Cuisine Creole: Mauritius-Küche bringt Sonne nach Frankfurt

Adrien Hurnungee würzt das Weinbistro gang & gäbe

mit spannenden und modernen Gerichten

seiner Heimat

 

Es wird bunt, lebendig und amüsant, wenn Adrien Hurnungee seine Küche ins graue Frankfurt bringt und am 21. Februar im Weinbistro gang & gäbe ein Vier-Gang-Menü präsentiert. Mit dabei hat er Mangobutter, Zuckerrohrstaub, Sanddorn, Zimtblüten, schwarze Papayakerne, salziges Nougat, gelierte Jackfruit und viele Exotika mehr. Asiatische, indische und afrikanische Einflüsse lassen auf Mauritius die unterschiedlichsten Aromen überraschend harmonisch zusammenkommen. Einige Insel-Klassiker werden modern interpretiert, andere nur dezent modifiziert. Bei Adrien Hurnungee wirken die Gerichte nie überspannt, sondern sehr natürlich. Anders, aber nicht artig.

Adrien Hurnungee

Gastkoch Adrien und gang & gäbe Chef Juan-Enrique Weinhold werden an diesem Abend an einer Front Cooking Station mitten im Lokal arbeiten und die Gäste live mit Leckerbissen und kulinarischen Gesprächen unterhalten. Learning by eating. Bereits der Starterlöffel stimmt gut ein und macht Lust auf mehr: Konfierte Garnele auf Rote-Bete-Creme mit Kaffee. Begleitend werden einige Dips serviert, mit dabei pikante Mangobutter und eine wunderbare weiße Bohnensalsa, die mit Kardamom, Königskümmel, Kreuzkümmel und Sternanis gewürzt wird. Der Schellfisch badet in einem köstlichen Sanndorn-Marsala-Sud, eine rote Linsencreme wird durch Zimtblüten beseelt. Feinfühlige Kombinationen und dezente Prononcierungen, nie laut und doch ausdrucksvoll. Meist spicy, aber ohne plumpe Schärfe. Auch ein Kalbsrücken kann entzücken, wenn er so zart wie bei Adrien Hurnungee gerät und in einer famosen Kalbs/Quittenjus serviert wird.

Zum Menü kann man aus der sehr guten Weinkarten bestellen oder sich mühelos begleiten lassen. Das gang & gäbe hat eine ausgezeichnete Auswahl von fünf Weinen und Schaumweinen getroffen, darunter der erstklassige Crémant von Clement Klur und der fabelhafte kräuterwürzige Carignan von Pierre Cros aus Südfrankreich. Die Weinbegleitung wird an diesem Abend zum Freundschaftspreis von 34 € angeboten.

Adrien Hurnungee lernte gang & gäbe Betreiber Juan-Enrique Weinhold während deren Zeit bei Kofler & Kompanie kennen, seitdem verbindet die beiden eine kreative Freundschaft. Adrien war lange Zeit Partner vom innovativen Koch Coach Heiko Antoniewicz. Er wurde auf Mauritius geboren, wo bereits sein Vater einer der Topköche war. Seit 1998 lebt der ausgebildete Koch Adrien Hurnungee in Deutschland und ist mit seiner naturbeseelten Küche der Gewürze und Aromen gerne auf Tournee.

Ludwig Fienhold

 

gang & gäbe Weinbistro, Frankfurt, Walther-von-Cronberg-Platz 1,

Tel. 069 5800 505 17.

Cuisine Creole, Freitag 21. Februar, 18.30-23 Uhr.

Menü 59 € inkl. Wasser und Espresso, Weinbegleitung 34 € (optional).

Reservierung zwingend erforderlich, die Teilnehmerzahl ist limitiert.   

 

 

Das Menü
Starterlöffel: Konfierte Garnele // Rote-Bete-Creme mit Kaffee

Begleitend zum Menü: Brot Konfusion // Bohnensalsa à la mauricien // Pikante Mangobutter

Verführerisches von der Insel: Vielfalt vom Gemüse Achar // Linsencreme // Gelierte Jackfruit // Bananenchip gewürzt mit Meersalz

Ein Hauch von Meer: Pochierter Schellfisch // Cassava-Sellerie-Creme // Sanddorn-Marsala-Sud // Korianderöl // Wildkräuter

Kulinarischer Blick nach Mauritius: Bol renversé neu interpretiert: Kalbsrücken // Purple Curry // Geröstete Vadouvan-Graupen // Pochiertes Bio-Ei // Gundermann-Minzen-Jus // Schwarze Papayakerne

Süße Kindheitserinnerungen: Ananas creóle // Vanille Polenta // Süße Avocado // Verbrannter Zuckerrohrstaub // Salziges Nougat aus den Wolken

 

 

 




3-Sterne-Restaurant in der Traube Tonbach durch Brand zerstört

Die legendäre Schwarzwaldstube in Baiersbronn

versinkt in Schutt und Asche

 

