Ein historisches Bergdorf wird zum Hotel

Ungewöhnliche Neueröffnung in der Schweiz:

Authentischer alpiner Lebensstil

im Le Rucher d’Evolène

 

Im Walliser Bergdorf Evolène entsteht mit „Le Rucher“ ein einzigartiges Hotelprojekt mit faszinierendem alpinen Charakter. Das Ensemble ist nicht an einem einzelnen Gebäude verankert, sondern liegt über das gesamte Dorf verteilt. Historische Raccards (Holzspeicher) und Dorfhäuser werden sorgsam restauriert und Stück für Stück in das Projekt integriert. Ergänzt wird Le Rucher durch ein Boutiquehotel im Dorfzentrum, das jetzt am 21. August eröffnet. In den kommenden Jahren werden weitere Häuser transformiert, es entstehen eine Brasserie sowie ein Berghotel mit 25 Zimmern.

Le Rucher, Chalet

Viele der Gebäude sind mehrere Jahrhunderte alt, dazu gehören unter anderem Le For de Blatt (1443), Chez Catherine & Joseph (1595), Chez Madeleine (1634) und Chez Berthe (1757). Diese wurden mit viel Fingerspitzengefühl und Respekt vor ihrer Vergangenheit restauriert und weiterentwickelt und verbinden heute historischen Bestand mit zeitgenössischem, zurückhaltendem Luxus. Sichtbare Holzbalken, Steinstrukturen, alte Türen, Inschriften und Alltagsobjekte bleiben erhalten und machen die Geschichte des Ortes weiterhin lesbar. Dabei kommen regionale Materialien wie Lärchenholz, Naturstein und Schiefer zum Einsatz, verarbeitet in enger Zusammenarbeit mit Handwerkern aus dem Val d’Hérens.

Die Eingriffe bleiben bewusst dezent. Zeitgemäßer Komfort – darunter Fußbodenheizung, hochwertige Betten und Wellnessangebote – fügt sich in die historische Bausubstanz ein, ohne deren Charakter zu überlagern. Das Interior folgt demselben Ansatz: Historisches Holz, bemalte Schränke, Truhen und handwerkliche Objekte bleiben erhalten und werden durch Objekte mit Bezügen zur alpinen Landschaft und zum regionalen Handwerk ergänzt.

Frühstück

Für die Restaurierung und Weiterentwicklung wurde unter der Leitung von CEO Steven Jacob ein Team aus internationalen und regionalen Experten zusammengestellt. Die Architekturbüros Tamaris sowie Alp’Architecture zeichnen für das Design verantwortlich. Das Studio Géraldine Dohogne, das bereits das Interieur und den Stil der Zannier-Hotels prägte, entwirft die Brasserie La Pension, während Studio C&C die integrierten Kunstwerke beisteuert.

Das gemeinsame Ziel: historische Gebäude zu erhalten und die alpine Lebensart des Dorfes sowie seine lokale Sprache, sein Handwerk und sein kulturelles Wissen zu bewahren. Le Rucher d‘Evolène versteht sich als Alternative zum Massentourismus und setzt auf eine Form der Gastfreundschaft, die sich in die bestehenden Dorfstrukturen einfügt und diese langfristig stärkt.

Im Zentrum des Dorfes entsteht mit Le Central ein edles Boutiquehotel mit sieben Zimmern, das am 21. August eröffnet. Ergänzt wird es durch einen Garten, eine Honesty Bar, einen Skiraum und das Olèïnna Spa. In den kommenden Jahren soll das Projekt schrittweise weiterwachsen: mit zusätzlichen Häusern im Dorf, der öffentlich zugänglichen Brasserie La Pension, dem Kultur- und Begegnungsraum Le For de Blatt im historischen Gebäude von 1443 sowie La Maison Jaune, ein kleiner Sportshop mit zwei Gästezimmern. Diese Orte sind bewusst nicht nur für Gäste gedacht, sondern als Teil des Dorflebens konzipiert. Für 2028 ist zudem die Eröffnung des Berghotels L’Hermitage mit 25 Zimmern vorgesehen.

