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Dates & Events

DATES & EVENTS

 

Mit Alpenlachs zum Gourmetgipfel

Genussjubiläum in der Villa Rothschild

 

Claus-Peter Lumpp (l.)

Claus-Peter Lumpp (l.)

Claus-Peter Lumpp scheint mit dem Schwarzwald verwurzelt. Jedenfalls verlässt der 3-Sterne-Koch nur höchst selten das Hotel Bareiss, weshalb sein Gastspiel in der Villa Rothschild beim x. Gourmetgipfel schon durchaus etwas von einem Starauftritt hatte, den er aber artgerecht in aller Stille und Bescheidenheit absolvierte.

Küchenpartys gibt es viele, aber nur wenige auf einem so hohen Niveau. Die Villa Rotschild genießt immerhin auch einen kulinarischen Ruf der Extraklasse. 10 Köche, 11 Winzer, Champagner- und Sektstände und vieles mehr, schufen ein Schlaraffia. Über 500 Gäste flanierten von Happen zu Happen, von Glas zu Glas. Die große Küche, alle Salons, die Terrasse und der Park wurden zu Genussstationen. Überraschung: 3-Sterne-Koch Claus-Peter Lumpp war ebenfalls dabei. Sein geschmortes Perlhuhn mit Rosmarinsauce, Zitronen-Urgetreide und Burrata gehörte zu den Highlights des Events.

Christoph Rainer

Christoph Rainer

Jeder der Köche lieferte Topgerichte. Christoph Rainer, Ex-Chef der Villa Rothschild und jetzt Küchenchef im Tigerpalast, zeigte mit seinem Ceviche vom Schwarzen Lachs mit Algenrahm, Meeresfenchel-Eis und Gurken-Limettensud wie harmonisch und ausgezeichnet ein extrem verfeinertes, kreativ umgesetztes „Peru“-Gericht sein kann. Daniel Schimkowitsch vom Ketschauer Hof in Deidesheim schickte mit seinem Signature Dish, dem „verkohlten Rind“, ein Gericht von großer Intensität. Das lange geschmorte, wunderbar mürbe Rind mit Sommertrüffel und Teriyaki-Sauce war von samtiger Konsistenz und ausdrucksvollem Geschmack. Paul Stradner von Brenner´s Park-Hotel glänzte mit lauwarm gegarten österreichische Alpenlachs in Safranveloute, Christian Eckhardt von der Villa Rothschild beeindruckte durch gebratenen zarten Kaisergranat mit Fenchel, Dill und Wermut. Fingerfood, Schwarzwälder Schinken und frisches Brot von Pains & Tradition sowie eine große Dessert-Parade machten das überreiche Angebot komplett. Bei den Weinen gefielen besonders gut der Pinot Blanc „Eichelberg“ und der Pinot Gris, beide von Heitlinger aus dem Kraichgau. Benjamin Birk und seine famose Servicebrigade hatten einen Marathonlauf und logistische Meisterleistungen zu bewältigen.

 

 

Tolle Tapas-Tage

Casa Pintor

Tapas

Wir haben zu viele Feiertage und noch mehr überflüssige Thementage. Einen „Welttag des Tapas“ hatten wir bislang auch nicht vermisst. Die Idee, ein Tellerchen und ein Glas Wein zum Pauschalpreis von 5 € anzubieten ist ja sehr gut, so etwas sollte aber besser vermarktet und mit mehr Lokalen angeboten werden. Jedenfalls läuft diese Aktion des Spanischen Fremdenverkehrsamts in zehn Frankfurter Lokalen noch bis Juli, wobei wir unseren Favoriten dabei haben: Casa Pintor nahe Oederwerg. Ob man nun den Aktions-Teller oder anderes bestellt, es ist authentisch. Ob Metzger-Chorizo oder Kaninchen aus dem Ofen, viele Gerichte gibt es als Tapa-Portion. Neu im Repertoire (aber nicht Teil der Aktion) ist der Pata Negra Bellota-Schinken. Erste Qualität, feinwürzig, saftig und genau richtig geschnitten. Das hauseigene Olivenöl von José und Claudia muss man ebenfalls probiert haben. Wein-Tipp: Albariño „Tempus Vivendi“ von Alberto Nanclares aus der Region Rias Baixas und Garnacha Blanca von Aroa Laia aus Navarra. Auch wenn  diese Sonderaktion beendet ist, kann man natürlich weiterhin den guten Schinken bekommen.

Casa Pintor, Frankfurt, Bornwiesenweg 75, Tel. (069) 597 37 23. Täglich geöffnet 18 – 2 Uhr, warme Küche bis 1 Uhr.

 

 

All you can Gambas

Gambas

Bei einem solchen Essen scheint die Sonne: Gambas satt, Aioli und Baguette, inklusive einem Glas Weißwein oder Champagner. Zum Pauschalpreis von 29 bzw. 39 €. Gambas so viel man will, wer aber schafft mehr als zehn ohne Eiweißschock? Das Angebot gilt jeden Freitag von 17 bis 21 Uhr. Im Interim´s-Oscars, genau gegenüber vom derzeit in Renovierung stehenden Oscar´s, in der ehemaligen Zigarren-Bar des Frankfurter Hofs. Entweder auf der Belle Etage, wo früher Annemarie Steigenberger ihr Büro hatte, oder auf der Terrasse – eine der schönsten der Stadt. Die Gambas sind groß, saftig und haben den richtigen Knackpunkt, Herkunft: Aquakultur Vietnam. Ein Schälchen Wasser als Fingerdusche gibt´s dazu, denn man muss sie selbst vom zarten Panzer befreien. Am besten schmecken Knoblauch-Gambas aus der Hand am Strand, aber auch auf der Terrasse des Frankfurter Hofs, wobei man bei weniger gutem Wetter auch wieder einmal die ehemalige und sonst noch immer eher ungenutzte Zigarren-Lounge entdecken kann.

