco zusammengetan, um drei einzigartige kulinarische Erlebnisse zu schaffen. In seinem Signature-Restaurant Mauro Colagreco im Raffles London sollen die Gäste an Mauros kulinarischen Kreationen teilhaben. Besonderen Wert legt er auf die Vielfalt einheimischer britischer Gemüsesorten, die hier im Mittelpunkt der Gerichte stehen. Nebenan befindet sich Mauro’s Table, ein intimer Raum rund um einen beeindruckenden Esstisch mit dahinter liegender Showküche.

In den letzten acht Jahren wurde das Old War Office in Großbritannien sorgfältig mit Glanz und Gloria wiederhergestellt, in Zusammenarbeit zwischen der familiengeführten Hinduja Group und Accor.

 

Fotos: Accor




Jubilation: Suzys Smoke Shack BBQ eröffnet wieder

Von der Hinterhofidylle ins

pralle Leben nach Alt Sachsenhausen

 

BBQ Lover hatten schwer zu schlucken als das Ende von Suzys wunderbarem Lokal verkündet wurde. Jetzt hat sie eine neue Bleibe gefunden, in Frankfurts Ausgehrevier Alt-Sachsenhausen, wo bis vor kurzem das Hooters zu Hause war (Bild ganz unten). Das als Sauf & Rauf-Quartier verrufene Karree wird durch Suzy´s Smoke Shack BBQ eine Aufwertung erfahren. Gute Adressen sind hier dringend notwendig, um Frankfurts eigentlich schönstes und spannendsten Viertel wieder mit Leben statt Krach zu füllen.

Bild aus der Anfangszeit im Hinterhof

Suzys Hinterhof-Hütte war zu schön, um wahr zu bleiben. Das phantasievoll gestaltete Barbecue-Lokal in der Uhlandstraße im Ostend wurde erst Anfang des Jahres in einer ehemaligen Werkstatt eröffnet. Einigen Nachbarn missfiel das bunte Treiben im ansonsten mausgrauen Hinterhof, weshalb sie die Betreiberin Suzanne „Suzy“ Günther bei den Behörden anschwärzten – die auch prompt ausreichend Gründe fanden, um das Lokal schließen zu lassen. Suzy suchte händeringend nach einer neuen Adresse und fand diese schließlich in Alt-Sachsenhausen. Das Hooters dort war das letzte seiner Art in Deutschland, die alle dichtmachten oder in die Insolvenz gingen. Die US-Kette setzte auch bei uns auf Burger und anderes Fast Food sowie flotte junge Mädchen in luftigem Cheerleader Outfit. Man hätte glauben können, dass genau so etwas ins Amüsierviertel Alt-Sachsenhausen passt, doch gab es hinter den Kulissen wirtschaftliche Probleme ganz anderer Art.

Suzy

Suzy´s Smoke Shack BBQ soll Anfang Oktober eröffnen und will hundert Plätze im Inneren und 70 im Biergarten anbieten sowie eine Bühne für Musikevents bereithalten. Am Namen und Konzept wird sich nichts ändern, warum auch, es war sehr erfolgreich, wenn auch nur für wenige Monate. Suzy will wieder Lust auf Fleisch und diesen wunderbar würzigen Rauch machen, der nach Abenteuer riecht.  Auf Pork Ribs, Pork Belly Burnt Ends, Smoked Beef Brisket oder Rib Tips. In der Hinterhof-Hütte waren sie spicy, rauchig, saftig und zart. Und so sollen sie auch in Alt-Sachsenhausen wieder schmecken.

Alt-Sachsenhausen verlangt nach einer Auferstehung aus der Asche. Einige leerstehende Häuser, in denen früher meist eine dumpfe Gastronomie für Geschmacklosigkeiten aller Art sorgte, warten nur darauf wiederbelebt zu werden. Den Shisha-Bars und Ein-Meter-Bier-Saufpinten darf man nicht das Feld überlassen. Es gibt positive Beispiele, wie die Gastronomie in Alt-Sachsenhausen für einen guten Ruf sorgen könnte, das großartige Apfelweingasthaus Lorsbacher Thal und das türkische Mezze & More sind zwei Visitenkarten dafür. Mit Suzy´s Smoke Shack BBQ wird es eine weitere geben.

Ludwig Fienhold

 

Suzys neues Lokal

Suzy´s Smoke Shack BBQ, Frankfurt, Kleine Rittergasse 4-8, Tel. 0151 50482954.

Oben im Bild: Frau Rauscher in der Klappergasse, ein Alt-Sachsenhäuser Original und so etwas wie die Schutzgöttin des Reviers.




Die letzten Tickets: Dinner & Kunst im Schlosshotel Friedrichsruhe

Mit Werken von Yoko Ono, Günter Grass,

Hundertwasser und anderen Künstlern am 28. Oktober

 

Letzte Möglichkeit

für eine Reservierung

 

Yoko Ono, Günter Grass, Elvira Bach (Bild in der Mitte), Friedensreich Hundertwasser und andere weltberühmte Künstler haben die Etiketten des Weinguts Nittardi in der Toskana gestaltet, in dem einst Michelangelo wohnte. Jetzt wird es im Schlosshotel Friedrichsruhe eine einzigartige Kunstaustellung mit allen 90 Originalexponaten aus 40 Jahren geben. Begleitet von einem Dinner und ausgesuchten Weinen von Nittardi. Das Ereignis findet am 28. Oktober statt.