Das Olèïnna Spa wird von der glazialen Quelle in Evolène sowie von der historischen Nutzung der dortigen Thermalgewässer inspiriert. Als alpine Grotte gestaltet, verbindet das Spa rohen Stein, gedämpftes Licht und Wasser als zentrales Gestaltungselement. Licht und Klang sind bewusst reduziert und begleiten den Aufenthalt in zurückhaltender Form. Das Spa umfasst einen Jacuzzi, eine Sauna, einen Zen-Raum sowie einen separaten Behandlungsraum. Angeboten werden Massagen und Körperbehandlungen, die auf Entspannung und Regeneration nach einem Aufenthalt in den Bergen ausgerichtet sind.

Le Rucher d’Evolène liegt auf 1.370 Metern, umgeben von einer hochalpinen Landschaft aus Wäldern, Gletschern, traditionellen Wegen. Die Umgebung ist nicht inszeniert, sondern ein gewachsener Lebensraum. Einen Aufenthalt sollte man mit Besuchen bei lokalen Produzenten nutzen, die Einblicke in traditionelle Handwerksstrukturen vermitteln. Evolène ist kein Kulissenort, sondern ein gewachsenes Bergdorf mit eigener Sprache, Geschichte und Alltagskultur und Le Rucher d’Evolène ist Teil dieses bestehenden Lebensraums. Wege, Plätze und Gebäude bleiben offen zugänglich und Teil des täglichen Dorflebens.

Rauchen ist im Hotel nicht erlaubt, die Zimmerpreise bewegen sich zwischen 357 und 643 €. Im Preis inbegriffen sind Frühstück, Chauffeurservice und Minibar. Reservieren kann man ab drei Nächten. Die Chalets sind noch nicht buchbar, sie versprechen aber eine gute Ausstattung mit Balkon, Küche, Specksteinofen, Fußbodenheizung und finnischer Holzbadewanne.

www.rucher.com/hotel

Le Rucher, Hotel Le Central




2-Sterne-Koch Luis Hendricks geht ins ehemalige Aqua nach Wolfsburg

Mit 27 Jahren der Jüngste

unter den Topköchen Deutschlands

 

Das Restaurant Aqua im Hotel Ritz-Carlton Wolfsburg will es doch noch einmal wissen: Nach dem Abgang von 3-Sterne-Koch Sven Elverfeld im März, übernimmt ab August Luis Hendricks als Küchenchef die kulinarische Leitung des neuen Restaurants, das sich derzeit in der Planungs- und Entwicklungsphase befindet und noch keinen Namen hat. Ein Eröffnungstermin steht noch nicht fest.

Der 1999 in Burgwedel in Niedersachsen geborene Hendricks ist der jüngste Zwei-Sterne-Koch Deutschlands, er wurde 2025 im Restaurant Pietsch in Wernigrode vom Michelin ausgezeichnet, wo er gemeinsam mit Inhaber Robin Pietsch am Herd stand.

Luis Hendricks, Ritz-Carlton

Die Küche des 27 Jahre alten Kochs steht in der Selbstdarstellung für handwerkliche Präzision, Kreativität und eine geschmackliche Identität, die sich über viele Jahre und zahlreiche Reisen durch Asien entwickelt hat. Wichtig dabei sind ihm intensive Aromen, Tiefe, Balance, Säure und Umami – kombiniert mit einer modernen europäischen Basis und den Einflüssen unterschiedlichster asiatischer Esskulturen.„Die Nähe zu meiner Heimat und zu den Menschen der Region ist für mich ein wichtiger Antrieb. Gleichzeitig freue ich mich darauf, meine persönliche kulinarische Handschrift weiterzuentwickeln. Gemeinsam mit dem Team des The Ritz-Carlton möchte er einen Ort schaffen, der für Gastfreundschaft, Qualität und eine unverwechselbare Kulinarik steht.

Das Ritz-Carlton mit 170 Zimmern und Suiten liegt inmitten der Autostadt in Wolfsburg. Der freischwimmende und 40 Meter lange ganzjährig beheizte Infinity-Pool im Hafenbecken ist vor dem denkmalgeschützten Volkswagen-Kraftwerk mit seinen vier hohen Schornsteinen ein Eyecatcher. Ein ebenso spektakulärer Blick bietet sich den Gästen aus dem Fitness-Bereich des Ritz-Carlton Spa & Kraftwerk. Über 600 Kunstwerke mit dem Schwerpunkt der Fotografie prägen das Ambiente des Hauses, ebenso wie die Ausstattung von Elliott Barnes.

 

Foto: Matthias Leitzke