Oscar´s, Frankfurter Hof, Am Kaiserplatz, Frankfurt, Tel. (069) 215 118. 17 – 21 Uhr. 

 

Jippie Happ

Die neuen Heurigen-Termine von Lohninger

Mario Lohninger & Steffi

Mario Lohninger & Steffi

 

Die nächsten Heurigen-Tage finden zu diesen Terminen statt:

24.09

29. 10

 

Von 12 bis 15 Uhr servieren die Lohningers unter anderen hausgemachte Brett’l Jausen, Marios berühmten Schweinsbrat’l, Zeller See Zander in Salzkruste und Kaiserschmarrn. Die Gerichte variieren je nach Saison und Verfügbarkeit, damit auch unter treuen Heurigenfans keine Langeweile aufkommt. Reservierungen unter 069 – 247 557 860. Der Preis beträgt wie gewohnt 39 Euro pro Person exklusive Getränke.

Mario Lohninger ist einer der besten Köche des Landes, in seinem gleichnamigen Restaurant serviert er kreative Menüs, aber auch ein erstklassiges Wiener Schnitzel. Dem Österreicher sind Heimatgerichte Verpflichtung. Aus diesem Grund hat die Familie Lohninger auch den Heurigen in Frankfurt zur festen Einrichtung gemacht. Dieser Event ist äußerst beliebt und stets schnell ausgebucht. Es gibt Spezialitäten wie Wiener Backhendl, Zander aus dem Zeller See in Salzkruste oder Bio Schweinsbratl Schwäbisch Hall direkt am Platz serviert. Ein liebevoll angerichtetes Buffet mit unterschiedlichen Brettljausen, selbst geräuchertem Schinken und Salaten ist außerdem Teil des lebhaften Heurigen-Konzepts. Vater Paul Lohninger steuert wieder einige unwiderstehliche Schmankerln aus alten Rezepturen bei.

 

Cool Climate: Was sind eigentlich natürliche Weine?

Christian Lebherz

Christian Lebherz

Weinladen Cool ClimateChristian Lebherz sind „Naturweine“ ein großes Anliegen, wobei er darauf auch seine Geschäftsidee gründet. Von der Sachsenhäuser Brückenstraße ist er nun auf die Berliner Straße in die Innenstadt gezogen, wo es so wenige Weinläden gibt wie Gelbrüsselhündchen im Spessart. Wenn jemand einen Winzer von der Klasse eines Bruno Duchene aus dem Rousillon im Programm hat, den es sonst nur bei Erno´s Bistro gibt, dann genießt er bei uns zunächst einmal einen Vertrauensvorsprung und öffnet schneller die Herzen und das Portemonnaie. Überhaupt scheint das Programm des neuen Weingeschäfts namens Cool Climate sehr überlegt, man entdeckt viele Weine, die es sonst nirgendwo gibt. Darunter ziemlich viele spannende Tropfen. Es gibt nichts Rühmliches für Etikettentrinker, mögen die meisten Etiketten auch hübsch ausfallen. Schon jetzt eine Bereicherung für die Stadt und die sehr magere Weinszene. Neben dem alltäglichen Weinverkauf wird es bei Cool Climate auch moderierte Soirées geben, bei denen ungewöhnliche Weine vorgestellt werden. Für Christian Lebherz sind „coole“ Weine übrigens solche, die Ruhe bewahren, nicht tricksen, aufdonnern oder retuschieren.

Cool Climate, Frankfurt, Berliner Straße 20, www.coolclimate.de

Kochlöffel-Künstler

Besteckkünstler

Messer, Gabeln, Löffel, Siebe und andere Küchenutensilien verwendet Hassan Taleballa, um daraus dekorative Kunstwerke zu machen. Schräge Vögel, Phantasiefiguren und Schmuck. Für Hotels und Restaurants oder Hobbyköche ein ideales Geschenk. Man kann Hassan bei der Arbeit zusehen, er hämmert und schraubt an seinem Stammplatz in der Frankfurter Altstadt am Fahrtor gegenüber des Historischen Museums.

htb.fork-and-spoons@web.deBesteckkünstler

Mobil 015776895089

 

 

 

 

 

 

 

 

Ältere Beiträge

 

Adiós La Vineria!

