Natalie Heydarian ist neue Hoteldirektorin von Falkenstein Grand und Villa Rothschild

Die beiden Tophotels

im Taunus

brauchen frischen Wind

 

Natalie Heydarian ist für beide Schmuckstücke im Taunus verantwortlich, um die es in den letzten Jahren ruhig geworden ist. Nach dem Ableben des Besitzers Dr. Bernard Broermann im Februar 2024 hatte die Führung wichtige Entscheidungen zu treffen, von denen eine zu der Neubesetzung der Hotels führte. Natalie Heydarian war die Wunschkandidatin der Besitzerfamilie. Es ist weit mehr als eine Personalie, denn die Villa Rothschild in Königstein  (oben im Bild) und das Falkenstein Grand haben sich in der jüngsten Zeit zu sehr auf ihre Rolle als optische Kleinodien beschränkt.

Natalie Heydarian

Mit der neuen Aufgabe kehrt die 48 Jahre alte Natalie Heydarian an eine prägende Station ihrer Karriere zurück. Von 2002 bis 2008 arbeitete Heydarian im damaligen Kempinski Falkenstein Grand als Director Sales & Marketing und wirkte auch bei der Wiedereröffnung der Villa Rothschild maßgeblich mit.

Nach ihrer Zeit in der Spitzenhotellerie ging sie einen anderen Weg und war unter anderem Marketingdirektorin der Adelta Finanz AG und Senior Manager Corporate Communication & Marketing Services bei Canon Deutschland. Später gründete sie mit NH Marketing & Consulting ihre eigene Agentur.

„Die Kombination aus Hotellerie-Erfahrung und strategischem Marketing-Know-how ist für mich der ideale Mix, um Innovation und Gastorientierung neu zu denken“, meint Natalie Heydarian. „Nach vielen Jahren in anderen Branchen kehre ich mit neuen Perspektiven in die Hotellerie zurück und vertraue dabei auf meine Wurzeln sowie auf das exzellente Team des Falkenstein Grand und der Villa Rothschild.“ Natalie Heydarian ist ebenso charmant wie professionell und nicht nur optisch eine Bereicherung für die Hotelwelt.

Informationen

Die Villa Rothschild (22 Zimmer und Suiten) wurde 1894 als Privatresidenz der Bankiersfamilie Rothschild erbaut und war Schauplatz bedeutender politischer und gesellschaftlicher Ereignisse. Sie gehört zu den Broermann Health & Heritage Hotels sowie der Autograph Collection Hotels.

Das Falkenstein Grand (112 Zimmer und Suiten) firmiert unter dem gleichen Dach. Die Lage als Taunus-Logenplatz mit Blick auf die Frankfurter Skyline und die große Parkanlage machen es zu einer der bemerkenswertesten Adressen der Region.

Fotos: Broermann Hotel Collection, Barbara Fienhold




Olivier Leflaive: Weine & Champagner mit Finesse & Feinschliff

Große Charme-Offensive

aus dem Burgund

 

Dem Weingut Oliver Leflaive scheint so ziemlich alles zu gelingen, vom unkomplizierten Aligoté bis zum grandiosen Meursault, und daneben sogar noch erstklassige Champagner. Eine solche Burgunder-Offensive wie dieser Tage in Frankfurt erlebt man selten. Ein gutes Dutzend verschiedener Flaschen stand parat, einige von Weltformat, manche wohlgefällige, aber immer sehr burgundische.

Die Weinpreise im Burgund explodieren. Nicht allein Weinfreunde sind dort unterwegs, auch für Spekulanten ist die weltberühmte Weinregion ein begehrtes Ziel. Der milliardenschwere Pariser Luxusgüterkonzern LVMH kaufte letztes Jahr verschiedene Parzellen aus renommierten Weinlagen für die irre Summe von 15,5 Millionen € für lediglich 1,3 Hektar.