Die Idee, Wein und Kunst zusammenzubringen, wird kaum so effektvoll und konsequent umgesetzt wie bei dem Weingut Nittardi in der Toskana, in dessen Gemäuern der legendäre Maler, Bildhauer, Baumeister und Dichter Michelangelo wohnte. Die Nittardi-Etiketten sowie das Einschlagpapier für die Weinflaschen haben illustre Künstler aus aller Welt gestaltet, etwa die inzwischen 90 Jahre alte Yoko Ono, Friedensreich Hundertwasser und Tomi Ungerer. Alle 90 Unikate der Sammlung wird es im Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe zu sehen geben, begleitet von einem Dinner mit Weinen von Nittardi.

Das Wein-Dinner

Carpaccio vom Hohenloher Rinderfilet
mit Wachtelei und Trüffelvinaigrette
Dazu: Ad Astra 2020, Maremma Toscana (der „kleine“ Supertuscan aus der Maremma)
***
Butternutsüppchen mit Curry und gebratener Jakobsmuschel
Dazu: Belcanto 2020, Chianti Classico
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Gegrillter Saibling mit Austernsauce, Gartengurke und Zitrone
Dazu: Casanuova di Nittardi La Doghessa 2020, Chianti Classico

Kalbsfilet mit Thymianjus, Sellerie-Nussbutter, Püree- und Kartoffelkrapfen
Dazu: Nittardi Riserva Selezionata 2019, Chianti Classico
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Abinaro Schokolade von Valrhona, mit Feige und Portwein

Das Dinner kostet inklusive Weine, Aperitif, Wasser und Kaffee 225 € pro Person. Einen gastfreundlichen Pauschalpreis mit Übernachtung und anderem mehr weiter unten.

Es gibt kein Hotel in Deutschland, bei dem Kunst und Kulinarisches so selbstverständlich und phantasievoll zu Hause sind wie im Schlosshotel Friedrichsruhe, das zum Unternehmen von Reinhold Würth gehört, dessen bedeutende Kunstsammlungen und Ausstellungen weltweit bekannt sind.

Hundertwasser

Der Frankfurter Galerist Peter Femfert und seine Frau Stefania Canali besitzen in der Toskana auch ein Weingut, das von Sohn Léon önologisch geführt wird. Im 12. Jahrhundert erzeugten dort Benediktiner Mönche in der „Villa Nectar Dei“ in Siena bereits Wein. 1540 kaufte das Anwesen Michelangelo Buonarroti. Heute werden dort von Nittardi viele bemerkenswerte Rotweine erzeugt, aber auch sehr gute Weißweine, wie der „Ben“, ein Vermentino Maremma mit einem Duft aus Zitrusfrüchten und Gewürzen sowie einer aparten Salzspur, die das Meer spüren lässt.

Die Kunst und der Wein, die bei Nittardi ineinanderfließen, sind  lustvoll, exzentrisch und nie langweilig. Das Schlosshotel Friedrichsruhe ist dafür genau der passende Rahmen.

Ludwig Fienhold

Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe
Kärcherstraße 11
Zweiflingen-Friedrichsruhe

 

Tel+49 7941 6087 0
E-Mail: hotel@schlosshotel-friedrichsruhe.de

www.schlosshotel-friedrichsruhe.de

Eine Übernachtung im Doppelzimmer 

Inklusivleistungen:

    • reichhaltiges Frühstück vom Büffet
    • je 1 Glas Crèmant zur Begrüßung
    • Vitalsnack im Spa-Bistro „Genussmomente”
    • Eintritt in den SPA mit Pools, Saunalandschaft und vielfältigen Fitness-Angeboten
    • Das SPA können die Gäste bereits auch am Anreisetag schon ab vormittags und am Abreisetag bis 20:00 Uhr nutzen
    • Getränke der Minibar
  • Nittardi  Wine & Dine und eine faszinierende Nittardi-Kunstausstellung von Künstlern, wie Günter Grass, Hundertwasser, Yoko Ono uvm. :
  • 1 x außergewöhnliches 5-Gang Menü, korrespondierend mit exklusiven Weinen aus dem renommierten Hause Nittardi,
  • inkl. Aperitif, Wasser und Kaffee
  • der Preis pro Person im DZ beträgt 425 EUR, mit allen obenstehenden Leistungen.



Althoff Grandhotel Schloss Bensberg: Jörg Stricker wird neuer General Manager

Ein kulinarisch gebildeter Direktor ist gut für das Gourmet-Hotel

 

Führungswechsel im Gourmet-Hotel Schloss Bensberg: Ab 1. September wird Jörg Stricker neuer General Manager. Er hat über 30 Jahre Erfahrung in der Hotellerie und arbeitete zuletzt in gleicher Position in dem kulinarisch bemerkenswerten Bollants Spa im Park in Bad Sobernheim. Stricker löst den bisherigen General Manager Matthias Kienzle ab, der im Schloss Bensberg in Bergisch Gladbach nur zwei Jahre an der Spitze stand (inzwischen ist er Hoteldirektor vom Relais & Châteaux Resort Gut Steinbach im Chiemgau).

Zuvor hatte der 52 Jahre alte Jörg Stricker verschiedene Führungspositionen in der gehobenen Hotellerie, im ehemaligen Jumeirah Frankfurt (jetzt JW Marriott) und im Kameha Grand Bonn. Jörg Stricker ist gelernter Koch und war viele Jahre Küchenchef (Interconti Frankfurt) und Executive Chef (Interconti Köln).

Schloss Bensberg hat mit dem Vendôme eines der besten und kreativsten Restaurants in Deutschland, Joachim Wissler ist dort seit 23 Jahren Küchenchef.