Ein letztes Glas auf eine Spanien-Legende

Peter HilgardPeter Hilgard und seine Frau Isabel del Olmo haben seit fast drei Jahrzehnten Ihren Weinhandel „La Vineria“ in Frankfurt (und Bielefeld) betrieben und konnten jetzt noch ein letztes Mal bei ihrer Abschiedsparty mit über 100 Gästen anstoßen. Die beiden waren die einzigen Spanien-Weinhändler von Rang im Frankfurter Raum, wobei sie außerdem ein eigenes Weingut in Andalusien betreiben – die Bodega Los Barrancos in Granada. Dieses Gut wird weiterhin bestehen bleiben. Die Weine bekommt man nach wie vor in Frankfurts bester Tapas-Bar Casa Pintor im Bornwiesenweg. Peter Hilgard ist außerdem noch als Weinjournalist bekannt und wird auch künftig über sein Lieblingsthema schreiben.

www.lavineria.de

 

Gute Weine, schöne Frauen

Weinprobe im Ojo de Agua

 

Victoria Lergenmüller

Victoria Lergenmüller

Esther Martin-Cap und Raik Beesdo scheinen sich zu klonen. Sie sind in der Rhein-Main-Region jedenfalls so allgegenwärtig, dass man kaum glauben mag, dass sie dies allein bewältigen können. Jüngst waren die beiden umtriebigen Wertheimer Weinhändler im Frankfurter Innenstadt-Lokal Ojo de Agua mit ausgesuchten Weinen präsent. Das adrette Restaurant hat ja inzwischen nicht nur eine Dependance in Berlin, sondern in Frankfurt auch die idyllische Terrasse und den historischen Weinkeller geöffnet. Dort fand eine große Probe statt, bei der deutsche und spanische Weine zu verkosten waren. Die vom Hausfreund Spreizer aus dem Rheingau selbstverständlich, aber auch einige Neuzugänge aus Mallorca. Immer wieder gut und schön zum Sommer passend, die Weißweine von José Pariente aus dem spanischen Rueda. Überraschend vor allem der alkoholfreie Traubensekt „Freibeuter“ vom Weingut Lergenmüller aus der Pfalz, ein apart nach Rosen und Trauben duftender Nichtwein, der auch Weintrinkern gefällt. Noch mehr, wenn er von der bildhübschen Victoria Lergenmüller vorgestellt wird.

 

Kreatives Klosett

Die ungewöhnlichste Bar Frankfurts

IMG_56501 Notdurft Deluxe: Frankfurts schönstes Toilettenhäuschen wurde 1906 im Jugendstil erbaut und 2006 zu einer Bar umgerüstet. Inzwischen hat sie sich unter dem Namen Haus-Bar mit einem anderen Pächter als Event-Location der besonderen Art etabliert. Inhaber Achim Körner kann sich vor Anfragen kaum retten, möchte das Kleinod aber exklusiv halten und es sich leisten, unter den Bewerbern zu wählen. Das Häuschen im Park in den Wallanlagen in der Innenstadt animiert zu Feiern und Barbecues. Alles ist möglich, in Absprache mit dem Hausherrn. Dieser Tage fand ein ungewöhnlicher Grillabend mit bemerkenswerten griechischen Weinen statt. Leger moderiert vom Wein-Experten Raffaele Fazio. Er servierte unter anderem einen guten und wirklich trocknen Blanc de Gris von der Domaine Tselepos, den erstklassigen Syrah Fleva von Skouras und einen ausnahmsweise guten griechischen Schaumwein, den traubenduftigen und doch bruten „Greek Champagne“ von Tselepos. Haus Bar, Frankfurt, Zeil 1a, Tel. Tel: 0176 61300734. www.hausbar-frankfurt.de

 

 

Bon appétit mit Karl Lagerfeld

Vernissage Braubachfive - 10 Vintage Food? Ja, das gibt´s. Der kulinarische Retrostil der 50er Jahre wurde jetzt bei einer Vernissage in der Galerie Braubachfive serviert: Chips, Bretzeln, Pim´s Cocktail, geflöteter Sekt. Amüsant und lecker. Edler, aber auch amüsant, die Vintage Collection von Boutiquen-Pionierin Lilo Zeh. Ihre Master Pieces sind so kunstfertig, dass sie nun Einzug in eine Galerie gefunden haben. Die stilgerecht drapierten Stücke stammen von Karl Lagerfeld, Dolce & Gabbana, Thierry Mugler, Jean Paul Gaultier und anderen. Lilo, die ihre Damenboutique inzwischen in der Kleinen Hochstraße an der Freßgass betreibt, ist bereits unglaubliche 40 Jahre im Modegeschäft und war einst die erste mit Avantgarde-Stoffen. Galeristin Marcela Munteanu, die genau gegenüber vom Museum für Moderne Kunst residiert, ist für ihre stets interessanten und andersartigen Ausstellungen bekannt. Sie hat schon Kulinarisches mit Kunst gekreuzt und die Frankfurter Fotografin und Leica-Ikone Ilse Bing gewürdigt, die mit ihren gefühlsechten Schwarzweiß-Bildern die Stadt und ihre Gastronomie in ein anderes Licht rückte. Bei der jetzigen Vernissage der Vintage Collection präsentierten sich auch die Gäste in feinem Zwirn und mit originellem Schick. Als sich die letzten Chips verkrümelt hatten, ging die Feier noch in der benachbarten Nachtbar Mona Lisa weiter. Die Ausstellung (mit Verkauf) ist abgelaufen, die aktuelle Ausstellung erfährt man auf der Webseite. Dienstag bis Samstag, 11 – 18 Uhr. Braubachfive, Frankfurt, Braubachstr. 5, Tel. 069 29 3555. www.braubachfive.eu

 

