BISS | Dates & Events

Dates & Events

DATES & EVENTS

 

Reiseziel Wein

 

Ungewohnt viel zu trinken

am Frankfurter Flughafen

Guido Giovo (M.) und sein italienischer Weinstand am Flughafen

Guido Giovo (M.) und sein italienischer Weinstand am Flughafen

Gegenüber der Weinauswahl, die es sonst am Rhein-Main-Airport gibt, war das eine deutliche Steigerung: An 40 Ständen in den Abflughallen im Terminal 1 gab es drei Tage lang rund 500 Weine zu verkosten. Für ein kleines Eintrittsgeld von fünf Euro. Die größte und mit Abstand beste Auswahl gab es bei Weinhändler Guido Giovo, der eine Hundertschaft von guten Flaschen dabei hatte. Darunter der elegante fein perlende Costaripa Rosé, einen Top-Soave von Le Battistelle und den neuen eigenen Giovo-Soave namens Flirt, der für einen schönen Trinkfluss sorgt. Als einziger hatte Giovo auch große Rotweine im Gepäck, jedenfalls hätte dieser Stand allein für ein paar spannende Stunden ausgereicht. Denn sonst musste man schon lange suchen, um fündig zu werden. So etwa beim Weingut Hiestand aus Rheinhessen, dessen Rieslinge und Sylvaner aus der Masse des Angebots herausragten, vor allem der Kreuz-Riesling. Am Rheingau-Stand gab es mit dem individuellen Riesling von Balthasar Ress ebenfalls ein Highlight. Leider schickte das hoch interessante Newcomer-Gut Bibo-Runge aus Hallgarten nur einen halbtrockenen Riesling ins Rennen.

Passende Weine für Szene-Gastronomie und Einsteiger gab es mit den markant etikettierten Flaschen von 0815, die Axel Hadulla sonst in seinem Weinlokal „Das Konsulat“ im pfälzischen Freinsheim anbietet. Selbst sein Piccolo Paul´s Schorle brachte eine nette Erfrischung in die staubtrocknen Hallen des Flughafens. Viele Reisende wunderten sich, dass einige nicht mit dem Koffer, sondern einem Glas Wein in der Hand unterwegs waren. Es hätten allerdings mehr sein können, doch der Bahnstreik ließ viele zu Hause bleiben, weil  An-und Abfahrt zu unsicher schienen. Denn das ist ja gerade der Witz bei der Destination Wine: Man kann sein Auto zu Hause stehen lassen und aus allen Himmelsrichtungen bequem mit der Bahn oder S-Bahn direkt zum Flughafen und seiner Weinmesse fahren, ohne den Führerschein zu riskieren. Mit dem Bahnstreik hat niemand rechnen können, die Weinauswahl allerdings ist planbar. Bei der nächsten Destination Wine sollte es ruhig mehr Qualität geben. Die Idee von Destination Wine ist grundsätzlich viel zu gut, um sie zu verwässern.

 

Italienische Genuss-Messe

Wer die Verkostung am Flughafen verpasst hat, auf den wartet eine noch lebhaftere Genuss-Messe bei Guido Giovo im Mühlheim bei Frankfurt: Sonntag, 23. November, 13 – 19 Uhr, Borsigstr. 17, Tel. 06108 900 80. Es gibt  ausgezeichnete Wurst- und Käsespezialitäten, gutes Olivenöl und Pasta. Und natürlich ganz viel Wein, darunter hervorragende Soave von Le Battistelle und Gini, schöne Spumante und Prosecchi und ausgesuchte Rotweine. Eintritt 10 €.

 

Amoroso

Neuer Italiener in Frankfurt

Gianluca & Ciriaco Amoroso

Gianluca & Ciriaco Amoroso

Frankfurt wird noch italienischer. Die Betreiber des Restaurants Settimo Cielo haben unweit ein zweites Lokal eröffnet: Das Amoroso in der Eckenheimer Landstraße. Ein schöner Name, der so viel wie „liebevoll“ bedeutet. Aber kein zufälliger Name, denn der Patrone heißt  Ciriaco Amoroso und führt beide Ristorante gemeinsam mit seinem Sohn Gianluca. Die Idee wurde aus der Not geboren, das Settimo Cielo ist sehr beliebt und kann nicht immer alle Gäste aufnehmen. „Es ist nicht schön, wenn man Gäste wieder wegschicken muss“, meint Ciriaco Amoroso und kann diese jetzt bei Platzmangel nun einige Meter weiter in sein neues Lokal schicken. Dort geht es optisch und kulinarisch nicht so aufwendig zu wie im Settimo Cielo, aber auch sehr einladend und von der Möblierung her moderner.  In die schönen blanken Holztische wurden die Deckel von Weinkisten integriert, die schlanke Säule in der Mitte ist vom Vorgänger geblieben. Sonst aber erinnert nichts mehr an die schlichte Pilsstube, die hier vorher hauste. Ins Amoroso geht man, wenn man Lust auf einen Teller Pasta und ein Glas Wein hat. Im Gegensatz zum Settimo Cielo gibt es auch Pizza.

Amoroso, Frankfurt, Eckenheimer Landstr. 61, Tel. (069) 59 79 49 99.   

 

 

Gäste unter der Zirkuskuppel: ratlos

Der Cotton Club hatte in Frankfurt Premiere

Premiere Cotton ClubBeschwingte Show, vor allem mit Hits der 20er und 30er Jahre, halsbrecherischer Akrobatik und einem Koch, der sich in seinem Restaurant einen Stern erkocht hat.

Swing, Soul, Jazz am laufenden Band, die Gäste werden pausenlos beschallt. Die Musik verbreitet gute Laune, auch die Akteure haben sichtbar Spaß. Sogar der Service hat akrobatische Qualität und scheint mit den Tänzern um die Wette zu flitzen. Nur die Küche von Nelson Müller bleibt seltsam ausdruckslos. Er hat sich mit seinem Restaurant Schote in Essen einen Stern im Michelin erkocht, was bei der Premiere nicht zu bemerken ist. Aber es ist auch ein großer Unterschied, ob man für drei Dutzend oder mehrere hundert Gäste kocht. Einige Gäste sieht man später in umliegenden Lokalen, dem Saravini und Goldman noch essen und trinken.

Was macht eigentlich Hans-Peter Wodarz?

Minivideo Cotton Club

 

 

Genuss-Festival in Mainz

 

Taste-Tival MainzZwischen dem 17. Oktober und dem 24. November findet das zehnte Taste-Tival in Mainz statt. Wie immer sind viele gastronomische Betriebe und Weingüter dabei, mit vielen Veranstaltungen vom Dinner & Dance bis zur Trüffel-Gala. Programm und weitere Infos: www.tastetival.de

 

 

 

 

Taste: Spitzenköche und Topwinzer

im prachtvollen Palmengarten Frankfurt

Taste: HB Ullrich (Kronenschlösschen Rheingau), Alfred Friedrich (Lafleur Palmengarten), Wilhelm Weil (Weingut Rheingau), Robert Mangold (Palmengarten-Gastronomie) v.l.n.r.

Taste: HB Ullrich (Kronenschlösschen Rheingau), Alfred Friedrich (Lafleur Palmengarten), Wilhelm Weil (Weingut Rheingau), Robert Mangold (Palmengarten-Gastronomie) v.l.n.r.

Es wird ziemlich aufgefahren beim Taste-Festival am 19. Januar 2015. An gleich 50 Ständen können die Gäste Spitzenköche und Topwinzer erleben. Für die Veranstalter, HB Ullrich vom Rheingauer Kronenschlösschen und die Palmengarten-Gastronomie, ist dieser Event das Highlight des kommenden Jahres.  Am Herd arbeiten: Wolfgang Becker**, Denis Feix**, Andreas Krolik**, Christoph Rainer**, Boris Bennecke*, Alfred Friedrich*, Carmelo Greco*, André Großfeld*, Sebastian Lühr*, Thomas Macyszyn*, Valéry Mathis*, Paul Stradner*, Jörg Lawerenz, Oliver Heberlein, Mario Lohninger, Jesko Mann, Gregor Nowak sowie Otto Gourmet.