Die Bourgogne Aligoté von Olivier Leflaive sind Bestseller und in allen möglichen französischen Bistros zu sehen. In einer anderen Liga spielt der charmante cremige Montagny 1er Cru Bonneveaux, ein runder, leicht nussiger Chardonnay, der viel Spaß & Wein für sein Geld bietet. Das Weindorf Puligny-Montrachet ist die Heimat von Olivier Leflaive, sein Puligny Montrachet Village 2021 ist eine leicht blumige duftige Persönlichkeit mit Akzenten von Brioche, Limette und Apfel. Durch seine elastische, weiche und mollige Art macht er sich schon nach dem ersten Schluck beliebt.

Meursault hat nur 1.300 Einwohner, aber gleich 18 Premier Cru Lagen. Ausschließlich Chardonnay, der dort einen anderen Ausdruck entwickelt. Klar, präzise, frisch, völlig schwerelos und ausgewogen. Saftige Apfel- und Zitrus-Aromatik. Mineralisch mit animierender Salzspur. Beim Meursault Village2021verstärkt sich die Brillanz, zumal er aus der Magnum kommt. Fabelhaft. Der Meursault Clos de la Velle ist ebenfalls sehr klar, fein, elegant und von forscher Frische. Man erlebt eine scheinbar mühelose Perfektion und eine in sich ruhende Kraft. Unser Favorit bei der außergewöhnlichen Probe war der vollendet gereifte Meursault 1er Cru aus der Einzellage Sous le dos d´Âne, Jahrgang 2017. Dieser hedonistische Wein hat einen Zustand der mühelosen Leichtigkeit des Seins erreicht, nach dem der Mensch lange vergebens strebt. Sensationeller Feinschliff, schwebende Aromen, zarter Duft, umweht von einer salzigen Meeresbrise. Dieses Meisterwerk kommt von der Domaine Olivier Leflaive, es erreichten nur 60 Flaschen Frankfurt, die raren Weine wurden in homöopathischen Dosen zugeteilt.

Rotweine (Pinot Noir) von Olivier Leflaive sind oft herbstliche Geschöpfe, die nach Laub und Erde riechen, schön kirschig schmecken und trotz ihrer Intensität frisch, leicht und lebhaft ankommen. Der Santenay Rouge 1er Cru Passetemps 2018sowie der Corton Grand Cru 2018 sind Paradebeispiele dafür.

Als ob es mit dieser Qualitätsoffensive nicht schon genug wäre, trumpft Olivier auch noch mit Champagner auf, inzwischen gibt es drei verschiedene, allesamt bemerkenswert gut. Die Champagner-Linie hört auf den Namen Valentin Leflaive, wobei der Sohn gerade einmal 10 Jahre alt ist und noch keinen Schluck davon trinken darf.

Leflaive, Grand Cru, Extra Brut, Blanc de Blancs, Avize/Oger.

Dosage 4 g. Straff, drahtig, präzise wie ein Laserstrahl. Sehr ausgeglichen. Mineralisch im besten Sinne, ein Terroir-Champagner. Sehr trocken, aber nicht bösartig kalkig. Geschmeidig, elegant, hochfein. Keine Hefe, keine Brioche, keine Butter. Eher der Zitrustyp, ein klein wenig nussig. Erfrischung auf sehr hohem Niveau.

Ludwig Fienhold

Fotos: Barbara Fienhold

 

Sophie Davanture & Klaus Kneib

Informationen

Ein gutes Dutzend verschiedener Flaschen standen in der Frankfurter Winebank zur Verkostung, präsentiert von Sophie Davanture von Leflaive und Klaus Kneib, Geschäftsführer vom Weinwerk (Weinhandelsunternehmen und Teil der Frischeparadies-Gruppe). Die Preis bewegen sich zwischen 25 und 179 €.

Verkostet wurden Flaschen von Olivier Leflaive und der Domaine Olivier Leflaive, die beide zusammengehören. Die Domaine Leflaive wiederum ist ein ganz anderes Weingut, wenn auch in der gleichen Region zu Hause.