Pichler, Ochsen, große Weine

 

Prächtiges Sommerfest auf dem

Weingut Weil im Rheingau

Weingut Weil

Weingut Weil

Was macht ein Fest zum einem großartigen Fest? Das Essen, die Weine, das Interieur und nicht zuletzt die Gäste. Auf dem Weingut Robert Weil in Kiedrich könnte man Lebertran auftischen, das Landschlösschen und seine spektakuläre Kulisse im Weinberg würden daran keinen Schaden nehmen. Zum Glück gab es Gutes für die Leber, 27 Spitzenwinzer aus sechs Ländern feierten auf Einladung von Wilhelm Weil und dem Fine Magazin gemeinsam mit 500 geladenen Gästen. Wenn so viele gute Weine auf feierbereite Menschen treffen, muss man nicht staunen, dass erst um vier Uhr in der Frühe die letzten Gäste den Nachhauseweg suchten. Weingut Weil Phélan Ségur, Gaja, Sassicaia, Ornellaia, F.X. Pichler, Dönnhof, Dr. Loosen, Weil und andere gut temperierte Weine standen bereit, wobei das hitzige hochsommerliche Wetter offenbar kaum jemand daran hinderte ordentlich Rotwein zu trinken. Unser Favorit: Château Canon La Gaffelière, Jahrgang 2008, vom Grafen von Neipperg, der ebenfalls für dieses Fest von Bordeaux in den Rheingau reiste. Dass Buffets fabelhaft sein können, wurde beim Weingut Weil eindrucksvoll dokumentiert. Die ständig frisch aufgeschnittenen saftigen Schinken allein waren schon eine Pracht und hätten für einen vergnüglichen Abend gereicht. Vom Fleischsalat bis zum Ochs am Spieß war aber auch alles andere ganz prima. Verantwortlich dafür: Egbert Engelhardt und seine Consortium Gastronomie in Wiesbaden, der einst als Sternekoch mit dem Grauen Haus das beste Restaurant im Rheingau führte.

 Photocredit: Weingut Weil, Barbara Fienhold

 

 

Frohsinn mit krossem Schweinekinn

Gourmet-Gipfel in der Villa Rothschild

Sashimi von Sarah Henke

Sashimi von Sarah Henke

Bei Regen hilft ein guter Tropfen. Jedenfalls wusste die Villa Rothschild die Gäste gleich mit einer Offensive an Champagner feuchtfröhlich einzustimmen. War der Genussgipfel bislang von der Sonne verwöhnt, so musste man sich diesmal beim achten Festival mit eher herbem Wetter begnügen. Das trotzdem ein Vergnügen daraus wurde, war aber nicht nur den Getränken, sondern auch dem Essen und dem sehr flotten Service zu verdanken. Es gab manch ungewöhnliches Gericht. Schön jedenfalls, dass Patrik Spies vom Hotel Zum Stern in Bad Hersfeld gutes und in Riesling mariniertes krosses Schweinekinn anbot. Auch Oliver Heberlein vom Landgut Falkenstein servierte mit der Beinscheibe vom Wagyu Beef keinen alltäglichen Happen. Insgesamt konnten sich die rund 400 Gäste an einem Dutzend Stationen bedienen. Erstmals begrüßte diese der neue Küchenchef Christian Eckhardt, als Nachfolger von dem kürzlich ausgeschiedenen Christoph Rainer. Eckhardt und sein Team glänzten mit Bretonischer Seezunge mit würziger Minestrone, Pulpo und Fenchel sowie Big Eye Tuna mit Avocado, Shiso und Gurke.

Sarah Henke

Sarah Henke

Mit von der Partie auch seine Partnerin Sarah Henke, die erst kürzlich aus nicht nachvollziehbaren Gründen vom A-Rosa Hotel auf Sylt „verabschiedet“ wurde, obwohl diese mit ihrem Restaurant Spices gerade einen besonders guten Lauf hatte (1 Stern, 16 Punkte Gault Millau). Von ihr gab es Sashimi von der Fjord Forelle mit Spicy Fond, Limette und Shiitake. Sie ist übrigens immer noch auf der Suche nach einer guten Position, wo sie ihre euro-asiatischen Ideen umsetzen kann. Bevorzugt im Rhein-Main-Gebiet. Besonders gelungen die Bio-Gänsestopfleber mit Reiswein, Miso und feinsüßlicher Cherimoya-Frucht von Dirk Schroer von der Burg Schwarzenstein im Rheingau. Jens Fischer, noch relativ neu im Restaurant Passione Rossa in Bad Sobernheim am Herd, ist ein Saucenspezialist. Deswegen rückte auf seinem Teller die Sojahollandaise in den Mittelpunkt, zu der es Keule und Brust vom Bresse-Perlhuhn gab. Sebastian Prüßmann (Althoff Hotel Schlossgarten Stuttgart), Andreas Krolik (Tiger-Restaurant Frankfurt) und Ollysan (The Magazine London) sorgten dafür, das Fisch beim Angebot das Oberwasser hielt. Ganz groß die kleinen Dessertvariationen von Benjamin Kunert (Villa Rothschild).

Villa Rothschild Koeche Gourmetgipfel

Heberlein, Kunert, Eckhardt, Henke, Spies, Schroer, Fischer, Ollysan, Hoteldirektor Massa, Prüßmann, Krolik (v.l.n.r.)