Das Essen wird von 28 Weingütern aus dem Rheingau, Franken, Rheinhessen, der Pfalz und dem Kaiserstuhl sowie Bordeaux, Franciacorta und der Toscana begleitet. Alle Weine werden von den Winzern persönlich ausgeschenkt. Mit dabei sind unter anderem die Weingüter J.B. Becker, Jakob Jung, Kühling-Gillot, Künstler, Lang, Leitz, Balthasar Ress,  Josef Spreitzer und Robert Weil. Außerdem: Château La Pez, Elisabetta Foradori, Bellavista, Petra und andere. Heimische Apfelwein-Spezialitäten und Obstsäfte kredenzt Andreas Schneider vom Obsthof am Steinberg.

Nach dem Erfolg Anfang des Jahres und ausverkauftem Haus mit 1.000 Gästen, steht auch die kommende Veranstaltung unter dem Motto: Große Küche – Große Weine – Große Party. Die Pauschalpreise schließen alle Leistungen ein: Aperitif mit Geldermann-Sekt, Essen, Weine, Apfelweine, Säfte und Wasser, Kaffee und Bier vom Fass, Mitternachtssnack und Musik-Programm. Partytickets sind für 175 Euro und fest reservierte Sitzplatzkarten für 195 Euro über www.taste-frankfurt.de oder www.rheingaugourmet-festival.de erhältlich.

 

 

Ältere Beiträge

 

Luxury Day im Schlosshotel Kronberg

Das letzte große Fest dieses Sommers

Schlosshotel Kronberg Dieter Müller verließ seine Luxuskombüse auf der MS Europa und begab sich auf Landgang, um im Schlosshotel Kronberg zu kochen. Hier steht seit Juli sein einstiger Schüler Jörg Lawerenz als neuer Küchenchef am Herd. Während sein Meister mit drei Michelin-Sternen das Schloss Lerbach in Bergisch Gladbach verließ, konnte sich Lawerenz bislang einen Stern und 15 Gault Millau Punkte im Walk´schen Haus im württembergischen Weingarten erkochen, bevor er jetzt in den Taunus wechselte.

Das Hotel in Kronberg hätte sich keinen besseren Tag für dieses Fest aussuchen können:  Die Sonne ließ Schloss, Terrasse und Park in bestem Licht erscheinen. Man hätte hier auch nur Frankfurter Würstchen auftischen können und alle wären happy gewesen. Doch viele Cooking-Stationen und ein einsatzfreudiger Service machten daraus ein richtig großes und famoses Fest. Von Dieter Müllers asiatisch mit Kokos, Ingwer und Chili zubereiteten Garnelen-Gericht bis zum Spanferkel am Grill, wechselte das kulinarische Angebot zwischen fein und deftig. Auffällig auch die Patisserie des Hauses, die mit vielen Leckereien glänzte.

Dieter Müller (l.) und Jörg Lawerenz

Dieter Müller (l.) und Jörg Lawerenz

Der “Luxury Day” ist inzwischen zur Institution geworden. Man kann sich dafür aber keine Tickets kaufen. Nur die Aussteller können zu diesem besonderen Event ihre Kunden einladen. Werbetreibende bei diesem Fest waren beispielsweise die Lufthansa, Kern-Design und Montblanc Frankfurt sowie Laurent Perrier. Networking der Extraklasse. Dies funktionierte in entspannter Atmosphäre auch deshalb besonders gut, weil die Musik nicht nur bestens ausgesucht war, sondern auch dezent eingesetzt wurde – man sollte sich ja schließlich unterhalten können. Eine Ausnahme unter den vielen Get-together-Partys, wo es meist musikalisch so dröhnend zugeht, dass die Grundidee der Kommunikation ad absurdum geführt wird. Fazit: Eines der schönsten und kontaktfreudigsten Feste in Deutschland.

 

Photocredit: Barbara Fienhold

 

Pichler, Ochsen, große Weine

 

Prächtiges Sommerfest auf dem

Weingut Weil im Rheingau

Weingut Weil

Weingut Weil

Was macht ein Fest zum einem großartigen Fest? Das Essen, die Weine, das Interieur und nicht zuletzt die Gäste. Auf dem Weingut Robert Weil in Kiedrich könnte man Lebertran auftischen, das Landschlösschen und seine spektakuläre Kulisse im Weinberg würden daran keinen Schaden nehmen. Zum Glück gab es Gutes für die Leber, 27 Spitzenwinzer aus sechs Ländern feierten auf Einladung von Wilhelm Weil und dem Fine Magazin gemeinsam mit 500 geladenen Gästen. Wenn so viele gute Weine auf feierbereite Menschen treffen, muss man nicht staunen, dass erst um vier Uhr in der Frühe die letzten Gäste den Nachhauseweg suchten.

Weingut Weil Phélan Ségur, Gaja, Sassicaia, Ornellaia, F.X. Pichler, Dönnhof, Dr. Loosen, Weil und andere gut temperierte Weine standen bereit, wobei das hitzige hochsommerliche Wetter offenbar kaum jemand daran hinderte ordentlich Rotwein zu trinken. Unser Favorit: Château Canon La Gaffelière, Jahrgang 2008, vom Grafen von Neipperg, der ebenfalls für dieses Fest von Bordeaux in den Rheingau reiste. Dass Buffets fabelhaft sein können, wurde beim Weingut Weil eindrucksvoll dokumentiert. Die ständig frisch aufgeschnittenen saftigen Schinken allein waren schon eine Pracht und hätten für einen vergnüglichen Abend gereicht. Vom Fleischsalat bis zum Ochs am Spieß war aber auch alles andere ganz prima. Verantwortlich dafür: Egbert Engelhardt und seine Consortium Gastronomie in Wiesbaden, der einst als Sternekoch mit dem Grauen Haus das beste Restaurant im Rheingau führte.

 Photocredit: Weingut Weil, Barbara Fienhold

 

Gegrillte Austern & kühler Cava

Küchenfestival im Asador el Toro

Kai Schattner

Kai Schattner mit Steinbutt

Eine Terrasse im Grünen, die Gläser sind mit gut gekühltem Cava gefüllt, auf dem Holzkohlengrill brutzeln saftige Steaks. So schmeckt der Sommer. Beim Küchenfestival im Lokal Asador el Toro in Budenheim bei Mainz wurde für 50 Gäste groß aufgefahren. Cava perlte unermüdlich, große spanische Weine wollten probiert sein, darunter auch ein Schluck Vega Sicilia Unico aus der Magnum. Der 8 Kilo schwere Steinbutt mit köstlichen Salsas schmeckte großartig, die Paella de luxe mit Wachteln, kleinen Jakobsmuscheln, Schwertmuscheln, Seeteufelbäckchen und Hummer fiel ausgezeichnet aus. So viel Gutes aber auch auf dem Grill landete, ein Höhepunkt waren die gegrillten Austern mit Meerrettich-Espuma. Gerd Eis, einst Küchenchef im Restaurant Ente im Nassauer Hof in Wiesbaden und längst erfolgreich im Cateringgeschäft, legte selbst Hand an. Sommelier Kai Schattner, ebenfalls früher in der Ente tätig und inzwischen mit seinen Selected Wines selbständig, schenkte nicht nur ein, sondern sorgte auch für delikate würzige Würstchen mit toller Salsa. Mit dabei auch Jan Buhrmann (noch ein einstiger Entenmann) mit Sherries verschiedener Bodegas, wobei vor allem der Fino von Fernando de Castilla zeigte, wie großartig der leider weit unterschätzte Sherry sein kann.