 




Kulinarisches Highlight: Gefüllte Ente im Restaurant Die Leiter

Gastronomie mit

guten Klassikern

 

Es gibt Herbst- und Wintergerichte, auf die man sich schon Monate vorher freut. Während die meisten Gastronomen in der Saison Gänse an den Start bringen, wird im Frankfurter Restaurant Die Leiter traditionell ein Enten-Essen serviert. Eher zelebriert, denn das Gericht kommt in zwei Gängen an den Tisch und wird vor den Gästen tranchiert. Am 31. Oktober sind die Enten gelandet und wollen im November und im Dezember die Gäste erfreuen.

Wenn der Service die saftige kross gebratene Barbarie-Ente am Tisch tranchiert und mit karamellisierten Maronen, Rotkohl und Semmelknödeln serviert, duftet das ganze Lokal geradezu festlich. Die Ente wird in zwei Gängen serviert und fällt in der Portionierung recht stattlich aus (44,50 € pro Person). Sie wird mit Semmelknödel gefüllt, der das wenige überschüssige Fett gut aufnimmt und dabei saftig bleibt. Die aus der Karkasse gezogene und mit vielen Gewürzen sowie einem Hauch Orange süffig abgestimmte famose Sauce wird zusätzlich à part in der Sauciere serviert – man muss sie bis zum letzten Tropfen austunken, zumal sie bei aller Intensität ungewöhnlich leicht ausfällt. Zur Barbarie-Ente gibt es neben den Karamell-Maronen einen lange marinierten, saftigen und aromatischen Rotkohl. Unbedingt reservieren und die Ente vorbestellen, sonst ist sie womöglich ausgeflogen.

LF

Die Leiter, Frankfurt,

Kaiserhofstr. 11,

Tel. 069 29 21 21.

www.dieleiter.de

Di-Sa 12-15,18.30-22 Uhr (Küche) So+Mo geschlossen

Gefüllte Barberie-Ente in zwei Gängen 44,50 € pro Person. Unbedingt reservieren und die Ente vorbestellen.

Information 

Küchenchef Alexander Gschaider arbeitet schon über 30 Jahre in der Leiter und steht für einen Stil, den man leider immer weniger antrifft. „Old School“ heißt aber nicht von Vorgestern, das ist die alte Schule derer, die noch kochen gelernt haben – so wie Alexander Gschaider im legendären Gourmet-Hotel Bareiss im Schwarzwald. Als Österreicher weiß er selbstredend Evergreens seiner Heimat wie Wiener Schnitzel (vom Kalbsrücken), Backhendl und Tafelspitz  in bester Art auf den Tisch zu bringen. Es stehen aber auch Klassiker der italienischen Küche auf der Karte. Daran hat sich auch nach dem Betreiberwechsel nichts geändert, geführt wird das Restaurant seit Juli von Edoardo Gregorelli und seiner Tochter Clara. 

 

 

Fotos: Barbara Fienhold




Hotel Parkview in Frankfurt eröffnet mit Friedrich von Schönfeldt als General Manager  

Asiatisches Küchenkonzpt von Berliner Szenegröße

 

Im Sommer 2026 soll das Roomers Parkview nahe des Grüneburgparks im Frankfurter Westend eröffnen. Friedrich von Schönfeldt wird das neue Hotel als General Manager leiten.

Das Haus wird das erste Luxury Collection Hotel der Gekko Group in Zusammenarbeit mit Marriott International sein. Friedrich von Schönfeldt bringt jahrzehntelange internationale Erfahrung in der Hotellerie mit. Während seiner Karriere arbeitete er in Führungspositionen in Hotels in Beirut, London, Dubai und Kairo. Im Steigenberger Hotel Frankfurter Hof war er für ein kurzes Jahr General Manager.

Friedrich von Schönfeld

Der Berliner Szene-Gastronom The Duc Ngo ist für das kulinarische Konzept des Hauses verantwortlich, wer dann aber als Küchenchef in Frankfurt am Herd stehen wird, steht noch nicht fest.