Was aber wird von diesem Gourmetgipfel besonders gut in Erinnerung bleiben? Die alte Witzigmann-Erkenntnis, dass in der Küche die Produkte die Stars sind. Das konnte man gerade bei zwei Nichtköchen anschaulich erleben. Andreas Schneider vom Obsthof am Steinberg in Frankfurt Nieder-Erlenbach brachte verschiedene Erdbeersorten mit, darunter eine sensationell aromatische Manille, die sich mit letzten Exemplaren von diesem Sommer verabschiedete. Fleischspezialist Wolfgang Otto von Otto Gourmet tat gut daran, selbst Hand anzulegen, nachdem seine Spitzenqualitäten bei Veranstaltungen von anderen Köchen malträtiert und ruiniert wurden. Er setzte mit seinen Wagyu-Burgern in knusprigen Brötchen jedenfalls einen der Höhepunkte des Gourmet-Gipfels in der Villa Rothschild. Die Gäste mussten gut zu Fuß sein, um die Küchenstationen anzusteuern, die sich im ganzen Hotel verteilten. Aber bei dieser Völlerei tat Auslauf auch gut. Es wurde wahrhaft groß aufgetischt, auch bei den Getränken – Champagner, Wein, Apfelwein, Cocktails, Cognac, Sake und anderes mehr nahmen kein Ende. Für die 195 € gab es erstaunlich viel, auch Zigarren, von denen heftig Gebrauch gemacht wurde. Deren Glimmen verdunkelte sich erst durch das große und von Musik begleitete Feuerwerk, das aber noch längst nicht das Ende einer furiosen Feier war.

 

Ojo de Agua

Tango mit dem Rinderbaron

Maximilian. Dieter Meier,  Moritz (v.l.n.r.)

Maximilian, Dieter Meier, Moritz (v.l.n.r.)

Das Frankfurter Restaurant Ojo de Agua ist Anfang des Jahres sehr erfolgreich an den Start gegangen, feierte aber erst jetzt offiziell seine Eröffnung. Inzwischen ist auch die Terrasse auf der kleinen ungewöhnlichen Verkehrsinsel vor der Tür in Betrieb. Außerdem wurde der Weinkeller fertig, der Teile der historischen Staufenmauer beherbergt, die Frankfurt einst als Schutzwall umgab. Jedenfalls ist das dem reinen Fleischgenuss gewidmete Lokal mit argentinischem Konzept nun auch optisch sehr gewachsen. Die beiden Betreiber, Maximilian Graf von Saurma und Moritz Graf zu Stolberg, von Freunden kurz Max und Moritz genannt, konnten zur Einweihung auch ihren Partner und Gründervater Dieter Meier begrüßen. Der Schweizer Tausendsassa feierte einst mit dem Elektro-Pop-Duo „Yello“ große Erfolge, dass kürzlich mit dem deutschen Muskpreis „Echo“ ausgezeichnet wurde. Dieter Meier ist aber auch Rinderzüchter und Weingutsbesitzer und suchte für seine Farmen in Argentinien eine Verkaufsschiene über die er seine Erzeugnisse vermarkten kann. In Buenos Aires und Zürich betrieb er bereits zwei Lokale, nun will er zunächst Frankfurt etablieren, bevor es eventuell an weitere deutsche Städte geht. Das Fest im Lokal Ojo de Agua gipfelte um Mitternacht im Geburtstag von Moritz zu Stolberg, wo der Tanz eigentlich erst so richtig mit einem Tango begann. Dieter Meier wird übrigens sein neues Soloprojekt “Out of Chaos” am 5. Juli in der Frankfurter Batschkapp präsentieren. Klicke auch BISS-Artikel Don´t call it Steakhouse

 

Die Avantgarde der deutschen Winzer?

Das Collegium Vini und Slow Wine

Das Collegium Vini, eine Vereinigung von Weinfreunden im Rhein-Main-Gebiet widmet sich in Verkostungen seit 60 Jahren den unterschiedlichsten Themen der internationalen Weinkultur. Bei der letzten Probe ging es um „Slow Wine“, einem Ableger der italienischen „Slow Food“-Bewegung. Zusammengestellt und moderiert wurde die Probe von Kai Wagner, der zusammen mit Ulrich Stegerdas Buch „Die Avantgarde der deutschen Winzer – Slow Wine und seine Erzeuger im Portrait“  herausgebracht hat. Unter gleichem Titel stand auch die Weinprobe des „Collegium“.