Patron Klaus Staaden

Patron Klaus Staaden

Von 13 bis 21 Uhr wurde nur gegessen und getrunken, bei dem warmen Wetter mieden die Gäste die Küche und tummelten sich lieber auf der großen Terrasse. Für 169 € wurde viel geboten. Viele Produkte wurden vom Frankfurter Frischeparadies geliefert, die spanischen Spezialitäten kamen von Patron Klaus Staaden, der in seinem Lokal Asador el Toro unter anderem auch Chuleton, Entrecote und Filet von Txogitxu vom Holzkohlegrill serviert. Die nächste Küchenparty kommt bestimmt und wird bei uns unter Dates & Events bekanntgegeben.

Tel 06139 2931814. Asador el Toro, Budenheim, Mainzer Landstr. 140.

 

 

 

 

Schwertfisch trifft Ferkel

Top-Party in der Villa Kennedy

Küchenchef Cammarata mit Spanferkel und Team

Küchenchef Cammarata mit Spanferkel und Team

Weltmeisterliche Stimmung in der Villa Kennedy in Frankfurt: Über 400 geladene Gäste feierten auf der prächtigen sommerlichen Hotel-Terrasse. Das Top Magazin Frankfurt hatte wieder geladen und sich zum zweiten Mal diese einzigartige Location für ihre Lounge ausgesucht, die längst zu einer eigenen Eventgröße in der Stadt geworden ist. Der Innenhof des Hotels war italienisch geschmückt, neben einem Flying Buffet gab es verlockende Angebote an verschiedenen Life Cooking Stationen. Die Porchetta mit toskanischem Gemüse war umwerfend gut, ein solch saftig-zartes Spanferkelfleisch sollte es immer auf der Speisekarte geben. Sehr gut auch der Schwertfisch mit sizilianischer Carponata und einer köstlichen Minzsauce. Schön flutschige Fagottini-Pasta und bestens gewürzte Arancini, frittierte und gefüllte Reisbällchen, gehörten neben vielen anderen Happen zum kulinarischen Repertoire des vergnüglichen Abends.

Top-Lounge

Küchenchef Dario Camarata und sein engagiertes Team glänzten ebenso wie der einsatzstarke Service. Angenehm: Im Gegensatz zu manch anderer Party des Top Magazins ließ die meist dezente Live-Musik Gespräche zu. Besonders gut zur Kulisse passte das Trio mit klassischer Musik. Man hätte das Fest gerne mit unseren Fußball-Weltmeistern gekrönt. Das Hotel pflegt gute Beziehungen zum DFB, Jogi Löw ist oft zu Gast. Doch die Jubelfeier in Berlin ließ keine Terminänderungen mehr zu. Aber auch so lief alles rund.

 

 Bilder-Galerie Villa Kennedy

 

 

 

 

Schaumbad: Cattier Champagner

im Restaurant Goldman

 

Cattier Goldman

Wildgarnele, geröstete Brust vom Apfelschwein, Pfirsich

Champagner nippt man nicht, man trinkt ihn in vollen Zügen. Das beherzigte man auch beim schäumenden Dinner im Restaurant Goldman in Frankfurt, wo es gleich sieben verschiedene Champagner von Cattier gab. Thomas Haus hatte volles Haus, denn bei diesem Angebot musste man zugreifen: Champagner aus dem Füllhorn und fünf Gänge für 79 €. Als flüssige Surprise gab es am Schluss noch Armand de Brignac, der zwar aus der gleichen Kellerei kommt, aber sich als hochpreisiger Glamourdrink in der amerikanischen Musik- und Filmszene unter eigenem Label einen Namen gemacht hat. 350 Euro kostet die güldene Flasche mit dem von Hand polierten Zinn-Etikett, was für die Champagnertrinker Beyoncé, Viktoria Beckham, Jay Z oder George Clooney aber kein Hindernis ist.

 

Stefan Fabinger von Cattier (l.) und Peter Splettstößer von Scheck-in

Stefan Fabinger von Cattier (l.) und Peter Splettstößer von Scheck-in

Das Champagner-Dinner war eine gemeinsame Produktion vom Restaurant Goldman, dem nahegelegenen Scheck-in-Center und Stefan Fabinger, der Cattier und Armand de Brignac exklusiv in Deutschland vertritt. Cattier wird jetzt auch beim Frankfurter Scheck-in ins Programm genommen. Cattier ist ein Familienunternehmen, das in Chigny-les-Roses zwischen Reims und Epernay 30 Hektar eigener Weinberge besitzt. Der preiswerteste Champagner der Kellerei, Cattier Brut Icône, ist wegen seiner sehr natürlichen frischen Art unser Favorit und für einen Handelspreis unter 30 € auch noch leicht zu finanzieren. Bei dem Champagner-Dinner kam bei den Gästen der lachsfarbene Rosé besonders gut an.

 

 

Frohsinn mit krossem Schweinekinn

Gourmet-Gipfel in der Villa Rothschild

Sashimi von Sarah Henke

Sashimi von Sarah Henke

Bei Regen hilft ein guter Tropfen. Jedenfalls wusste die Villa Rothschild die Gäste gleich mit einer Offensive an Champagner feuchtfröhlich einzustimmen. War der Genussgipfel bislang von der Sonne verwöhnt, so musste man sich diesmal beim achten Festival mit eher herbem Wetter begnügen. Das trotzdem ein Vergnügen daraus wurde, war aber nicht nur den Getränken, sondern auch dem Essen und dem sehr flotten Service zu verdanken.

Es gab manch ungewöhnliches Gericht. Schön jedenfalls, dass Patrik Spies vom Hotel Zum Stern in Bad Hersfeld gutes und in Riesling mariniertes krosses Schweinekinn anbot. Auch Oliver Heberlein vom Landgut Falkenstein servierte mit der Beinscheibe vom Wagyu Beef keinen alltäglichen Happen. Insgesamt konnten sich die rund 400 Gäste an einem Dutzend Stationen bedienen. Erstmals begrüßte diese der neue Küchenchef Christian Eckhardt, als Nachfolger von dem kürzlich ausgeschiedenen Christoph Rainer. Eckhardt und sein Team glänzten mit Bretonischer Seezunge mit würziger Minestrone, Pulpo und Fenchel sowie Big Eye Tuna mit Avocado, Shiso und Gurke.

Sarah Henke

Sarah Henke

Mit von der Partie auch seine Partnerin Sarah Henke, die erst kürzlich aus nicht nachvollziehbaren Gründen vom A-Rosa Hotel auf Sylt „verabschiedet“ wurde, obwohl diese mit ihrem Restaurant Spices gerade einen besonders guten Lauf hatte (1 Stern, 16 Punkte Gault Millau). Von ihr gab es Sashimi von der Fjord Forelle mit Spicy Fond, Limette und Shiitake. Sie ist übrigens immer noch auf der Suche nach einer guten Position, wo sie ihre euro-asiatischen Ideen umsetzen kann. Bevorzugt im Rhein-Main-Gebiet.

Besonders gelungen die Bio-Gänsestopfleber mit Reiswein, Miso und feinsüßlicher Cherimoya-Frucht von Dirk Schroer von der Burg Schwarzenstein im Rheingau. Jens Fischer, noch relativ neu im Restaurant Passione Rossa in Bad Sobernheim am Herd, ist ein Saucenspezialist. Deswegen rückte auf seinem Teller die Sojahollandaise in den Mittelpunkt, zu der es Keule und Brust vom Bresse-Perlhuhn gab. Sebastian Prüßmann (Althoff Hotel Schlossgarten Stuttgart), Andreas Krolik (Tiger-Restaurant Frankfurt) und Ollysan (The Magazine London) sorgten dafür, das Fisch beim Angebot das Oberwasser hielt. Ganz groß die kleinen Dessertvariationen von Benjamin Kunert (Villa Rothschild).

Villa Rothschild Koeche Gourmetgipfel

Heberlein, Kunert, Eckhardt, Henke, Spies, Schroer, Fischer, Ollysan, Hoteldirektor Massa, Prüßmann, Krolik (v.l.n.r.)