Schwarze Wolken über Baiersbronn: Die Flammen im 230 Jahre historischen Herzstück des Hotels Traube Tonbach zerstörten das weltbekannte 3-Sterne-Restaurant Schwarzwaldstube sowie die ebenfalls ambitionierten Lokale Köhlerstube und Bauernstube. Der Brand, der in der Nacht zum 5. Januar ausbrach, verursachte einen Millionenschaden, dessen genaues Ausmaß zur Zeit niemand beziffern kann und dessen Ursache noch geklärt werden muss. Menschen wurden nicht verletzt, es mussten lediglich 63 Hausgäste des benachbarten Hoteltrakts evakuiert werden. Der Brandherd wird in der Küche der Schwarzwaldstube vermutet, das Feuer konnte schnell um sich greifen, weil das viele Holz, das im ganzen Haus verbaut wurde, eine leichte Angriffsfläche bot.

Schwarzwaldstube

Schaden genommen haben dürfte außerdem der stattliche wertvolle Weinvorrat der Schwarzwaldstube, wobei sich ein weiteres Lager in der Vinothek auf der anderen Seite befindet, wo alles unbehelligt vom Feuer blieb. Immerhin hat die Traube Tonbach über 750 Positionen auf der Weinkarte und beherbergt rund 40.000 Flaschen, darunter fragile alte Jahrgänge und Kostbarkeiten. Nach einer Meldung der „Badische neueste Nachrichten“ sollen die Weine bereits gerettet und umgelagert worden sein. Dies wirkt merkwürdig, denn bisher durfte wegen Einsturzgefahr ja niemand das Haus betreten.

Das dramatische Geschehen trifft das Hotel und seine 150 Zimmer in der eher ruhigen Nebensaison, wobei sich die Schwarzwaldstube vom 6. Bis 30. Januar ohnehin in die Betriebsferien verabschiedet. In einer ersten Stellungnahme sprach Hotelier Heiner Finkbeiner von einem emotionalen Unglück, zumal hier seine Wiege und die des Hotels Traube Tonbach stand. Dennoch zeigte er sich erleichtert, dass keine Menschen zu Schaden gekommen sind.  „Das Haus und die Schwarzwaldstube werden wieder aufgebaut“, meint Finkbeiner nach vorne schauend. Doch die alte Seele, die dort bis gestern hauste, lässt sich nicht wieder so einfach beleben.

Harald Wohlfahrt (l.), Nachfolger Torsten Michel

Kochlegende Harald Wohlfahrt, der in Baiersbronn lebt und nach einem Rechtsstreit mit der Inhaberfamilie Finkbeiner nach mehr als 40 Jahren gehen und den Herd seinem Nachfolger Torsten Michel überlassen musste, machte sich vom Brand vor Ort persönlich ein Bild (siehe auch BISS-Artikel „Harald Wohlfahrt – kein Nachruf sowie „Traube Tonbach – Streit mit Wohlfahrt beendet“.

 

Photocredit: Barbara Fienhold




Schuh-Kollektion zum Trinken

Winzerin Bettina Schumann

zu Gast im Frankfurter

gang & gäbe

 

Ob Bettina Schumann auch im Weinberg rote Schuhe trägt, wird man sie heute am 31. Januar im Frankfurter gang & gäbe gleich selbst fragen können. Die Winzerin mit dem ausgeprägten Schuhtick reist aus Baden an, um ihre Weine persönlich vorzustellen. Gerade wurde ihr Weingut in Bahlingen am Kaiserstuhl vom Gault & Millau Weinguide als „Aufsteiger“ gefeiert, deshalb ist die Gelegenheit günstig, sich diesem Schluck für Schluck zu nähern. Alle Etiketten ziert ein roter Schuh, „er ist mein Familienwappen“, meint die Winzerin. Die Flaschen tragen Namen wie „Famose Schose“, „Mittenmang“ oder „Achtkantig“. Im Weinbistro gang & gäbe werden fünf verschiedene Qualitäten präsentiert. Der Graue Burgunder namens „Dit is der Clou vont Janze“ zeugt nicht nur von Bettina Schumanns Berliner Herkunft, sondern auch von der eigenen Handschrift: „Der Wein chillt im Rebberg und im Keller. Der Graue Burgunder ist feierfestes Schuhwerk für den Tanz auf dem Vulkan. Dieser Wein ist alles andere als eine graue Maus, sondern eine farbenfrohe Dragqueen. Einschenken – put your shoes on and let them dance“, beschreibt Bettina Schumann ihren Tropfen.

Ort: Weinbistro gang & gäbe

Datum: Frankfurt, Walter-von-Cronberg-Platz 1, 19 – 21 Uhr

Preis: 35 €

Leistung: 5 verschiedene Weine, Käse, Bio-Brötchen, Dips, Wasser

Anmeldung: Tel. 069 58 00 50 517  

oder service@dasgangundgaebe.de

www.dasgangundgaebe.de