Weingut Luckert

Weingut Luckert

Um es vorweg zu nehmen: Die ausgewählten Weine waren sehr gut, teilweise sogar überragend , wie z.B. der Silvaner Creutz 2012 aus über 80  Jahre alten Reben vom Weingut Zehnthof Theo Luckert im fränkischen Sulzfeld (49 €). Was aber ihre Zusammenfassung unter dem Titel „Slow Wine“ rechtfertigte, blieb weitgehend im Dunkeln. Es war wesentlich einfacher herauszufinden was der Begriff als Alleinstellungsmerkmal nicht  beinhaltete als was er wirklich bedeutet. Ökologischer Rebbau, Biodynamik oder Vins naturels können, müssen aber nicht bei „Slow Wine“ vorkommen. Mit industriellen Herstellungsmethoden gefertigte Massenweine sind selbstverständlich ausgeschlossen. Kontrovers war auch das Postulat, dass es sich bei den dargebotenen Weinen um Produkte der „Avantgarde der deutschen Winzer“ handelte. Vielfach war es eigentlich genau das Gegenteil: Ein Rückgriff auf alte, traditionelle Rebsorten oder Vinifikationsmethoden der Großvatergeneration – die Anpflanzung des gelben Orleans, einer Rebsorte, die ihren Boom im 19. Jahrhundert hatte, kann schwerlich eine avantgardistische Tat sein, ebenso wenig wie eine Gärung im Bottich über fast ein ganzes  Jahr. Dass dabei wunderschöne Weine herauskommen können zeigte die Probe, deren komplette Abfolge auf der Internet-Seite des Collegium Vini einzusehen ist: www.collegium-vini.de Das intensive Eingehen des Moderators auf die Persönlichkeiten der Winzer und die Weintypizität der jeweiligen Gebiete erleichterte allen Teilnehmern die Erkenntnis, dass das „Slow-Food“- Bekenntnis „gut – sauber – fair“ ohne Abstriche auf die Weine übertragbar war. Die Philosophie von „Slow Wine“ ist für jeden begeisterten Weintrinker vermutlich aber nichts anderes als „Eulen nach Athen tragen“. Peter Hilgard

 

 

Küche als Kaderschmiede: Wohlfahrts Schüler erkochen über 60 Sterne

Harald Wohlfahrt & Christian Bau (r.)

Harald Wohlfahrt & Christian Bau (r.)

Wie es ist, wenn sich Schüler und Lehrmeister nach vielen Jahren wieder eine Küche teilen, zeigten die Drei-Sterne-Köche Christian Bau und Harald Wohlfahrt – gemeinsam sorgten sie für ein großes Dinner für 200 Gäste in der Traube Tonbach.  Das Fest wurde von gleich zwei Jubiläen begleitet: Das Traditionshotel feiert in diesem Jahr sein 225-jähriges Bestehen, und Küchenchef Harald Wohlfahrt begann vor 38 Jahren seine eigene Karriere als 20jähriger Saucier in der Traube Tonbach. Die inzwischen berühmte Schwarzwaldstube befand sich damals noch in der Planung, doch Traube-Inhaber Heiner Finkbeiner glaubte an das große Talent seines Neuzugangs und ließ Wohlfahrt 1977 ins neue Gourmetrestaurant des Hotels vorrücken. Die Zwischenbilanz nach 38 Dienstjahren zeugt vom richtigen Gespür. Als Küchenchef erreicht Wohlfahrt mit seinem Team alle Höchstbewertungen in den relevanten Gastronomie-Guides und hält diese Auszeichnungen seit über zwei Jahrzehnten. Besonders stolz ist der 58-jährige jedoch auf seine Schüler, denn die Schwarzwaldstube gilt auch als Kaderschmiede für den Köche-Nachwuchs. „Mitzuerleben, wie viele meiner Mitarbeiter erfolgreich ihre ganz eigene Linie entwickeln und selbst hervorragende Köche geworden sind, ist die schönste Bestätigung für meine Arbeit“, so Wohlfahrt. Kein anderer deutscher Spitzenkoch hat so viele hoch bewertete Köche mit ausgebildet oder als Mentor begleitet. Heiner Finkbeiner teilt den Stolz seines langjährigen Küchenchefs und verdeutlicht: „Von den vielen talentierten Köchen, die sich auf einem Posten in der Schwarzwaldstube bewiesen haben und einen Teil ihrer Lehr- und Wanderjahre hier in der Traube Tonbach verbrachten, kochen heute rund 40 selbst erfolgreich auf Sterneniveau – mehr als 10 sogar mit zwei oder drei Sternen.“

Wohlfahrt mit Team Schwarzwaldstube

Wohlfahrt mit Team Schwarzwaldstube

Neben den Drei-Sterne-Köchen Klaus Erfort, Kevin Fehling, Thomas Bühner und Joachim Wissler gehört auch Christian Bau vom Victor’s Gourmet Restaurant Schloss Berg nahe Trier zu jenen, die es mit einer knapp fünfjährigen Station in der Traube Tonbach zu Beginn seiner Kochkarriere in die Top-Liga der deutschen Spitzenköche geschafft haben. Als junger Commis kommt er 1993 in die Schwarzwaldstube, anderthalb Jahre später wird er mit gerade mal 23 Jahren Wohlfahrts Souschef, während seine Frau Yildiz im Service des Restaurants arbeitet. „Kochen konnte ich damals schon ganz ordentlich“, erklärt der heute 43-jährige Christian Bau, „aber meine Frau und ich haben in der Traube alles gelernt, was wir für unser eigenes Restaurant brauchen – den Feinschliff in der Küche, den richtigen Umgang mit Gästen, Mitarbeitern und Medien, aber vor allem den Qualitätsanspruch fürs Gastgebersein.“ Heute gehört Bau wie Wohlfahrt zu den besten Köchen Deutschlands und ist einer von gerade mal elf dreifach besternten Kollegen. Sein einstiger Lehrmeister ist ein guter Freund geworden, doch bleibt immer auch Mentor und Ratgeber. Wie eng die Beziehung ist, wird deutlich, wenn Wohlfahrt selbst gefragt wird: „Es ist die größte Reputation für mich, wie erfolgreich Christian Bau ist.“ Weitere Schüler von Harald Wohlfahrt in der Traube Tonbach waren im Laufe der Jahre u.a. die Sterneköche Jörg Sackmann (Restaurant Schlossberg, Baiersbronn), Hendrik Otto (Lorenz Esszimmer, Berlin), Christoph Rüffer (Haerlin, Hamburg), Sebastian Zier (Arosa, Sylt), Silvio Nickol (Palais Coburg, Wien, Österreich), Wolfgang Becker (Becker’s, Trier), Dirk Hoberg (Ophelia, Konstanz), Douce Steiner (Gasthaus zum Hirschen, Sulzburg), Matthias Diether (First Floor, Berlin), Nouri Wahabi (Piment, Hamburg), Paul Stradner (Brenners Park-Restaurant, Baden-Baden), Boris Benecke (Wald & Schloßhotel Friedrichruhe), Klaus Erfort (Gästehaus Erfort, Saarbrücken), Thomas Bühner (La Vie, Osnabrück) und Kevin Fehling (La Belle Epoque, Travemünde).