Was aber wird von diesem Gourmetgipfel besonders gut in Erinnerung bleiben? Die alte Witzigmann-Erkenntnis, dass in der Küche die Produkte die Stars sind. Das konnte man gerade bei zwei Nichtköchen anschaulich erleben. Andreas Schneider vom Obsthof am Steinberg in Frankfurt Nieder-Erlenbach brachte verschiedene Erdbeersorten mit, darunter eine sensationell aromatische Manille, die sich mit letzten Exemplaren von diesem Sommer verabschiedete. Fleischspezialist Wolfgang Otto von Otto Gourmet tat gut daran, selbst Hand anzulegen, nachdem seine Spitzenqualitäten bei Veranstaltungen von anderen Köchen malträtiert und ruiniert wurden. Er setzte mit seinen Wagyu-Burgern in knusprigen Brötchen jedenfalls einen der Höhepunkte des Gourmet-Gipfels in der Villa Rothschild.

Die Gäste mussten gut zu Fuß sein, um die Küchenstationen anzusteuern, die sich im ganzen Hotel verteilten. Aber bei dieser Völlerei tat Auslauf auch gut. Es wurde wahrhaft groß aufgetischt, auch bei den Getränken – Champagner, Wein, Apfelwein, Cocktails, Cognac, Sake und anderes mehr nahmen kein Ende. Für die 195 € gab es erstaunlich viel, auch Zigarren, von denen heftig Gebrauch gemacht wurde. Deren Glimmen verdunkelte sich erst durch das große und von Musik begleitete Feuerwerk, das aber noch längst nicht das Ende einer furiosen Feier war.

 

 

Ojo de Agua

Tango mit dem Rinderbaron

Maximilian. Dieter Meier,  Moritz (v.l.n.r.)

Maximilian, Dieter Meier, Moritz (v.l.n.r.)

Das Frankfurter Restaurant Ojo de Agua ist Anfang des Jahres sehr erfolgreich an den Start gegangen, feierte aber erst jetzt offiziell seine Eröffnung. Inzwischen ist auch die Terrasse auf der kleinen ungewöhnlichen Verkehrsinsel vor der Tür in Betrieb. Außerdem wurde der Weinkeller fertig, der Teile der historischen Staufenmauer beherbergt, die Frankfurt einst als Schutzwall umgab. Jedenfalls ist das dem reinen Fleischgenuss gewidmete Lokal mit argentinischem Konzept nun auch optisch sehr gewachsen. Die beiden Betreiber, Maximilian Graf von Saurma und Moritz Graf zu Stolberg, von Freunden kurz Max und Moritz genannt, konnten zur Einweihung auch ihren Partner und Gründervater Dieter Meier begrüßen. Der Schweizer Tausendsassa feierte einst mit dem Elektro-Pop-Duo „Yello“ große Erfolge, dass kürzlich mit dem deutschen Muskpreis „Echo“ ausgezeichnet wurde. Dieter Meier ist aber auch Rinderzüchter und Weingutsbesitzer und suchte für seine Farmen in Argentinien eine Verkaufsschiene über die er seine Erzeugnisse vermarkten kann. In Buenos Aires und Zürich betrieb er bereits zwei Lokale, nun will er zunächst Frankfurt etablieren, bevor es eventuell an weitere deutsche Städte geht. Das Fest im Lokal Ojo de Agua gipfelte um Mitternacht im Geburtstag von Moritz zu Stolberg, wo der Tanz eigentlich erst so richtig mit einem Tango begann. Dieter Meier wird übrigens sein neues Soloprojekt “Out of Chaos” am 5. Juli in der Frankfurter Batschkapp präsentieren.

Klicke auch BISS-Artikel Don´t call it Steakhouse

Photocredit: Top Magazin Frankfurt

 

Champagner & Luxus-Burger

Top Lounge im Roomers

 

Rico Franke & Team

Rico Franke & Team

Das Hotel Roomers mag rabenschwarz designed sein, doch geht es dort meist sehr bunt zu. Bei der jetzigen Top Lounge vom Top Magazin Frankfurt besonders. Eine bessere und effektiver organisierte Networking-Party wird man lange suchen können. Über 400 geladene Gäste talkten, tanzten, tafelten und tranken. Der sehr gute Champagner von Legras & Haas schien aus einem Fass ohne Boden zu kommen und beflügelte die Gespräche. Das Restaurant im Roomers wurde eigens für diesen Event umgerüstet und vieler Möbel befreit, damit die Feierfreudigen genügend Platz hatten. Durch die große und teilweise beheizte Terrasse wurde ebenfalls Luft geschaffen. Es fiel erst gar nicht auf, dass auf der anderen Seite eine Spiegelwand war, bis man sich selbst dort entdeckte. Jedenfalls gewährte der besonders adrett gestaltete Open Air Bereich neue Einblicke. Und verhalf zu der Erkenntnis, dass die Terrasse im Roomers zu den schönsten in der Stadt gehört. Das trübe Wetter hätte auf die Stimmung drücken können, doch die Gäste hatten Sommerlaune. Die Damen ignorierten die Kühle sowieso und zeigten in Miniröcken und auf High Heels, dass sie längst mit ihren Bikinifiguren auf heiße Tage warteten. Da mag es mancher besonders schwer gefallen sein, den vielen kulinarischen Verlockungen zu widerstehen.

Deluxe Burger

Deluxe Burger

Rico Franke und sein Team bescherten an verschiedenen Stationen unter anderem gebratenen Steinbutt, Entrecôte vom Wagyu, eine gehaltvolle Gazpacho mit Garnele, eine sehr gute hausgemachte Bratwurst mit fingerdicken Pommes frites, saftiges dry aged Roast Beef rosa und geräuchert sowie einen satten und schön geräucherten Deluxe-Burger aus geschmorter Ochsenbacke, gebratener Foie Gras, Trüffeln und Trüffelmayonnaise. Die animierende Würznote kam durch einen amerikanischen Smoker, der die Terrasse schmückt und gerne im Einsatz ist. Das war auch die gesamte Servicemannschaft im Roomers, die sich zu den besten in Frankfurt zählen darf.

Roomers, Frankfurt, Gutleutstr. 85, Tel. (069) 27 13 42 810. www.roomers.eu

 

Photocredit: Topmagazin (1, 3, 5, 6) und Barbara Fienhold

 

 

Kulinarische Sprünge mit Maibock

Küchenparty in der Kameha Suite

 

Küchenchef

Küchenchef Marcin Szczepanczyk

Küchenpartys gibt es viele, doch die in der Kameha Suite in Frankfurt sind etwas Besonderes. Die alte Villa, Baujahr 1889, bietet einen fabelhaften Rahmen für Events. Allein die theatralischen Hollywood-Treppen sind ein Fest fürs Auge. Über 100 Gäste flanierten durch das Haus und machten an den Essens- und Getränkestationen und auch in der Küche selbst Halt. Küchenchef Marcin Szczepanczyk und sein Team sorgten für ein pfiffiges Potpourri von 20 verschiedenen Gerichten: In Holunder gegarter Maibock; U.S. Flank Steak mit geräuchertem Kartoffelpüree und Pimento-Jus; Spicy Thunfischtatar mit Ingwerstroh und Sesammayonnaise; Glen Douglas Lachs mit Grüner Soße und gegrilltem Spargel; Bauch vom Havelländer Apfelschwein. Die spannendste Kombination gab es beim „Vitello Forello“ – Filet von der Wisperlachsforelle im zarten Kalbsschultermantel mit Saubratenconfit, Selleriepüree und Maikraut. Fabelhaft! Dem neuen Trend entsprechend, gab es gute hausgemachte Pastrami mit BBQ-Creme und Mais-Eis. Überhaupt arbeitete auch die Patisserie sehr gut und originell. Das salzige Honig-Eis mit Bircher Müsli und Joghurtschaum war schon ziemlich lecker, doch die süße Schnitte vom Rheingauer Spundekäs mit Ingelheimer Erdbeeren und Eis von der Frankfurter „Grie Soß“ war noch etwas aufregender. Ungewöhnlich gut außerdem der Honig vom Kameha-Imker und die Macarons, die bekanntlich nicht jedem gelingen. Weine und Sekte aus dem Rheingau sowie Rosés aus aller Welt machten flüssig die Runde. Eine Bereicherung waren die Craft-Biere von Braufaktum, ein Gerstensaft, der auch Weinfreunden gefällt. Unermüdlich flink und freundlich war der Service im Einsatz, der sich zudem mit Caviar im Bauchladen beliebt machte. Für 95 € wurde auch bei dieser dritten Küchenparty in der Kameha Suite sehr viel geboten. Vor allem aber brannte sich das Lokal wieder als hervorragende Event Location ins Gedächtnis.