 

 

70 Jahre Hotel-Legende Hermann Bareiss

Große Geburtstagsfeier in Baiersbronn

Hermann Bareiss Hermann Bareiss hat Hotelgeschichte geschrieben, so wie einst César Ritz und nur wenige andere in der Branche. Zu seinem Imperium gehören das Hotel Bareiss in Baiersbronn- Mitteltal mitsamt des Drei-Sterne-Restaurants von Claus-Peter Lumpp, den erstklassigen Lokalen Dorfstuben und Kaminstube, aber auch der aufwendig restaurierte, mythenhaften historische Morlokhof. Jetzt feierte Hermann Bareis mit fast 1000 Freunden, Mitarbeitern und Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur zwei Tage lang seinen 70. Geburtstag Hermann Bareiss ist nicht nur der bestgekleidete Hotelier Deutschlands, er ist auch als Gastgeber eine Zierde seiner Zunft. Sein Hotel im Schwarzwald gehört zu den allerersten Adressen im Land. Dies liegt nicht nur am großen Komfort und der heiter-entspannten Atmosphäre, sondern auch an den herausragenden kulinarischen Leistungen und dem herzlichen Service. Es hatte seinen guten Grund, warum gerade hier mit der Mitteltaler Tafelrunde einst  das wichtigste, genussreichste und am aufwendigsten inszenierte Gipfeltreffen der Branche stattfand. Restaurantkritiker und Spitzenköche, die beileibe nicht immer an einem Tisch sitzen, fanden im Hotel Bareiss für einen schönen langen Tag lang zu Gesprächen zusammen, diskutierten über Trends und Fehlentwicklungen, und krönten den Tag mit einer in jeder Hinsicht heißen Küchenparty. Eine Reportage über das Hotel Bareiss steht demnächst in unserem Internet-Magazin Hotel-Traveller: www.hotel-traveller.de

 

 

Rührende Szenen

Küchenparty im Rocco Forte Hotel Villa Kennedy

Villa Kennedy Küchenparty So viele Zaungäste hatte die Hotelküche der Frankfurter Villa Kennedy bislang noch nicht erlebt. Sie konnten bei den Köchen manchen Trick lernen und sehen, wie rührselig die Zubereitung von Risotto sein muss.  Küchenchef Dario Cammarata wurde dabei nicht nur von seinem Team unterstützt,  Fulvio Pierangelini reiste eigens aus Rom an, um mit anzupacken. Der temperamentvolle Lockenkopf ist gastronomischer Berater bei Rocco Forte und galt mit seinem Zwei-Sterne-Restaurant Gambero Rosso in San Vincenzo in der Toskana als einer der führenden italienischen Köche. Über 100 Freunde, Geschäftspartner und gute Gäste der Villa Kennedy drängten sich um die Töpfe und Pfannen und kamen dabei ins Gespräch. Mit dabei auch die zauberhafte Tochter von Hotelgründer Sir Rocco Forte, Lydia.

Photocredit: Top Magazin Frankfurt, Barbara Fienhold

 

Apfelweinkoffer

Koffer mit ApfelweinmotivAuf der Apfelwein-Messe gab es eine Weltneuheit zu bestaunen: Den ersten Schoppen-Trolley. Entworfen hat ihn Michael Schlögel, der sich zu seinem Lieblingsthema immer wieder Neues ausdenkt (Apfelwein-Roulette, Apfelwein-Metermaß und anderes mehr). Der gerippte Koffer ist im Kaufhaus Hessen auf der Berger Straße zu haben.