Kameha Suite, Frankfurt, Taunusanlage 20, Tel. 069 4800 370.

www.kamehasuite.de

 

 

 Photocredit: Barbara Fienhold

 

 

Die Avantgarde der deutschen Winzer?

Das Collegium Vini und Slow Wine

 

Das Collegium Vini, eine Vereinigung von Weinfreunden im Rhein-Main-Gebiet widmet sich in Verkostungen seit 60 Jahren den unterschiedlichsten Themen der internationalen Weinkultur. Bei der letzten Probe ging es um „Slow Wine“, einem Ableger der italienischen „Slow Food“-Bewegung. Zusammengestellt und moderiert wurde die Probe von Kai Wagner, der zusammen mit Ulrich Stegerdas Buch „Die Avantgarde der deutschen Winzer – Slow Wine und seine Erzeuger im Portrait“  herausgebracht hat. Unter gleichem Titel stand auch die Weinprobe des „Collegium“.

Weingut Luckert

Weingut Luckert

Um es vorweg zu nehmen: Die ausgewählten Weine waren sehr gut, teilweise sogar überragend , wie z.B. der Silvaner Creutz 2012 aus über 80  Jahre alten Reben vom Weingut Zehnthof Theo Luckert im fränkischen Sulzfeld (49 €). Was aber ihre Zusammenfassung unter dem Titel „Slow Wine“ rechtfertigte, blieb weitgehend im Dunkeln. Es war wesentlich einfacher herauszufinden was der Begriff als Alleinstellungsmerkmal nicht  beinhaltete als was er wirklich bedeutet. Ökologischer Rebbau, Biodynamik oder Vins naturels können, müssen aber nicht bei „Slow Wine“ vorkommen. Mit industriellen Herstellungsmethoden gefertigte Massenweine sind selbstverständlich ausgeschlossen.

Kontrovers war auch das Postulat, dass es sich bei den dargebotenen Weinen um Produkte der „Avantgarde der deutschen Winzer“ handelte. Vielfach war es eigentlich genau das Gegenteil: Ein Rückgriff auf alte, traditionelle Rebsorten oder Vinifikationsmethoden der Großvatergeneration – die Anpflanzung des gelben Orleans, einer Rebsorte, die ihren Boom im 19. Jahrhundert hatte, kann schwerlich eine avantgardistische Tat sein, ebenso wenig wie eine Gärung im Bottich über fast ein ganzes  Jahr. Dass dabei wunderschöne Weine herauskommen können zeigte die Probe, deren komplette Abfolge auf der Internet-Seite des Collegium Vini einzusehen ist: www.collegium-vini.de

Das intensive Eingehen des Moderators auf die Persönlichkeiten der Winzer und die Weintypizität der jeweiligen Gebiete erleichterte allen Teilnehmern die Erkenntnis, dass das „Slow-Food“- Bekenntnis „gut – sauber – fair“ ohne Abstriche auf die Weine übertragbar war. Die Philosophie von „Slow Wine“ ist für jeden begeisterten Weintrinker vermutlich aber nichts anderes als „Eulen nach Athen tragen“.

Peter Hilgard

 

 

Küche als Kaderschmiede: Wohlfahrts Schüler erkochen über 60 Sterne

Harald Wohlfahrt & Christian Bau (r.)

Harald Wohlfahrt & Christian Bau (r.)

Wie es ist, wenn sich Schüler und Lehrmeister nach vielen Jahren wieder eine Küche teilen, zeigten die Drei-Sterne-Köche Christian Bau und Harald Wohlfahrt – gemeinsam sorgten sie für ein großes Dinner für 200 Gäste in der Traube Tonbach.  Das Fest wurde von gleich zwei Jubiläen begleitet: Das Traditionshotel feiert in diesem Jahr sein 225-jähriges Bestehen, und Küchenchef Harald Wohlfahrt begann vor 38 Jahren seine eigene Karriere als 20jähriger Saucier in der Traube Tonbach. Die inzwischen berühmte Schwarzwaldstube befand sich damals noch in der Planung, doch Traube-Inhaber Heiner Finkbeiner glaubte an das große Talent seines Neuzugangs und ließ Wohlfahrt 1977 ins neue Gourmetrestaurant des Hotels vorrücken. Die Zwischenbilanz nach 38 Dienstjahren zeugt vom richtigen Gespür. Als Küchenchef erreicht Wohlfahrt mit seinem Team alle Höchstbewertungen in den relevanten Gastronomie-Guides und hält diese Auszeichnungen seit über zwei Jahrzehnten.

Besonders stolz ist der 58-jährige jedoch auf seine Schüler, denn die Schwarzwaldstube gilt auch als Kaderschmiede für den Köche-Nachwuchs. „Mitzuerleben, wie viele meiner Mitarbeiter erfolgreich ihre ganz eigene Linie entwickeln und selbst hervorragende Köche geworden sind, ist die schönste Bestätigung für meine Arbeit“, so Wohlfahrt. Kein anderer deutscher Spitzenkoch hat so viele hoch bewertete Köche mit ausgebildet oder als Mentor begleitet. Heiner Finkbeiner teilt den Stolz seines langjährigen Küchenchefs und verdeutlicht: „Von den vielen talentierten Köchen, die sich auf einem Posten in der Schwarzwaldstube bewiesen haben und einen Teil ihrer Lehr- und Wanderjahre hier in der Traube Tonbach verbrachten, kochen heute rund 40 selbst erfolgreich auf Sterneniveau – mehr als 10 sogar mit zwei oder drei Sternen.“

Wohlfahrt mit Team Schwarzwaldstube

Wohlfahrt mit Team Schwarzwaldstube

Neben den Drei-Sterne-Köchen Klaus Erfort, Kevin Fehling, Thomas Bühner und Joachim Wissler gehört auch Christian Bau vom Victor’s Gourmet Restaurant Schloss Berg nahe Trier zu jenen, die es mit einer knapp fünfjährigen Station in der Traube Tonbach zu Beginn seiner Kochkarriere in die Top-Liga der deutschen Spitzenköche geschafft haben. Als junger Commis kommt er 1993 in die Schwarzwaldstube, anderthalb Jahre später wird er mit gerade mal 23 Jahren Wohlfahrts Souschef, während seine Frau Yildiz im Service des Restaurants arbeitet. „Kochen konnte ich damals schon ganz ordentlich“, erklärt der heute 43-jährige Christian Bau, „aber meine Frau und ich haben in der Traube alles gelernt, was wir für unser eigenes Restaurant brauchen – den Feinschliff in der Küche, den richtigen Umgang mit Gästen, Mitarbeitern und Medien, aber vor allem den Qualitätsanspruch fürs Gastgebersein.“

Heute gehört Bau wie Wohlfahrt zu den besten Köchen Deutschlands und ist einer von gerade mal elf dreifach besternten Kollegen. Sein einstiger Lehrmeister ist ein guter Freund geworden, doch bleibt immer auch Mentor und Ratgeber. Wie eng die Beziehung ist, wird deutlich, wenn Wohlfahrt selbst gefragt wird: „Es ist die größte Reputation für mich, wie erfolgreich Christian Bau ist.“

Weitere Schüler von Harald Wohlfahrt in der Traube Tonbach waren im Laufe der Jahre u.a. die Sterneköche Jörg Sackmann (Restaurant Schlossberg, Baiersbronn), Hendrik Otto (Lorenz Esszimmer, Berlin), Christoph Rüffer (Haerlin, Hamburg), Sebastian Zier (Arosa, Sylt), Silvio Nickol (Palais Coburg, Wien, Österreich), Wolfgang Becker (Becker’s, Trier), Dirk Hoberg (Ophelia, Konstanz), Douce Steiner (Gasthaus zum Hirschen, Sulzburg), Matthias Diether (First Floor, Berlin), Nouri Wahabi (Piment, Hamburg), Paul Stradner (Brenners Park-Restaurant, Baden-Baden), Boris Benecke (Wald & Schloßhotel Friedrichruhe), Klaus Erfort (Gästehaus Erfort, Saarbrücken), Thomas Bühner (La Vie, Osnabrück) und Kevin Fehling (La Belle Epoque, Travemünde).