 

 

 

 

 

Guido Giovo: Wein & Olivenöl

Costaripa

Costaripa

Es gibt anstrengende Arbeitsmessen wie die bevorstehende ProWein. Und es gibt Spaßmessen wie die von Guido Giovo in Mühlheim am Main. Sie ist fast schon eine Feier. Man kommt auf zwei Etagen und der Terrasse bei Wein, Spumante, Pasta und Schinken zusammen. Fachbesucher und ganz normale Kunden mischen sich. Einige Weine kennt man, andere gilt es noch zu entdecken. Alois Lageder ist immer stark vertreten, an Quantität und Qualität. Wer einfach nur einen guten Prosecco sucht, wird hier gewiss fündig. Dal Din gehört mit seinem Brut dazu, aber auch die Tenuta San Giorgio. Unter den Spumanti gefiel uns der Brut Rosé von Costaripa am besten, ein feiner Schaumwein mit nobler Farbe und zartem Duft (80% Chardonnay, 20% Pinot Nero), der am Westufer des Gardasees zu Hause ist. Die größte Entdeckung war aber kein Wein, sondern ein erstklassiges Olivenöl. Die Olearia Caldera ist ebenfalls in der Gardasee-Region beheimatet und erzeugt verschiedene Öle, die alle Format haben. Absolute Spitze ist die Gran Cuvée Ugo Caldera, benannt nach dem Gründer der Manufaktur. Dort wird auch unter dem Etikett Oliver eigens ein Öl für Köche hergestellt, das sich gut erhitzen lässt. In diesem Jahr findet noch eine Messe bei Guido Giovo statt, man sollte sich zeitig informieren. Guido Giovo, Mühlheim am Main, Borsigstr. 17, Tel.  06108-90080

Hot Spot Küchenparty

 

Breidenbacher Hof Düsseldorf

Frischeparadies Frankfurt

Breidenbacher HofWenn Düsseldorf feiert, ist Köln betrunken. Der Breidenbacher Hof ist nicht nur das gediegene Luxushotel, man weiß auch zu feiern. Uns ist sonst keine Küchenparty bekannt, bei der sogar getanzt wird. Philipp Ferber, Chef der Weißen Brigade im Hotel, hatte gute Partner aus anderen Häusern ins Boot geholt: Achim Schwekendiek vom Restaurant Schloss Münchhausen;  Ronny Siewert, Restaurant Friedrich Franz, Grand Hotel Heiligendamm; Michael Kammermeier, Ente im Nassauer Hof in Wiesbaden; Stefan Neugebauer, Schwarzer Hahn, Deidesheimer Hof. Und den Modedesigner Thomas Rath aus der Castingshow Germany´s Next Top Model. Er überraschte wohl am meisten, denn von den Profis wusste man ja, dass sie kochen können. Jedenfalls war seine Kürbis-Pasta ziemlich lecker. Es gab aber auch sehr gut zu trinken, angefangen vom Deutz-Champagner über die erstklassigen Weine von Philipp Kuhn aus der Pfalz bis hin zu den fein-stoffigen Tropfen vom Nahe-Weingut Korrell Johanneshof. Hoteldirektor Cyrus Heydarian, der die Gelüste seines Publikums kennt, tat gut daran, auch Tatar-Brötchen und Altbier anzubieten – zu später Stunde muss es so etwas einfach sein. Die 280 Gäste fanden bequem Platz, da die gesamte Bel Etage für die Küchenparty bereitstand. Für 139 Euro wurde sehr viel Gutes geboten. Solch hochwertige und doch letztlich preiswerte Events gibt es das ganze Jahr über im Breidenbacher Hof, auch die Küchenparty wird im nächsten Jahr wieder im „Kulinarischen Kalender“ stehen. http://www.capellahotels.com/dusseldorf

Wenn der Brunnen wisselt

Sind wir im Paradies

Matthias Schmidt, Villa Merton

Matthias Schmidt, Villa Merton

Inzwischen ist das Frischeparadies in Frankfurt-Griesheim als Eventlocation fast so bekannt wie als Einkaufsadresse. Wieder holte sich Marktleiter Ulrich Wittur viele Spitzenköche aus dem Rhein-Main-Gebiet in sein Haus: Christoph Rainer von der Villa Rothschild in Königstein; Thomas Macyszyn, Restaurant Navette, Rüsselsheim; Andreas Krolik, Tigerpalast; André Rickert, Weinsinn, Matthias Schmidt,Villa Merton (alle Frankfurt). Unser absoluter Favorit war Entenstopfleber-Praline, mit Ananastexturen, Gewürzgelee und Pfefferaromen. Klein, fein, aufwendig und vollendet kombiniert. Die gut gereifte Riesling Auslese 2003 „Wisselbrunnen“ von Schloss Reinhartshausen dazu machte das Glück perfekt. Manche Gäste waren sichtlich nervös und glaubten irgendwie zu kurz zu kommen. Dabei hätten sie sich nur antizyklisch verhalten müssen: Zunächst dort anstellen, wo wenig los ist und sich dann Biss für Biss weiterarbeiten. Ganz im Gegenteil zog es viele aber ganz lemminghaft dorthin, wo die meisten anstanden. Mit 250 Gästen war man diesmal allerdings auch über die Grenze gegangen, vielleicht sollte man bei maximal 200 einen Schnitt machen. Loben muss man aber nicht nur die Köche für ihr Engagement, gerade der Service zeigte sich besonders einsatzfreudig. Von den 139 Euro Eintritt gingen wie stets 10 Euro an die Wiesbadener Stiftung Bärenherz (für schwerstkranke Kinder). Für sie wurde auch eine Tombola mit netten Preisen arrangiert. Für uns gab´s als Gewinn die berühmte Winke-Katze, die wir bei unseren Asien-Besuchen stets verschmäht hatten. www.frischeparadies.de/frischeparadies-maerkte/frankfurt

Photocredit: Barbara Fienhold

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