 

 

70 Jahre Hotel-Legende Hermann Bareiss

Große Geburtstagsfeier in Baiersbronn

Hermann Bareiss

Hermann Bareiss hat Hotelgeschichte geschrieben, so wie einst César Ritz und nur wenige andere in der Branche. Zu seinem Imperium gehören das Hotel Bareiss in Baiersbronn- Mitteltal mitsamt des Drei-Sterne-Restaurants von Claus-Peter Lumpp, den erstklassigen Lokalen Dorfstuben und Kaminstube, aber auch der aufwendig restaurierte, mythenhaften historische Morlokhof. Jetzt feierte Hermann Bareis mit fast 1000 Freunden, Mitarbeitern und Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur zwei Tage lang seinen 70. Geburtstag

Hermann Bareiss ist nicht nur der bestgekleidete Hotelier Deutschlands, er ist auch als Gastgeber eine Zierde seiner Zunft. Sein Hotel im Schwarzwald gehört zu den allerersten Adressen im Land. Dies liegt nicht nur am großen Komfort und der heiter-entspannten Atmosphäre, sondern auch an den herausragenden kulinarischen Leistungen und dem herzlichen Service. Es hatte seinen guten Grund, warum gerade hier mit der Mitteltaler Tafelrunde einst  das wichtigste, genussreichste und am aufwendigsten inszenierte Gipfeltreffen der Branche stattfand. Restaurantkritiker und Spitzenköche, die beileibe nicht immer an einem Tisch sitzen, fanden im Hotel Bareiss für einen schönen langen Tag lang zu Gesprächen zusammen, diskutierten über Trends und Fehlentwicklungen, und krönten den Tag mit einer in jeder Hinsicht heißen Küchenparty.

Eine Reportage über das Hotel Bareiss steht demnächst in unserem Internet-Magazin Hotel-Traveller: www.hotel-traveller.de

 

Rührende Szenen

Küchenparty im Rocco Forte Hotel Villa Kennedy

Villa Kennedy Küchenparty

So viele Zaungäste hatte die Hotelküche der Frankfurter Villa Kennedy bislang noch nicht erlebt. Sie konnten bei den Köchen manchen Trick lernen und sehen, wie rührselig die Zubereitung von Risotto sein muss.  Küchenchef Dario Cammarata wurde dabei nicht nur von seinem Team unterstützt,  Fulvio Pierangelini reiste eigens aus Rom an, um mit anzupacken. Der temperamentvolle Lockenkopf ist gastronomischer Berater bei Rocco Forte und galt mit seinem Zwei-Sterne-Restaurant Gambero Rosso in San Vincenzo in der Toskana als einer der führenden italienischen Köche. Über 100 Freunde, Geschäftspartner und gute Gäste der Villa Kennedy drängten sich um die Töpfe und Pfannen und kamen dabei ins Gespräch. Mit dabei auch die zauberhafte Tochter von Hotelgründer Sir Rocco Forte, Lydia.

 

Photocredit: Top Magazin Frankfurt, Barbara Fienhold

 

 

 

Harald Wohlfahrt serviert den

Royals Königskrabben

Harald WohlfahrtEine der wenigen Ausnahmen, bei denen Harald Wohlfahrt außerhalb seiner Küche im Hotel Traube Tonbach tätig wird, ist die jährliche Gala zum Deutschen Medienpreis in Baden-Baden. Zusammen mit der Service- und Küchencrew des Traditionshotels unterstützt der Drei-Sterne-Koch das Catering des Events bereits seit mehr als 20 Jahren und kochte zu diesem Anlass bereits für zahlreiche prominente Gäste wie zuletzt George Clooney oder den Dalai Lama. In diesem Jahr kam eine Preisträgerin hinzu, die dem roten Teppich royalen Glanz verlieh: Die niederländische Königin Máxima wurde für ihr soziales Engagement in der Entwicklungshilfe geehrt und war mit König Willem-Alexander zu Gast. Abseits des Medienrummels und der Bühne zeigten sich die königlichen Hoheiten unkompliziert und nahbar: Es wurden Hände geschüttelt, Fotos gemacht und Deutsch gesprochen. Zum Dinner führte Spitzenkoch Harald Wohlfahrt das Königspaar persönlich an das Gala-Buffet. Kulinarisch stand die Vielfalt der Meere im Mittelpunkt – es gab Felsenaustern, Hummer, Königskrabben, Garnelen, Jacobsmuscheln, Steinbutt und Seezunge für die Royals.

 

 

 

Apfelweinkoffer

Koffer mit ApfelweinmotivAuf der Apfelwein-Messe gab es eine Weltneuheit zu bestaunen: Den ersten Schoppen-Trolley. Entworfen hat ihn Michael Schlögel, der sich zu seinem Lieblingsthema immer wieder Neues ausdenkt (Apfelwein-Roulette, Apfelwein-Metermaß und anderes mehr). Der gerippte Koffer ist im Kaufhaus Hessen auf der Berger Straße zu haben.

 

 

 

 

 

 

 

Harald Wohlfahrt zu Gast in Frankfurt

Harald Wohlfahrt (r.)

Harald Wohlfahrt (r.)

Harald Wohlfahrt verlässt seine Küche in der Schwarzwaldstube in Baiersbronn höchst selten. Doch ausnahmsweise kam er für einen Tag nach Frankfurt, um für einen kleinen Kreis im Küchenstudio Valcucine im Florentinischen Viertel in Sachsenhausen zu kochen. Mit Geräten von Gaggenau. Im badischen Loffenau bei Gaggenau wurde Wohlfahrt vor 59 Jahren geboren und bekam die Marke gewissermaßen in die Wiege gelegt. Drei-Sterne-Koch Wohlfahrt kochte vor den Augen der Gäste, die mit ihren Handys jede Bewegung festhielten. Es gab unter anderem eine pralle Jakobsmuschel mit perfektem Trüffelrisotto, geschmortes Kalbsbäckchen auf Rahlmpolenta mit Morcheln und Balsamicosauce sowie Vanille Panna Cotta mit Passionsfruchtsorbet nebst Ragout von Zitrusfrüchten. Dazu präsentierte Paul Fürst seine wunderbar saftigen Weine – Riesling, Weißburgunder, Frühburgunder, Rieslaner. Das Küchenstudio Valcucine, gleich neben dem Lokal Biancalani gelegen, wurde eigens für diesen Tag in ein Restaurant verwandelt und geriet zum fröhlichen Blickfang für Passanten. Eigentlich könnte das öfter geschehen, denn eine bessere Live-Werbung gibt es nicht für Küchen.  Der Geschäftsführer von Valcucine, Christoph Böger, hatte einst bei Steigenberger gearbeitet und war Souschef im Frankfurter Holbeins.

 

Guido Giovo: Wein & Olivenöl

Costaripa

Costaripa

Es gibt anstrengende Arbeitsmessen wie die bevorstehende ProWein. Und es gibt Spaßmessen wie die von Guido Giovo in Mühlheim am Main. Sie ist fast schon eine Feier. Man kommt auf zwei Etagen und der Terrasse bei Wein, Spumante, Pasta und Schinken zusammen. Fachbesucher und ganz normale Kunden mischen sich. Einige Weine kennt man, andere gilt es noch zu entdecken. Alois Lageder ist immer stark vertreten, an Quantität und Qualität. Wer einfach nur einen guten Prosecco sucht, wird hier gewiss fündig. Dal Din gehört mit seinem Brut dazu, aber auch die Tenuta San Giorgio. Unter den Spumanti gefiel uns der Brut Rosé von Costaripa am besten, ein feiner Schaumwein mit nobler Farbe und zartem Duft (80% Chardonnay, 20% Pinot Nero), der am Westufer des Gardasees zu Hause ist.

Die größte Entdeckung war aber kein Wein, sondern ein erstklassiges Olivenöl. Die Olearia Caldera ist ebenfalls in der Gardasee-Region beheimatet und erzeugt verschiedene Öle, die alle Format haben. Absolute Spitze ist die Gran Cuvée Ugo Caldera, benannt nach dem Gründer der Manufaktur. Dort wird auch unter dem Etikett Oliver eigens ein Öl für Köche hergestellt, das sich gut erhitzen lässt. In diesem Jahr findet noch eine Messe bei Guido Giovo statt, man sollte sich zeitig informieren.

Guido Giovo, Mühlheim am Main, Borsigstr. 17, Tel.  06108-90080

 

 

 

Marrakesch am Main

Top Lounge: Penthouse Party im InterConti

Top Lounge Interconti Die Überraschung des Abends war das marokkanische Buffet: Wenn es dieses zarte, vollfleischige und wunderbar orientalisch gewürzte Lamm immer im Hotel Intercontinental in Frankfurt gebe, wäre dies allein schon ein Grund für einen Besuch. Aber auch sonst waren die verschiedenen Buffets appetitlich, neben dem Lamm wurden die amerikanischen Mini-Burger zum Renner des Abends. Das Top Magazin Frankfurt hatte wieder einmal zu seinem Event namens Top Lounge geladen, und über 400 Gäste jeglicher Couleur aus Wirtschaft, Politik, Kulturszene und Schaugeschäft kamen. Die Location war perfekt und bescherte viel Platz, wobei Rauchern gleich zwei Terrassen geboten wurden. Kompliment aber auch für die gesamte Organisation, ein solches Fest kann nicht jeder stemmen.

Bei einem Get-together spielen Essen & Trinken nicht unbedingt die Hauptrolle, hier aber sorgten die verschiedenen Themen-Buffets für zusätzlichen Gesprächsstoff. Wer gut isst, fühlt sich auch wohl. Aber mal ehrlich, wer führt das InterConti noch auf dem kulinarischen Kompass? Die Gastronomie des Hauses hat in den letzten Jahren nicht von sich reden gemacht. Dabei gibt es mit Klaus Bramkamp einen engagierten Könner als Küchenchef. Der gelernte Koch und Konditor führte von 1986 bis 1989 das Gourmet-Restaurant im Hotel, just dort, wo sich jetzt der schönste Teil der Rooftop-Location befindet – mit Blick auf den Main und die Frankfurt-Skyline. Das Restaurant auf der 21. Etage war seinerzeit sehr gut und bot den Gästen ein einzigartiges Panorama. Bis heute gibt es keinen Ort in Frankfurt mit einem vergleichbaren Ausblick. Aber: The Winner Takes It All – und der Gewinner ist das Geld.  Das Gourmet-Restaurant wurde geopfert, als Veranstaltungsebene bringt das Penthouse dem Hotel weit mehr Geld ein als es je ein Restaurant könnte. An Silvester ist das Dachgeschoss immer weit im Voraus ausgebucht. Vielleicht gäbe es aber einen Kompromiss: Warum könnte man nicht einen kleinen Teil des Penthouses als Panorama-Restaurant führen? 30 bis 40 Plätze würden der riesigen Veranstaltungebene nicht allzu viel wegnehmen. Der erst seit acht Monaten amtierende Hoteldirektor Martin Driskell hat die einmalige Chance, das nicht nur in der Fassade farblose InterConti endlich aufzufrischen – auch kulinarisch. Das Potential ist vorhanden.

 

 

Scheck-in: Auszeichnung für Weinangebot

Besitzerfamilie Scheck-Berger (Tochter von Adolf Scheck) Scheck-Reitz (Ehemann), Martine Debaeke, Peter Splettstößer (v.l.n.r.)

Scheck-in-Familie: Scheck-Berger, Scheck-Reitz, Martine Debaeke, Peter Splettstößer (v.l.n.r.)

Man findet hier nicht nur Vertreter der französischen Wein-Elite, sondern gerade aus Deutschland viel Bezahlbares in der gehobenen Mittelklasse. Weingüter wie Künstler aus dem Rheingau oder Fürst aus Franken bilden einen soliden Stamm. Jetzt wurde der Lebensmittelmarkt Scheck-in für sein „herausragendes Angebot heimischer Weine“ ausgezeichnet. Das Deutsche Weininstitut (DWI) und die Lebensmittelzeitung vergeben diesen Preis alljährlich. Marktleiter Peter Splettstößer und die Leiterin der Weinabteilung Martine Debaeke nahmen den Preis entgegen und stießen mit einem Tropfen von Kloster Eberbach an. Zur Feier reisten auch eigens Vertreter der Inhaber-Familie nach Frankfurt.

 

 

Schlotzige Pasta im Weindorf

Mimmos neues Lokal in Ingelheim

Padrone MimmoParide „Mimmo“ Nicoli hat nach Stationen in Mainz (z.B. La Gallerie) und Rüsselsheim (Opel-Villen) inzwischen seine neue kulinarische Heimat in Ingelheim am Rhein gefunden.  Zur Eröffnung wurde eine große Küchenparty gefeiert, bei der es so viel zu essen und zu trinken gab, dass man die Kraft der zwei Herzen und Mägen brauchte. Allein der Prosecco von Nino Franco und der Aufschnitt von Speck, Sopressa und Schinken hätten für einen schönen Abend gereicht. Doch es gab auch wunderbar schlotzige Pici-Pasta mit gut gewürztem Entenragout, sehr guten gebratenen Tunfisch mit Gelatine von grünen Äpfeln und weißem Tomatenschaum, Schwarze Oliven-Gnocchi mit Kaninchenragout und vieles vieles mehr. Alles Gerichte, die auch auf der Speisekarte stehen. Die Küche ist darüber hinaus so groß, dass Mimmo sie auch für weitere Küchenevents und seine Kochschule nutzen will. Das Lokal hält zwar in erster Linie italienische Weine bereit, doch auch einige ausgesuchte deutsche Tropfen. Beispielsweise „Adams Wein“, bemerkenswerte Gewächse aus Ingelheim von der ebenfalls bemerkenswerten Simone Adams, von der man noch viel hören wird. Sie und ihr Mann waren ebenfalls bei der Küchenparty präsent und interpretierten ihre Erzeugnisse. Das Restaurant und seine Weinstube wurden zwar mit dem Namen Millennium übernommen, wobei das „M“ auch für Mimmo stehen könnte, was weit besser passen würde.

„M“, Restaurant Millennium & Weinstube Weingeist, Ingelheim, Bleichstr. 1, Tel. 06132 711 20 70. www.das-millennium.de

 

 

Bel Etage

Neue Event-Location im Palais Thurn & Taxis Frankfurt

Bel Etage Thurn&Taxis Palais - 02Ins Thurn- und Taxis-Palais zieht immer mehr Leben ein. Nachdem das Restaurant Frohsinn das schöne Ensemble vor allem im Sommer auf der Innenhofterrasse zu einem Treffpunkt machen konnte, haben nun auch die Gastronomie-Unternehmer Klaus-Peter Kofler, Micky Rosen und Alex Urseanu die oberen Räume auf der Galerie übernommen und wollen aus dieser attraktiven Location mitten in der Stadt einen Veranstaltungsort der Extraklasse machen. Firmen und Privatgäste sollen sich gleichsam angesprochen fühlen, 50 bis 250 Personen finden Platz. Noch in den nächsten Tagen wird es eine große Ausstellung verschiedener Künstler (9./10 Nov.)  sowie die Frankfurter Whiskymesse (22.-24. Nov.) geben. Ein Weihnachtsmarkt im Innenhof ist auch vorgesehen. Die Räume im 1. Obergeschoss bieten rund 400 Quadratmeter Platz. Imposant ist die große Terrasse mit Blick auf den Innenhof und die Skyline von Frankfurt. Große Fensterarkaden, imposante Kristalllüster und edles Parkett geben einen stilvollen Rahmen. Bei diesem Mix aus Klassik und Moderne entstand so etwas wie Loft-Barock. Michael Müller vom Designteam Stilbruch aus Wiesbaden legte nicht zum ersten Mal Hand an, er begleitete Nobel-Caterer Klaus-Peter Kofler gestalterisch unter anderem beim ideenreichen Pop-up-Restaurant Tree House im Hochhaus neben dem Hotel Jumeirah.

Zur Eröffnungsfeier kamen gut 100 geladene Gäste in die Bel Etage, wo sie ein klassisches Sextett, ein flinker Service sowie ein Buffet erwarteten. Es gab manch Gutes, doch vor allem die wie Dekoration aussehenden Gemüsechips waren besonders lecker – vor allem die aus Roter Bete.

www.palais-frankfurt.com

 

 

Was guckst Du? Astor Film-Club

Das Kino als Event-Location

Astor Filmlounge Das neue Astor-Kino in Frankfurt ist ein Schmuckstück. Es bietet sich deshalb nicht nur zum Sehen, sondern auch Gesehenwerden an. Dachten sich jedenfalls die Initiatoren einer neuen Club-Idee, der Betreiber der Filmlounge Kai Mann und Event-Manager Gerd Schüler.

In der Astor Film-Lounge über der Zeilgalerie findet nun einmal im Monat eine Vorpremiere eines Kinofilms statt, der am nächsten Tag in den Frankfurter Kinos anläuft. Auftakt war „Der Teufelsgeiger’“ mit David Garrett als Paganini.  Den Musiker muss wohl der Teufel geritten haben, diese Rolle anzunehmen, denn als Schauspieler macht er keine gute Figur. Mit Klaus Kinski war der Teufelsgeiger immerhin einst idealbesetzt. Doch war der Film ja mehr eine nette Beigabe, wichtiger war es, dass die Gäste miteinander ins Gespräch kamen. Dabei halfen Apfelschaumwein von Höhl und Häppchen vom Scheck-in-Center.

Astor Filmlounge„Networking auf höchster Ebene“ nennen die Veranstalter ihren Film-Event, zu dem man nicht so einfach hingehen kann, sondern eingeladen werden muss. Es gab dazu auch kein profanes Kärtchen, sondern eine edle Geschenkbox mit güldener Einladung und einem Präsent. Zur der Premiere kamen 200 Gäste. So nebenbei wurden die Gäste aber auch auf das Astor-Kino aufmerksam. Es ist das mit Abstand schönste in der Stadt, aber auch höchst kommod: Die großen bequemen Sitze sowie Fußstützen lassen selbst Filme in Überlänge gemütlich überstehen, zumal auch Essen und Getränke gereicht werden.

 

 

Hot Spot Küchenparty

 

Breidenbacher Hof Düsseldorf

Frischeparadies Frankfurt

Breidenbacher HofWenn Düsseldorf feiert, ist Köln betrunken. Der Breidenbacher Hof ist nicht nur das gediegene Luxushotel, man weiß auch zu feiern. Uns ist sonst keine Küchenparty bekannt, bei der sogar getanzt wird. Philipp Ferber, Chef der Weißen Brigade im Hotel, hatte gute Partner aus anderen Häusern ins Boot geholt: Achim Schwekendiek vom Restaurant Schloss Münchhausen;  Ronny Siewert, Restaurant Friedrich Franz, Grand Hotel Heiligendamm; Michael Kammermeier, Ente im Nassauer Hof in Wiesbaden; Stefan Neugebauer, Schwarzer Hahn, Deidesheimer Hof. Und den Modedesigner Thomas Rath aus der Castingshow Germany´s Next Top Model. Er überraschte wohl am meisten, denn von den Profis wusste man ja, dass sie kochen können. Jedenfalls war seine Kürbis-Pasta ziemlich lecker.

Es gab aber auch sehr gut zu trinken, angefangen vom Deutz-Champagner über die erstklassigen Weine von Philipp Kuhn aus der Pfalz bis hin zu den fein-stoffigen Tropfen vom Nahe-Weingut Korrell Johanneshof. Hoteldirektor Cyrus Heydarian, der die Gelüste seines Publikums kennt, tat gut daran, auch Tatar-Brötchen und Altbier anzubieten – zu später Stunde muss es so etwas einfach sein. Die 280 Gäste fanden bequem Platz, da die gesamte Bel Etage für die Küchenparty bereitstand. Für 139 Euro wurde sehr viel Gutes geboten. Solch hochwertige und doch letztlich preiswerte Events gibt es das ganze Jahr über im Breidenbacher Hof, auch die Küchenparty wird im nächsten Jahr wieder im „Kulinarischen Kalender“ stehen.

http://www.capellahotels.com/dusseldorf

 

 

 

Wenn der Brunnen wisselt

Sind wir im Paradies

Matthias Schmidt, Villa Merton

Matthias Schmidt, Villa Merton

Inzwischen ist das Frischeparadies in Frankfurt-Griesheim als Eventlocation fast so bekannt wie als Einkaufsadresse. Wieder holte sich Marktleiter Ulrich Wittur viele Spitzenköche aus dem Rhein-Main-Gebiet in sein Haus: Christoph Rainer von der Villa Rothschild in Königstein; Thomas Macyszyn, Restaurant Navette, Rüsselsheim; Andreas Krolik, Tigerpalast; André Rickert, Weinsinn, Matthias Schmidt,Villa Merton (alle Frankfurt). Unser absoluter Favorit war

Entenstopfleber-Praline, mit Ananastexturen, Gewürzgelee und Pfefferaromen. Klein, fein, aufwendig und vollendet kombiniert. Die gut gereifte Riesling Auslese 2003 „Wisselbrunnen“ von Schloss Reinhartshausen dazu machte das Glück perfekt.

Manche Gäste waren sichtlich nervös und glaubten irgendwie zu kurz zu kommen. Dabei hätten sie sich nur antizyklisch verhalten müssen: Zunächst dort anstellen, wo wenig los ist und sich dann Biss für Biss weiterarbeiten. Ganz im Gegenteil zog es viele aber ganz lemminghaft dorthin, wo die meisten anstanden. Mit 250 Gästen war man diesmal allerdings auch über die Grenze gegangen, vielleicht sollte man bei maximal 200 einen Schnitt machen.

Loben muss man aber nicht nur die Köche für ihr Engagement, gerade der Service zeigte sich besonders einsatzfreudig. Von den 139 Euro Eintritt gingen wie stets 10 Euro an die Wiesbadener Stiftung Bärenherz (für schwerstkranke Kinder). Für sie wurde auch eine Tombola mit netten Preisen arrangiert. Für uns gab´s als Gewinn die berühmte Winke-Katze, die wir bei unseren Asien-Besuchen stets verschmäht hatten.

www.frischeparadies.de/frischeparadies-maerkte/frankfurt

 

 

Photocredit: Barbara Fienhold

 

 

 

 

 

Unter dem Rubrik DATES finden Sie  Tipps & Termine (in der oberen Leiste über dem BISS-Logo nebst Leserbriefen, Editorial, Kontakt, Impressum, Newsletter, Anzeigen).